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Touchscreen, Folientastatur oder Silikonschaltmatte? - So finden Entwickler das passende Bedienkonzept

Die Bedienoberfläche ist die zentrale Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Sie beeinflusst nicht nur die Benutzerfreundlichkeit eines Geräts, sondern auch dessen Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit. Entsprechend früh sollte die Auswahl des geeigneten Bedienkonzepts in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.

Moderne Geräte bieten heute eine Vielzahl unterschiedlicher Bedienmöglichkeiten. Touchscreens ermöglichen flexible Benutzeroberflächen und eine intuitive Darstellung komplexer Informationen. Folientastaturen überzeugen durch ihre robuste Bauweise und eine geschlossene Oberfläche. Silikonschaltmatten bieten eine ausgeprägte Haptik und lassen sich individuell an die Anforderungen einer Anwendung anpassen.

Doch welche Lösung ist die richtige? Die Antwort hängt weniger von aktuellen Technologietrends ab als von den Anforderungen der jeweiligen Anwendung.

Anforderungen frühzeitig definieren

Die Entscheidung für ein Bedienkonzept sollte immer auf einer klaren Analyse der Anforderungen basieren. Dabei geht es nicht nur um die Anzahl der Funktionen oder die gewünschte Optik, sondern vor allem um die spätere Nutzung des Geräts.

Ein Laborgerät mit wenigen Bedienfunktionen stellt andere Anforderungen als eine mobile Steuerung für den Außeneinsatz oder ein industrielles Bedienpanel. Auch die Anzahl der Nutzer, die Bedienhäufigkeit und die Bedeutung einzelner Funktionen spielen eine wichtige Rolle. Besonders bei sicherheitsrelevanten Anwendungen müssen Fehlbedienungen möglichst ausgeschlossen werden.

Je genauer die Anforderungen zu Beginn eines Projekts definiert werden, desto einfacher lässt sich die passende Technologie auswählen und desto geringer ist das Risiko kostspieliger Änderungen in späteren Entwicklungsphasen.

Bereits in dieser Phase sollten Entwickler zentrale Fragen beantworten:

  • Wird das Gerät stationär oder mobil eingesetzt?

  • Erfolgt die Bedienung mit Handschuhen?

  • Müssen Anwender die Tasten auch ohne direkten Blickkontakt sicher bedienen können?

  • Welche Informationen sollen dargestellt werden und wie häufig ändern sich diese?

  • Sind Fehlbedienungen kritisch für den Prozess oder die Sicherheit des Anwenders?

  • Welche Anforderungen bestehen an Reinigung, Schutzart und Lebensdauer?

  • Und nicht zuletzt: Welche Stückzahlen sind geplant und welche Auswirkungen haben diese auf die Wirtschaftlichkeit des Bedienkonzepts?

Die Antworten auf diese Fragen liefern wichtige Hinweise darauf, ob ein Touchscreen, eine Folientastatur, eine Silikonschaltmatte oder eine Kombination verschiedener Technologien die beste Lösung für die jeweilige Anwendung darstellt.

Die Einsatzumgebung entscheidet mit

Neben den funktionalen Anforderungen ist die spätere Einsatzumgebung einer der wichtigsten Einflussfaktoren bei der Auswahl des Bedienkonzepts.

In industriellen Anwendungen sind Bedienoberflächen häufig Staub, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen oder Vibrationen ausgesetzt. In der Medizintechnik und Labortechnik kommen zusätzlich regelmäßige Reinigungs- und Desinfektionsprozesse hinzu. Mobile Geräte müssen häufig UV-Strahlung, mechanischen Belastungen oder wechselnden Witterungsbedingungen standhalten.

Während Touchscreens in sauberen Umgebungen ihre Vorteile ausspielen können, bieten Folientastaturen und Silikonschaltmatten unter anspruchsvollen Bedingungen häufig die höhere Robustheit. Ihre geschlossenen Oberflächen unterstützen eine gute Abdichtbarkeit und damit die Realisierung hoher Schutzarten.

