Autos benötigen immer mehr Speicherplatz. Laut dem Report »Bits, bytes, and the connected car« von Micron und S&P Global Mobility werden im Jahr 2025 über 97 Millionen Autos mit jeweils 90 Gigabytes RAM und NAND ausgestattet sein. Damit verwenden Autos mehr Speicher als eine Rakete.
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Mit der Einführung von datenintensiven Funktionen wie Infotainment im Fahrzeug (IVI), autonomem Fahren und Abonnementdiensten werden sich die Anforderungen an Arbeits- und Datenspeicher in den nächsten sieben Jahren fast verzehnfachen. Dies führt dazu, dass der Umsatz für Arbeits- und Datenspeicher in der Automobilindustrie bis 2026 auf 11,6 Milliarden steigen wird, so die Ergebnisse des Reports.
Prognosen zu Speichernachfrage
Der Report enthält Prognosen zur rapide steigenden Speichernachfrage im Automobilsektor für die nächsten Jahrzehnte und erklärt, welchen Einfluss Megatrends wie autonomes Fahren, Konnektivität und zonale Architektur auf den Speicherbedarf haben.
Vernetzte Autos sind aktuell die komplexesten softwaregesteuerten Maschinen, die es gibt – mit 80 bis 100 Millionen Codezeilen. Bei selbstfahrenden Autos sind es sogar 250 bis 300 Millionen Codezeilen.
Die Speicherkapazität wird um etwa 445 % von über 385 Millionen GB (~385.000 TB, Ende 2022) auf 2,1 Milliarden GB (~2.100.000 TB) bis 2026 für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme steigen.
Bis Ende 2023 werden rund 73 Millionen neue Pkw mit einem Infotainment-Hauptgerät ausgestattet sein.
Für IVI-Arbeits- und Datenspeicher wird ein Anstieg von 6 Mrd. GB Ende 2022 auf 7,2 Mrd. GB im Jahr 2026 prognostiziert – dies entspricht einer durchschn. Wachstumsrate von 19,3 %.
Circa drei Millionen Neufahrzeuge werden in diesem Jahr mit Cockpit-Domain-Controllern ausgestattet, bis 2026 werden es 16,5 Millionen sein.