Low-Power-x86: Deutlich mehr Vielfalt

16. Juni 2008, 13:46 Uhr | Manne Kreuzer, Markt&Technik
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Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Low-Power-x86: Deutlich mehr Vielfalt

Neben der Optimierung der stromhungrigen Grafikeinheiten konzentrieren sich die Halbleiterhersteller auch auf die Peripherie. Zusätzlich zu klassischen Schaltungsoptimierungen für bessere Stand-by-Werte nehmen die Anbieter dabei auch das Potenzial diverser Technologien unter die Lupe. So kündigt Intel seit geraumer Zeit an, kein P-ATA mehr in die Chipsätze zu integrieren, da Serial-ATA über Energiesparmechanismen verfügt, mit denen man die Massenspeicherlaufwerke deutlich genügsamer machen kann. Auch mit Einsatz von DDR3-Speicher will der Chip-Primus die Akkulaufzeiten der Systeme verbessern.

Etwas weniger Fortune mit den Chipsätzen hatte in letzter Zeit VIA Technologies gehabt. Zwar bietet das Unternehmen mit »Nano« einen neuen Low-Power-x86-Prozessor, der im Vergleich zum Vorgänger C7 etwa die doppelte Rechenleistung bietet, allerdings muss der Baustein noch mit den älteren Chipsätzen kooperieren – dafür ist er dann auch Pin-kompatibel zum C7. Abhilfe könnte von Nvidia kommen – so die unbestätigten Spekulationen über eine Kooperation bzw. eine mögliche Übernahme durch Nvidia. Der Grafikspezialist zeigt sein Interesse am Prozessorgeschäft bislang mit »Tegra «, einer Kombination aus ARM-Core mit Video-, Audio- und Grafik-Engines für MIDs und Smartphones. Einen gewissen Ausgleich kann VIA aus eigener Kraft mit seinen jüngsten Board-Aktivitäten schaffen: Pico-ITX und Mini-ITX2 erschließen noch einiges Low-Power-Potenzial in der gesamten Baugruppe bzw. liefern einen recht hohen Praxisnutzen für die Zielapplikationen.


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