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Trumpf: Innovationsoffensive gegen die Krise

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Die Trumpf-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatzrückgangs um 22 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro hinnehmen müssen. Trotzdem konnte Firmenchefin Nicola Leibinger-Kammüller einen Vorsteuergewinn von 52,2 Mio. Euro berichten.

Als Ursache für die Umsatzrückgänge der Trumpf-Gruppe in fast allen Geschäftsfeldern gilt die weltweite Krise. Beim Auftragseingang verbuchte die Gruppe einen Rückgang von 35 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Einzig der Umsatz des Medizinbereiches wuchs um 11 Prozent. Der Umsatzrückgang in den beiden Geschäftsbereichen »Werkzeugmaschinen/Elektrowerkzeuge« und »Lasertechnik/Elektronik « hingegen sank um 29 bzw. 24 Prozent. Die stärksten Rückgänge verzeichnete das Ditzinger Unternehmen in den Regionen »Asien/Pazifik« und »Osteuropa«.

Den schweren Einbrüchen ist das Unternehmen frühzeitig und massiv begegnet. Neben einer »Innovationsoffensive« wurden die Kosten durch Kurzarbeit und den Abbau von Zeitkonten gesenkt. Dabei blieb die Zahl der Mitarbeiter nahezu konstant, zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Gruppe weltweit 7955 Mitarbeiter. Im neuen Geschäftsjahr will das Unternehmen weiter investieren. 80 Mio. Euro sind für neue Maschinen, Anlagen und Gebäude geplant, im vergangenen Geschäftsjahr beliefen sich die Sachinvestitionen auf 126 Mio. Euro, davon entfiel die Hälfte auf Deutschland. Die F&E-Ausgaben sollen weiterhin auf einem hohen Stand bleiben: Im vergangenen Jahr wandte Trumpf 9,3 Prozent vom Umsatz (155 Mio. Euro) dafür auf.