Embedded World 2010 auf gutem Kurs

12. November 2009, 10:03 Uhr | Joachim Kroll, Elektronik

Die Vorbuchungen zur embedded world Exhibition&Conference zeigen sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Zwar werden die Stände wohl etwas kleiner ausfallen, dafür ist die Zahl der Neuaussteller um 10 Prozent gestiegen.

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Vom 2. bis 4. März 2010 findet in Nürnberg wieder die Messe embedded world samt begleitender Konferenz statt. Dieses Jahr muss die Veranstaltung ihre Feuerprobe in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bestehen. Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaftskrise die Unternehmen zwar bereits voll erfasst, doch die Standflächen waren noch vor der Krise gebucht worden. Dieses Jahr müssen die Firmen Farbe bekennen. Und es zeichnet sich ab, dass es sich niemand leisten kann und will, der embedded world fern zu bleiben.

Ohne Zweifel hat sich die embedded world zu einer Leitmesse für die Entwicklung mikroprozessorgesteuerter Geräte und Systeme in Europa entwickelt. Denn Versuche, ähnliche Veranstaltungen in anderen Ländern Europas zu etablieren, scheiterten immer wieder. Zuletzt veranstaltete TechInsights vom 6. bis 8. Oktober 2009 eine Embedded Systems Conference mit Ausstellung in Farnborough, UK. Nur 520 Besucher fanden den Weg in die Ausstellung, trotz 1600 Vorab-Registrierungen im Internet. Und die kostenpflichtige Konferenz zählte gar nur 81 Zuhörer. Da spielt die Nürnberger embedded world in einer ganz anderen Liga: Bei Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich (2009: 15.850) und einem Kongress mit mehr als 1000 Zuhörern ist sie die größte Embedded-Messe weltweit. Dass das auch die internationalen Firmen erkannt haben, manifestiert sich in der steigenden Internationalität der embedded world: Die Zahl internationaler Aussteller ist nach jetzigem Stand im Vergleich zu 2009 um 17 Prozent angestiegen.

Doch in Zeiten knapper Reisebudgets und gerkürzter Marketing-Etats wird sich auch die embedded world einem gewissen Trend zu »Verschlankung« nicht entziehen können. Die Aussteller sehen das allerdings sportlich. Die bisher auf Branchentreffen zusammengetragenen Stellungnahmen lassen sich zusammenfassen zu dem Motto: »Dabeisein ist alles«. Viele Aussteller bereiten sich auf einen baldigen Aufschwung vor, müssen aber die Kosten knapp kalkulieren. Etliche wollen die gleiche Standfläche buchen, um den Stand vom letzten Jahr wiederverwenden zu können.

Mit neuen Impulsen gibt sich die NürnbergMesse alle Mühe, die embedded world auch 2010 zu einem Erfolg zu machen. Neu ist z.B. der »Student Day«, der die Messe als Schnittstelle zwischen Universität und Unternehmenspraxis etablieren will. Sicher auch für »alte Hasen« interessant: Es wird auf der Embedded World eine öffentliche Vorlesung von Prof. Steve Furber, dem Erfinder des ARM-Prozessors geben. Ein weiteres Highlight dürfte der Keynote-Vortrag von Siemens-Forschungsleiter Reinhold Achatz werden. Apropos Vorträge: Das Konferenzprogramm zur embedded world 2010 ist jetzt schon online unter www.embedded-world.de. 


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