Die Analyse der Einsatzumgebung sollte daher immer zu den ersten Schritten bei der Entwicklung eines Bedienkonzepts gehören.

Haptik bleibt ein wichtiger Faktor

Obwohl Touchscreens heute aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken sind, spielt die Haptik weiterhin eine wichtige Rolle.

Physische Tasten vermitteln dem Benutzer eine eindeutige Rückmeldung über die erfolgte Eingabe. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn die Bedienung ohne direkten Blickkontakt erfolgt oder der Anwender Handschuhe trägt. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder bewegten Fahrzeugen kann eine taktile Rückmeldung die Bedienbarkeit deutlich verbessern.

Folientastaturen mit Metall-Domes oder Polydomes bieten einen klar definierten Schaltpunkt. Silikonschaltmatten ermöglichen darüber hinaus unterschiedliche Betätigungskräfte und Tastengeometrien. Dadurch lässt sich das Bediengefühl gezielt an die jeweilige Anwendung anpassen.

Bei Touchscreens entfällt diese physische Rückmeldung weitgehend. Zwar können akustische oder optische Signale die Bedienung unterstützen, sie ersetzen jedoch nicht immer die Vorteile einer mechanischen Taste.

Folientastatur oder Silikonschaltmatte: Wo liegen die Unterschiede?

Sowohl Folientastaturen als auch Silikonschaltmatten gehören zu den etablierten Technologien für industrielle Bedienoberflächen. Welche Lösung die bessere Wahl ist, hängt von den technischen Anforderungen, der gewünschten Haptik, dem Design und den geplanten Stückzahlen ab.

Folientastaturen zeichnen sich durch ihre flache Bauweise, eine geschlossene Oberfläche und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten aus. Die haptische Rückmeldung wird häufig durch integrierte Metallschnappscheiben erzeugt, die einen klar definierten Druckpunkt bieten. Beschriftungen, Symbole, Displayfenster und Hinterleuchtungen lassen sich direkt in die Bedienoberfläche integrieren. Da für die Herstellung in der Regel kein Formwerkzeug erforderlich ist, können Folientastaturen insbesondere bei kleinen und mittleren Stückzahlen wirtschaftlich realisiert werden.

Silikonschaltmatten bieten dagegen eine ausgeprägtere haptische Rückmeldung und ermöglichen dreidimensionale Tastenformen, unterschiedliche Betätigungskräfte sowie individuelle Oberflächenstrukturen. Zudem können Dichtfunktionen direkt in die Tastatur integriert werden. Für die Fertigung ist jedoch ein Formwerkzeug erforderlich, wodurch zunächst Investitionskosten entstehen. Mit steigenden Stückzahlen relativieren sich diese Werkzeugkosten, sodass Silikonschaltmatten insbesondere bei mittleren und hohen Serien wirtschaftlich interessant werden können.

Neben Haptik und Kosten spielen auch Faktoren wie Schutzart, Reinigbarkeit, Beleuchtungskonzepte und die Integration in das Gehäusedesign eine wichtige Rolle. Beide Technologien lassen sich mit Displays, Touch-Oberflächen und weiteren Bedienelementen kombinieren und können für mehrere Millionen Betätigungen ausgelegt werden.

 Wirtschaftlichkeit ganzheitlich betrachten

Bei der Auswahl eines Bedienkonzepts wird häufig zunächst der Stückpreis verglichen. Für eine fundierte Entscheidung reicht diese Betrachtung jedoch nicht aus.

Entwicklungskosten, Werkzeugkosten, Montageaufwand, Servicefreundlichkeit und die erwartete Lebensdauer beeinflussen die tatsächlichen Gesamtkosten oftmals stärker als der Preis einzelner Komponenten.

