Pico-ITX: 2,5-Zoll-Formfaktor für Embedded Devices

2. März 2009, 9:43 Uhr | Manne Kreuzer, Markt&Technik
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Pico-ITX: 2,5-Zoll-Formfaktor für Embedded Devices

Das ist ein Funktionsumfang, der beachtlich ist. Nehmen Sie sich damit Marktanteile bei den größeren Formfaktoren ab?

Nein. Wir sehen bei den Anwendern von Pico-ITX und nanoETXepxress im Wesentlichen neue Applikationen entstehen, die erst möglich werden durch die kleineren und effizienteren Prozessoren und Formfaktoren. Die bestehende Basis vergleichsweise größerer Formfaktoren profitiert darüber hinaus auch von den neuen Energiesparfunktionen im Vergleich zu bisherigen Optionen. Insofern erfreuen sich beispielsweise auch unsere Mini-ITX-Motherboards mit Intel-Atom-Prozessoren einer sehr hohen Nachfrage. Gleiches gilt für unsere nanoETXexpressund microETXexpress-Module. Neben dem Pico-ITX-Board stellen wir auf der embedded world auch einen 3,5-Zoll-JRexplus- SBC mit Intel-Atom-Prozessor und PC/104-Erweiterungssteckplatz für flexible I/O-Erweiterungen zur Abrundung der SBC-Palette vor.

Will Kontron mit der aktiveren Vermarktung seiner ODM-Services verstärkt von diesem Markt partizipieren? Heißt das, dass nun vermehrt die Quanta-Strategie für das Embedded Computing umgesetzt wird?

Quanta ist ein Original-Design & Manufacturing-Anbieter – kurz ODM – für Hersteller von Notebooks in Consumer-Stückzahlen. Kontron bietet für OEM-Kunden ein breites Sortiment an Standard COTS-Produkten für die verschiedenen Embedded- Computing-Anwendungen und zusätzlich ODM-Services für maßgeschneiderte Plattform-Lösungen an. Im Unterschied zum Notebook- Markt, der nur ODM braucht, gibt es im Embedded-Bereich auch eine starke Nachfrage nach einem Standard-Produktportfolio. Unsere herausragende Stärke in diesem Bereich wollen wir auch weiterhin behalten und weiterhin Innovationen auf Basis von etablierten Standards dem Markt bereitstellen.

Zudem profitieren auch ODM-Kunden von diesem Standard-Produtktportfolio, da wir durch das Zurückgreifen auf bestehende Entwicklungen die Entwicklungskosten und Timeto- Market wesentlich reduzieren können. Der Markt des Embedded Computings reicht nicht wie im Notebook-Markt an 100 Mio. Stück pro Jahr heran. Wenn ein Kunde 30.000 Embedded- Boards oder -Systeme pro Jahr bestellt, ist das durchaus ein Großauftrag. Insofern gibt es vergleichsweise geringere Stückzahlen, auf die man die Entwicklungskosten umlegen kann. Entsprechend effizient muss die Entwicklung strukturiert sein. Zusätzlich braucht man auch eine sehr effiziente Fertigung.

Durch unsere eigene kostengünstige und hochqualitative Fertigung in Penang/ Malaysia erzielen wir ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Lifecycle-Management und Traceability sowie einem Projektmanager in Deutschland inklusive, sodass der Kunde selbst von der Aussteuerung einer asiatischen Fertigung mit allen eventuell damit verbundenen Risiken entlastet wird. Kontron ist außerdem finanziell sehr stark aufgestellt und stabil, ein weiterer Wettbewerbsfaktor in dieser unsicheren Wirtschaftslage. Durch Outsourcing über Kontron können die Kunden ihre Fixkosten, Entwicklungskosten, Investitionen und das Working Capital reduzieren und haben dennoch Zugriff auf die neuesten Technologien, um global durch Innovationen wettbewerbsfähig zu bleiben.


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