Gewinnwarnung

Konjunkturflaute trifft Bosch

31. Oktober 2024, 07:18 Uhr | dpa
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Bosch muss infolge der Konjunkturflaute seine Prognose senken und schließt einen zusätzlichen Stellenabbau nicht aus.

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Hartung erwartet, dass das Unternehmen in diesem Jahr beim Umsatz »leicht unter Vorjahr liegen« wird. Im letzten Jahr hatte Bosch knapp 92 Mrd. Euro erwirtschaftet und war zuletzt noch von einem Zuwachs für das laufende Jahr ausgegangen. »Unsere Umsatzrendite wird maximal 4 Prozent betragen«, erklärte Hartung. Im Vorjahr waren es 5 Prozent gewesen. Das Ziel von 7 Prozent im Jahr 2026 behalte Bosch »dennoch fest im Blick«, wurde der Bosch-Chef weiter zitiert.

Stellenabbau und Arbeitszeitreduzierung

In den vergangenen Monaten waren mehrmals Pläne von Bosch bekanntgeworden, weltweit Stellen zu streichen. Insgesamt geht es um mehr als 7.000 Jobs. Betroffen sind zu einem großen Teil deutsche Standorte - unter anderem in Bereichen der Autozuliefersparte, aber auch in der Werkzeugsparte und bei der Hausgeräte-Tochter BSH.

In der Autozulieferung wollte Bosch zuletzt auch Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihre tarifliche Arbeitszeit zurückstufen - von 40 auf 35 Stunden. Als Grund für die Pläne nannte der Konzern vor allem den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Dagegen hatten Mitte März dem Betriebsrat zufolge bundesweit rund 25.000 Beschäftigte protestiert. Durch Verhandlungen waren die Sparpläne zuletzt etwas abgemildert worden.

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