Touchscreens ermöglichen beispielsweise die Darstellung unterschiedlicher Menüs und Funktionen auf einer einzigen Oberfläche. Gleichzeitig steigen jedoch die Anforderungen an Software, Elektronik und Displayintegration. Folientastaturen und Silikonschaltmatten können bei Anwendungen mit klar definierten Funktionen eine wirtschaftlich attraktive Alternative darstellen.

Entscheidend ist daher nicht die günstigste Einzelkomponente, sondern die Lösung mit den niedrigsten Gesamtkosten über den gesamten Produktlebenszyklus.

Reinigung und Schutzart berücksichtigen

In vielen Branchen müssen Bedienoberflächen regelmäßig gereinigt oder desinfiziert werden. Besonders in der Medizin-, Labor- und Lebensmitteltechnik gelten hohe Anforderungen an Hygiene und Reinigbarkeit.

Folientastaturen verfügen über eine geschlossene Oberfläche ohne offene Schaltkontakte und lassen sich dadurch besonders einfach reinigen. Auch Silikonschaltmatten können für anspruchsvolle Umgebungen ausgelegt werden und bieten eine hohe Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Verschmutzungen.

Bei Touchscreen-Lösungen müssen zusätzlich Aspekte wie die Abdichtung des Displays, die Beständigkeit der Frontoberfläche und mögliche Reflexionen berücksichtigt werden.

Die erforderliche Schutzart sollte daher bereits in der Konzeptphase definiert werden.

Lebensdauer und Zuverlässigkeit im Fokus

Neben Funktionalität und Kosten spielt die erwartete Lebensdauer eine wichtige Rolle. Industrielle Geräte sind oft über viele Jahre im Einsatz, zudem sind hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Bedienoberfläche üblich. Folientastaturen und Silikonschaltmatten können je nach Ausführung sehr hohe Schaltzyklen erreichen und haben sich in zahlreichen Anwendungen bewährt. Auch industrielle Touchscreens bieten heute hohe Zuverlässigkeit, sollten jedoch frühzeitig hinsichtlich mechanischer Belastung, Temperaturbereich, UV-Beständigkeit und langfristiger Komponentenverfügbarkeit bewertet werden. Eine sorgfältige Auswahl der Technologie hilft, Wartungsaufwand und Ausfallrisiken zu reduzieren. 

Hybridlösungen gewinnen an Bedeutung

In vielen Anwendungen fällt die Entscheidung heute nicht mehr zwischen Touchscreen oder Tastatur. Stattdessen setzen Hersteller zunehmend auf Hybridlösungen, die die Vorteile verschiedener Technologien miteinander kombinieren.

Dabei übernimmt ein Display die Darstellung komplexer Informationen und Menüs, während häufig genutzte oder sicherheitsrelevante Funktionen über physische Tasten bedient werden. Auf diese Weise lassen sich die Flexibilität moderner Benutzeroberflächen mit den Vorteilen einer klaren haptischen Rückmeldung verbinden.

Besonders in Industrieanlagen, medizinischen Geräten und mobilen Steuerungen haben sich solche Konzepte vielfach bewährt. Sie ermöglichen eine intuitive Bedienung und erhöhen gleichzeitig die Betriebssicherheit.

Praxis-Check: Das passende Bedienkonzept finden

Vor der Entscheidung für ein Bedienkonzept sollten Entwickler einige zentrale Fragen beantworten. Dazu gehören die Einsatzbedingungen des Geräts, die Anforderungen an Reinigung und Schutzart, die gewünschte Haptik sowie die geplante Lebensdauer. Ebenso wichtig sind die Anzahl der Bedienfunktionen, die Integration von Displays, die geplanten Stückzahlen und die wirtschaftlichen Auswirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus.

Wer diese Aspekte bereits in einer frühen Entwicklungsphase berücksichtigt, schafft die Grundlage für eine technisch und wirtschaftlich erfolgreiche Lösung.

