Steckverbinder: Europas Testkompetenz befindet sich in Bensheim

26. Oktober 2009, 14:19 Uhr | Corinna Puhlmann, Markt&Technik
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Steckverbinder: Europas Testkompetenz befindet sich in Bensheim

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Von sehr großer Bedeutung – und dennoch oft unterschätzt – sind laut dem Experten vor allem die mechanischen Prüfungen, die beispielsweise auf die Steck- und Ziehkräfte, die Kontakthalte- und Kontaktausreißkräfte, die Verriegelung und die Codierung abzielen.

Die Umwelt exakt abbilden

Daneben spielen vor allem die Umweltsimulationen eine große Rolle. »Diese sind ein elementarer Bestandteil der Prüfungen«, sagt Dr. Lippmann. Tyco Electronics könne mit seinen unterschiedlichen Testverfahren das Belastungsszenario eines Autos exakt und wirklichkeitsnah abbilden. Eigenen Angaben zufolge betreibt man sehr großen Aufwand, um immer wieder die Testverfahren an die sich ändernden Profile anzupassen. Zu den Prüfeinrichtungen zählt beispielsweise eine Schocktestmaschine mit einer Beschleunigung von bis zu 500 g. »Damit können wir Crash-Situationen authentisch simulieren.« Weitere Maschinen für Umweltsimulationen sind unter anderem 4-Komponenten-Schadgasanlagen, Vibrationsanlagen und Dampfstahlkammern.

Laut Dr. Lippmann besteht die Herausforderung darin, die Umgebungsbedingungen gründlich zu analysieren, damit sie von den Prüfspezifikationen ausreichend abgebildet werden können. »Überspezifierte Anforderungen kosten Geld und Zeit«. In den letzten zehn Jahren konnte die Industrie die Produktsicherheit und – Zuverlässigkeit extrem steigern. »Im Bereich Test und Validation haben wir enorme Fortschritte erzielt. « So sei es laut Dr. Lippmann möglich, Anforderungen wie die Wasserdichtigkeit mit einer Quote von 100 Prozent zu garantieren. Seine Erfahrung habe gezeigt: Wenn Probleme auftreten, hat man meist die Umgebungsbedingungen nicht ausreichend berücksichtigt oder falsch eingeschätzt.

»Der Aufwand, den wir heute betreiben, ist immens. Wir sind auf einem sehr guten Weg, die Zero-Defect-Strategie bedienen zu können«, ist Dr. Lippmann überzeugt. Kritisch sieht der Fachmann nur, dass sich die Ausbildungsstrukturen in Deutschlang gegensätzlich zu den technischen Errungenschaften entwickeln. Denn für eine Null-Fehler-Rate müssen auch Grundvoraussetzungen in punkto Bildung vorhanden sein. In dieser Thematik sieht Dr. Lippmann großes Verbesserungspotenzial.


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