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Pinstrip-Steckverbinder

Kaum größer als eine Leiterplattenklemme


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Anschlusstechnik für zweiteilige Elektronikgehäuse

Ein Einsatzbereich, für den sich Pinstrip-Stecker wegen ihres kompakten Designs hervorragend eignen, sind zweiteilige Elektronikgehäuse. Diese Gehäuseform findet sich in zahlreichen Applikationen wie Thermostaten, Rauchmeldern, Eingangskontrollsystemen oder Beleuchtungen. Das Prinzip ist immer ähnlich: Ein Gehäuseteil wird an der Wand beziehungsweise Decke befestigt, der andere Gehäuseteil wird bei der Inbetriebnahme aufgerastet. Die aktiven Elektronik-Komponenten befinden sich in der Regel im Gehäuseoberteil. Dies bietet beispielsweise bei Baumaßnahmen den Vorteil, dass die Komponenten abgenommen und verschmutzungs- und diebstahlgeschützt gelagert werden können.

Leistungsmerkmale auf einen Blick

Pinstrip-Steckverbindungen von Phoenix Contact können mit folgenden Leistungsmerkmalen aufwarten:

  • Verfügbar in den Rastermaßen 3,5 und 5 mm
  • Gerade und um 90° gewinkelte Stiftleisten mit bis zu 24 Polen
  • Farbige Pinstrips zur Markierung der Stecker-Stiftleisten-Zuordnung
  • Für klassische Wellen- sowie Reflow-Lötprozesse geeignet
  • Schüttgut oder automatengerechte Tape-on-Reel-Verpackung
  • Kundenspezifische Stiftlängen und -geometrien
  • Leiterplatten-Steckverbinder mit Schraubanschluss für Leiterquerschnitte bis 4 mm² sowie horizontalem und vertikalem Leiteranschluss
  • Leiterplatten-Steckverbinder mit Push-in-Federanschluss für Leiterquerschnitte bis 2,5 mm² sowie horizontalem und schrägem Ein- oder Doppelleiteranschluss
  • Unterschiedliche Farbvarianten, individuelle Bedruckungen, mechanische Kodierungen

 

Für eine anwenderfreundliche Verbindung mit der Gebäudeinstallation eignen sich spezielle Pinstrip-Steckverbinder. Diese Stecker werden in die wandseitige Gehäuseschale eingerastet. Die Kontaktierung mit der Leiterplatte wird über Pinstrip-Stiftleisten realisiert, die beim Aufrasten des Gehäuseoberteils mit den Steckerteilen kontaktieren (Bild 4).

 

Die neuen Steckverbinder der Produktfamilie PTS 1,5 PH Clip
Bild 4. Die neuen Steckver-binder der Produktfamilie PTS 1,5 PH Clip wurden speziell für zweischalige Elektronikgehäuse entwickelt.
© Phoenix Contact

Der Vorteil dabei ist, dass die Kontaktierung zur Leiterplatte gleichzeitig mit der Endmontage der beiden Gehäuseteile erfolgt, ohne dass zusätzliches Werkzeug oder weitere Arbeitsschritte notwendig sind. Die Produktfamilien PT 1,5 PH Clip und PTS 1,5 PH Clip wurden speziell für diesen Anwendungsfall konzipiert: Die Steckergehäuse sind an der Unterseite mit Rastfüßen ausgestattet, die eine Verrastung mit marktüblichen Gegenkonturen in der Gehäuseschale ermöglichen.

Die gängigen Stecker PT 1,5 PH Clip sind mit Schraubanschluss ausgeführt, während die neuen Stecker PTS 1,5 PH Clip über den komfortablen Push-in-Federanschluss verfügen. Je nach Anwendungsfall haben beide Ausführungen ihre Vorteile. Starre und flexible Leiter mit Aderendhülse können mittels Push-in-Federanschluss schnell und einfach direkt in die Klemmstelle gesteckt werden. Beim Anschluss flexibler Leiter ohne Aderendhülse kann der Klemmraum zudem mit Hilfe der farblich abgesetzten Lösetaste geöffnet werden. Die auf die Leiter wirkende Kontaktkraft ist anwenderunabhängig. Probleme durch zu stark oder zu schwach angezogene Schrauben sind ausgeschlossen. Der Schraubanschluss erlaubt hingegen, mehrere Leiter pro Klemmstelle zu kontaktieren. Durch den Einsatz von Einlegebrücken kann so beispielsweise auch ein Potenzial auf mehrere Kontaktstellen verteilt werden.

 

Der Autor

 

Thomas Schulze, M. Sc.
studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau an der Universität Paderborn. Seit 2014 arbeitet er im Produktmarketing für Leiterplatten-Anschlusstechnik bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg.

 


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