Fazit

Die Auswahl des passenden Bedienkonzepts ist eine strategische Entscheidung, die weit über die Wahl einer einzelnen Technologie hinausgeht. Touchscreens, Folientastaturen und Silikonschaltmatten besitzen jeweils spezifische Stärken, die je nach Anwendung unterschiedlich relevant sein können. Während Touchscreens maximale Flexibilität bieten, überzeugen Folientastaturen und Silikonschaltmatten durch Robustheit, Zuverlässigkeit und eine klare haptische Rückmeldung. In vielen Anwendungen liegt die optimale Lösung sogar in einer Kombination verschiedener Technologien.

Als Entwicklungspartner für kundenspezifische HMI-Lösungen unterstützt N&H Technology Unternehmen bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Bedienkonzepte. Das Leistungsspektrum reicht von Folientastaturen und Silikonschaltmatten über Kunststoffgehäuse und Kabelkonfektionen bis hin zu kompletten HMI-Bedieneinheiten. Ziel ist es, Bedienoberflächen zu entwickeln, die technische Anforderungen, Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit optimal miteinander verbinden.

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Vom Standardgehäuse zur kundenspezifischen Lösung - Wann sich der Umstieg wirtschaftlich lohnt

In der industriellen Messtechnik werden Seriengeräte häufig zunächst in Standardgehäusen realisiert. Diese ermöglichen einen schnellen Projektstart, stoßen jedoch mit steigenden Stückzahlen und längeren Produktlaufzeiten an wirtschaftliche und konstruktive Grenzen. Eine aktuelle Case Study zeigt, ab wann sich der Umstieg auf ein kundenspezifisches Kunststoffgehäuse technisch und wirtschaftlich lohnt.

Ausgangssituation: Schneller Start mit Standardgehäuse

In der frühen Projektphase setzte ein Hersteller mobiler Messgeräte auf ein marktübliches Standardgehäuse mit umlaufender Dichtung. Der Stückpreis von rund 23,40 Euro netto ermöglichte eine zügige Markteinführung.

Mit zunehmender Klarheit über Serienmengen und Lebenszyklus zeigte sich jedoch, dass diese Lösung langfristig kostenintensiv ist und nur begrenzte Möglichkeiten für Ergonomie, Integration und Funktionsanpassungen bietet.

Vor diesem Hintergrund entschied sich der Kunde gemeinsam mit unserem Team für die Entwicklung einer kundenspezifischen Lösung. Ziel war es, ein Handheldgehäuse in Kombination mit einer passgenauen Silikonschutzhülle zu realisieren, das sowohl technisch als auch wirtschaftlich auf eine mehrjährige Serienfertigung ausgelegt ist.

Die Lösung: Kundenspezifisches Gehäuse mit Systemansatz

Gemeinsam mit N&H Technology wurde ein kundenspezifisches Handheldgehäuse entwickelt, das konsequent auf Serienfertigung ausgelegt ist. Das Kunststoffgehäuse (ca. 145 × 80 × 30 mm) aus einem robusten PC/ASA-Blend erfüllt die Schutzart IP40 und wird durch eine passgenaue Silikonschutzhülle ergänzt. Diese schützt das Gerät zuverlässig vor Stößen und mechanischer Beanspruchung im täglichen Einsatz.

Konstruktiv wurde das Gehäuse konsequent auf die Anforderungen des Geräts ausgelegt. Der Gehäusedeckel verfügt über eine integrierte Folientastaturfläche sowie eine definierte Aussparung zur direkten Displayintegration, wodurch Bedienung und Anzeige optimal aufeinander abgestimmt sind.

Darüber hinaus wurde eine kundenspezifische Aussparung für die Kabeleinführung realisiert, die exakt auf die Anschluss- und Zugentlastungsanforderungen des Kunden abgestimmt ist. Ergänzt wird das Konzept durch ein integriertes Batteriefach mit separatem Deckel, das einen einfachen Batteriewechsel ermöglicht und gleichzeitig eine saubere, geschützte Integration sicherstellt.

