Location-Based Services für M2M

Zugeschnittene Dienstleistungen mit GSM, LoRa, GNSS und Wi-Fi

20. Juli 2016, 9:49 Uhr | Ralf Higgelke

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Mehrere Funktechnologien, mehr Vorteile

Bild 2: Beim Tracking von Paletten können verschiedene Übertragungstechniken zum Einsatz kommen.
Bild 2: Beim Tracking von Paletten können verschiedene Übertragungstechniken zum Einsatz kommen.
© Microtronics Engineering
  • Hybrid

Durch die Kombination von zwei oder mehreren Techniken lassen sich deren jeweilige Vorteile nutzen und so insgesamt die Schwächen minimieren. Eine Kombination von Wi-Fi und GSM ist beispielsweise bei Applikationen sinnvoll, die sowohl im ländlichen als auch im urbanen Raum genutzt werden sollen. Im ländlichen Bereich kommt GSM zum Einsatz, im urbanen Raum hingegen Wi-Fi. Der hohe Energiebedarf durch GNSS kann bei niedrigem Batteriestand durch ein Umschalten auf Wi-Fi zu einer längeren Laufzeit führen. Dadurch büßt die Positionsbestimmung an Genauigkeit ein, verlängert jedoch die Laufzeit signifikant.

Anwendungsbeispiel: Ein Hersteller möchte den Aufenthaltsort seiner Paletten ermitteln (Bild 2), um die Lieferzeiten genau angeben und der Wareneingang automatisieren zu können. Das Tracking der Paletten während des Transports wird über GPS oder GSM realisiert. Sobald die Palette in einer Lagerhalle ankommt, wird sie über Wi-Fi eindeutig identifiziert und als Wareneingang verbucht. Ihr weiterer Weg inder Halle wird ebenfalls über Wi-Fi veerfolgt, da dieses in geschlossenen Räumen wesentlich genauer arbeitet und höher verfügbar ist.

  • Dead Reckoning
Bild 3: Ausgehend von einem gemessen Punkt A wird beim »Dead Reckoning« Punkt B aufgrund der Bewegung, Beschleunigung und Orientierung berechnet.
Bild 3: Ausgehend von einem gemessen Punkt A wird beim »Dead Reckoning« Punkt B aufgrund der Bewegung, Beschleunigung und Orientierung berechnet.
© Microtronics Engineering

Mittels Dead Reckoning lässt sich eine Position errechnen. Ausgehend von einem gemessen Punkt A wird Punkt B aufgrund der Bewegung, Beschleunigung und Orientierung berechnet (Bild 3). Die Genauigkeit hängt von der Exaktheit des gemessen Ausgangspunkts A ab und von der Anzahl der unterschiedlichen Bewegungen und Orientierungen. Dead Reckoning wird in Räumen verwendet, wo GPS und GSM an ihre Grenzen stoßen und auch keine Access-Point-basierende Bestimmung möglich ist.

Anwendungsbeispiel: Bei einem städtischen Parkleitsystem leitet eine App Autofahrer zu freien Parkplätzen in Tiefgaragen in der Nähe. Während die Navigation bis zur Garageneinfahrt mittels GSM realisiert ist, wird die Navigation innerhalb der Garage zu einem bestimmten Parkplatz mittels Dead-Reckoning umgesetzt. Microtronics hilft Kunden, die passende Technik für ihre Anwendung bei der Positionsbestimmung zu finden. Innerhalb von drei Wochen können Kunden duch Hard- und Software sowie Services so von der Idee zum Proof of Concept gelangen.


  1. Zugeschnittene Dienstleistungen mit GSM, LoRa, GNSS und Wi-Fi
  2. Verschiedene Funktechnologien im Vergleich
  3. Mehrere Funktechnologien, mehr Vorteile

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