Flexibles Werkzeug- und Serienkonzept

Das Gehäusekonzept basiert auf zwei separaten Spritzgusswerkzeugen – für Kunststoffgehäuse und Silikonschutzhülle. Dieses Setup ermöglicht Varianten in Farbe, Material oder Design, ohne das Grundwerkzeug ändern zu müssen. Die Werkzeuge sind für über 200.000 Zyklen ausgelegt und bieten damit eine hohe Planungssicherheit für mehrjährige Serien.

Wirtschaftlichkeit: Break-even ab ca. 1.200 Einheiten

Die Werkzeugkosten beliefen sich auf rund 15.500 Euro. Bereits bei mittleren Stückzahlen zeigt sich ein deutlicher Kostenvorteil:

Bei 1.000 Stück liegen die Serienkosten für Gehäuse und Schutzhülle bei ca. 9,70 Euro pro Einheit, ab 2.000 Stück bei rund 8,35 Euro. Damit sinkt der Stückpreis gegenüber dem ursprünglichen Standardgehäuse um mehr als 50 %.

In einem Szenario mit 3.000 Gehäusesätzen über fünf Jahre ergeben sich Gesamtkosten von rund 40.400 Euro inklusive Werkzeuge. Die Standardlösung hätte im gleichen Zeitraum etwa 70.200 Euro verursacht – ein Kostenvorteil von rund 30.000 Euro.

Systemlieferung und strategischer Mehrwert
Zusätzlich erfolgte die Systemlieferung aus einer Hand – inklusive Folientastatur, magnetischem Stecksystem, Display und Kabelkonfektion. Die frühzeitige Abstimmung aller Komponenten reduzierte Entwicklungs- und Integrationsaufwand und senkte die Gesamtkosten weiter.

Über die reine Kostenbetrachtung hinaus bietet das kundenspezifische Gehäusekonzept strategischen Mehrwert. Es schafft eine eigenständige Produktplattform, die sich langfristig skalieren und variantenfähig weiterentwickeln lässt. Die Unabhängigkeit von Katalogprodukten erhöht die Planungssicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus, reduziert Risiken durch Abkündigungen oder Preisschwankungen und ermöglicht stabile Stückpreise. Einheitliche Geometrien und definierte Schnittstellen vereinfachen zudem Produkt- und Variantenmanagement. Gleichzeitig stärkt ein eigenständiges Design die Wiedererkennbarkeit und Positionierung im Markt.

Fazit

Die Case Study zeigt, dass kundenspezifische Kunststoffgehäuse kein Kostenrisiko darstellen, sondern eine wirtschaftlich und strategisch belastbare Basis für Serienprodukte bieten. Neben deutlich reduzierten Stückkosten profitieren Anwender von besserer Integration, höherer Variantenfähigkeit und langfristiger Planungssicherheit.

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Magnetstecksystem für Analysegeräte – Designstudie

Magnetstecksystem für Analysegeräte – Designstudie

-Innovative Magnetstecker mit IP67-Schutz für den mobilen Einsatz

Moderne Analysegeräte müssen häufig unter schwierigen Umgebungsbedingungen eingesetzt werden: Schmutz, Feuchtigkeit, Zugbelastung und mechanische Beanspruchung sind Alltag in Werkstätten und bei mobilen Serviceeinsätzen. Ein zuverlässiges Magnetstecksystem kann hier eine wichtige Rolle spielen.

Für eine Projekt haben wir in einer Designstudie eine magnetische Verbindungslösung realisiert, die genau auf diese Anforderungen abgestimmt ist. Ein kundenspezifisches Magnetstecksystem kombiniert mit Federkontakten. Dazu kommt eine Silikonschaltmatte samt integrierter Dichtung.

Ziel der Entwicklung war es, das Diagnosegerät dauerhaft zu schützen und gleichzeitig eine sichere sowie wartungsfreundliche Verbindung zur Schnittstelle zu schaffen.

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PSG-Sonderbeschichtung für Federkontakte und Pogo Pins

Die N&H Technology GmbH erweitert ihr Portfolio im Bereich Federkontakte und Pogo Pins um die PSG-Beschichtung, eine neue Sonderbeschichtung für gefederte Kontaktstifte. Die Beschichtung richtet sich an Anwendungen, bei denen bislang dickere Goldschichten eingesetzt werden, und bietet eine wirtschaftliche Alternative bei vergleichbarer technischer Performance.

Die PSG Beschichtung ist eine nickelfreie, goldfarbene Funktionsbeschichtung, die speziell für elektrische Kontakte und Steckverbinder entwickelt wird. Ziel der Technologie ist es, die Performance klassischer Ni/Au-Beschichtungen ab einer Goldschichtdicke von 10 µ″ zu erreichen, ohne den hohen Edelmetallanteil dicker Goldschichten einsetzen zu müssen.

In umfangreichen Prüfungen zeigt PSG eine gleichwertige Beständigkeit gegenüber etablierten Goldsystemen. Dazu zählen Feuchteprüfungen (≥ 96 h bei 40 °C), Salzsprühnebeltests nach EIA-362-26, Temperaturwechsel von –40 °C bis +105 °C sowie Dauerbelastungstests mit bis zu 10.000 Steckzyklen. Auch hinsichtlich Lötfähigkeit, Vibrationsfestigkeit und mechanischer Haltekraft erfüllt die Beschichtung die industriellen Anforderungen an Federkontakte und Pogo Pins.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Wirtschaftlichkeit: Im Vergleich zu einer Ni/Au-Beschichtung mit 20 µ″ Gold lassen sich die Beschichtungskosten um mehr als 50 Prozent reduzieren. Gegenüber 10 µ″ Gold liegt die Einsparung bei rund 10 Prozent, bei gleichzeitig vergleichbarer Zuverlässigkeit und Lebensdauer im Kontaktbetrieb.

Die empfohlene Beschichtungsstrategie richtet sich nach Schichtdicke und Prozessanforderung. Für Federkontakte und Pogo Pins mit Edelmetallschichten unter 10 µ″ kommen weiterhin konventionelle Gold- oder Platinbeschichtungen zum Einsatz. Ab einer geforderten Goldschichtdicke von 10 µ″ stellt PSG eine wirtschaftliche Alternative zu Ni/Au-Systemen dar.

Durch den nickelfreien Schichtaufbau eignet sich PSG auch für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Umwelt- und Materialverträglichkeit. Typische Einsatzfelder sind Steckverbinder, Kontaktstifte, Federkontakte sowie Bedieneinheiten in der Industrieelektronik und im HMI-Umfeld.

Die N&H Technology GmbH bietet die PSG-Beschichtung als Sonderbeschichtung für Federkontakte und Pogo Pins an und unterstützt Kunden bei der technischen Bewertung, Auslegung und Integration in bestehende Anwendungen.

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Individuelle Folientastaturen bringen Design und Funktion in Standardgehäuse

Standardgehäuse: Robust, wirtschaftlich – aber mit Grenzen
In der Welt industrieller Elektronik, Medizintechnik und Automatisierung sind Standardgehäuse eine wirtschaftlich attraktive Lösung: robust, sofort verfügbar und vielseitig einsetzbar. Doch wenn es um Bedienkomfort, Designwirkung und funktionale Differenzierung geht, stoßen diese Seriengehäuse schnell an ihre Grenzen.

Die Benutzeroberfläche als Erfolgsfaktor
Was nützt ein hochwertiges Gerät, wenn die Benutzeroberfläche beliebig wirkt? Genau hier setzen individuell konzipierte Folientastaturen an – sie machen aus einem Seriengehäuse eine professionelle, markenprägende Gesamtlösung. Die Eingabeeinheit wird zur sicht- und fühlbaren Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine – und damit zum entscheidenden Element für den Erfolg eines Produkts.

Keine Kompromisse bei der Eingabelösung
Wer sich für ein Standardgehäuse entscheidet, sollte bei der Eingabelösung keine Kompromisse eingehen. Eine Tastatur „von der Stange“ mag technisch genügen – doch sie bleibt visuell und funktional austauschbar. Sie ist weder exakt auf das Produkt noch auf Anwendung oder Zielgruppe abgestimmt. Das Resultat ist ein Bedienkonzept, das weder die Marke stärkt noch beim Anwender überzeugt.

Individuelle Folientastaturen als differenzierendes Interface
Die Alternative: eine individuell gestaltete Folientastatur, die exakt auf das Gerät und dessen Anforderungen zugeschnitten ist – technisch, ergonomisch und optisch. So entsteht aus einem Standardgehäuse ein maßgeschneidertes Interface, das Professionalität, Qualität und Innovationskraft sichtbar macht.

Design- und Funktionsvielfalt für anspruchsvolle Anwendungen
Individuelle Folientastaturen bieten dabei eine Vielzahl an Design- und Funktionsoptionen. Dazu zählen strukturierte Oberflächen, glänzende Akzente, Ton-in-Ton-Designs, Tastenprägungen, Silikonoverlays und haptisches Feedback über Metallschnappscheiben. Auch zusätzliche Funktionen wie LED-Hinterleuchtung, kapazitive Bedienflächen, RFID-Technologie oder ESD-/EMV-Schutz lassen sich problemlos integrieren. Das Ergebnis ist eine Eingabeeinheit, die sich nahtlos in moderne Gerätearchitekturen einfügt und gleichzeitig höchste Anforderungen an Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit erfüllt.

Mehrwert durch Kombination: Standardgehäuse + Individualisierung
Die Kombination aus seriengefertigtem Gehäuse und individualisierter Folientastatur bietet nicht nur funktionale und gestalterische Vorteile, sondern auch wirtschaftliche. Unternehmen können auf bewährte Gehäuselösungen zurückgreifen und dennoch ein differenziertes, hochwertiges Produkt realisieren – mit geringem Entwicklungsaufwand und kurzen Time-to-Market-Zeiten.

N&H Technology: Ihr Partner für ganzheitliche Gerätekonzepte
Die N&H Technology GmbH unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung solcher Projekte – von der technischen Konzeption über das Produktdesign bis hin zur Serienfertigung. Neben maßgeschneiderten Folientastaturen umfasst das Leistungsspektrum auch die Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Gehäuselösungen, wenn Standardgehäuse nicht ausreichen.

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Technisches Glas für Medizin- und Labortechnik

Technisches Glas für Medizin- und Labortechnik

Präzise Komponenten für sichere Gerätefunktionen

Funktion und Einsatzbereiche von Glas in medizinischen Geräten

In vielen medizintechnischen Geräten übernehmen Glasformteile zentrale Aufgaben – etwa als Abdeckungen für Anzeige- und Bedienelemente oder als tragende Komponente für kapazitive Eingabesysteme. Die Anforderungen an diese Gläser sind hoch: Sie müssen mechanisch belastbar, chemikalienresistent, hygienisch glatt und optisch hochwertig sein. Gleichzeitig spielt die exakte Ausführung – bezogen auf Kontur, Dicke, Oberfläche und Kantenqualität – eine wesentliche Rolle für die Integration in das jeweilige Gerät.

Die Spannbreite der Anwendungen reicht dabei von robusten Abdeckgläsern für Laborgeräte wie Waagen oder Magnetrührer bis hin zu optisch anspruchsvollen Frontgläsern in Diagnostikinstrumenten wie Otoskopen. In solchen Geräten schützt das Glas nicht nur empfindliche Sensorik oder Elektronik, sondern trägt auch funktional zur Lichtführung, zur Abdichtung und zur Reinigungsfähigkeit bei.

Materialwahl und Belastbarkeit

Die Auswahl des geeigneten Glastyps richtet sich nach mechanischer Belastung, optischen Anforderungen, Veredelungsschritten und Stückzahl. In den meisten Fällen kommen chemisch gehärtete Floatgläser oder Aluminosilikatgläser zum Einsatz, da sie bereits bei geringen Dicken von 0,7 bis 2,0 Millimetern eine hohe Biegefestigkeit und eine sehr kratzfeste Oberfläche bieten.

Aufgrund des chemischen Vorspannverfahrens erreichen sie Härtegrade bis zu 9H und eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen eine robuste, hygienische und optisch hochwertige Oberfläche erforderlich ist, beispielsweise bei Laboranalysegeräten oder fest installierten Bedieneinheiten. Bei größeren Bauteilflächen oder wenn Anforderungen an eine definierte

Bruchsicherheit bestehen, kann thermisch gehärtetes Glas die geeignete Wahl sein. Dieses wird bevorzugt bei Glasstärken ab etwa 3 Millimetern eingesetzt und zeichnet sich durch ein definiertes Bruchbild sowie gute Temperaturwechselbeständigkeit aus. In Bezug auf Oberflächenhärte und Biegefestigkeit bei dünnen Gläsern liegt chemisch gehärtetes Glas jedoch klar im Vorteil.

Technische Umsetzung: Schneiden, Schleifen, Kantenbearbeitung

Ein zentrales Thema in der Umsetzung medizintechnischer Glaslösungen ist die Bearbeitung: Schnittgenauigkeit, Kantengeometrie, Bohrbilder, Passmaße und Toleranzen entscheiden darüber, ob sich ein Bauteil in der Montage reibungslos integrieren lässt. Die Glasform wird häufig per CNC-Wasserstrahl oder Laser zugeschnitten, anschließend gefräst und geschliffen. Die Kantenbearbeitung (z. B. C-Schliff, Fase oder Rundschliff) verbessert nicht nur die Bruchsicherheit, sondern reduziert auch das Verletzungsrisiko und trägt zur optischen Qualität bei.

Integration in Gerätegeometrie und Montageprozesse

Zusätzliche Aussparungen – etwa für Befestigungspunkte, Statusanzeigen oder optische Durchführungen – müssen spannungsfrei ausgeführt werden. Besonders bei kleinen Glasformaten, wie sie bei Untersuchungsgeräten zum Einsatz kommen, sind Maßhaltigkeit und reproduzierbare Bearbeitungsqualität entscheidend. Die typischen Bearbeitungstoleranzen liegen im Bereich von ±0,1 mm – bei Bedarf auch enger.

Druck, Farbe und Licht: Veredelungstechniken im Überblick

Für viele Anwendungen ist die Rückseitenbedruckung des Glases vorgesehen. Sie ermöglicht eine dauerhafte, abriebfeste Kennzeichnung – z. B. von Funktionssymbolen, Skalen oder hinterleuchteten Flächen. Hierfür kommen keramische Farben oder UV-härtende Drucksysteme zum Einsatz. Je nach Geräteumfeld sind diese Aufdrucke chemikalienbeständig gegen alkoholische Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel und in einigen Fällen auch gegen Säuren oder Laugen.

Kapazitive Glaslösungen: Anforderungen an Material und System

Kapazitive Gläser stellen eine etablierte Möglichkeit dar, Eingabeoberflächen in stationären medizintechnischen Geräten hygienisch und verschleißfrei zu gestalten. Sie kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo eine fugenfreie, leicht zu desinfizierende Bedienung gefordert ist, etwa bei Laboranalysegeräten oder Patientenmonitoren. Anders als bei mechanischen Tasten erfolgt die Bedienung über das elektrische Feld eines Sensors, das durch die Annäherung oder Berührung der Glasoberfläche beeinflusst wird. Die Funktion basiert auf einer Messung der kapazitiven Änderung, die durch den Benutzer ausgelöst wird.

Für eine zuverlässige Funktion ist die Materialauswahl und Auslegung des Glases entscheidend. Typischerweise werden chemisch gehärtete Gläser eingesetzt, die bei einer Dicke von 0,7 bis 3,0 Millimetern eine optimale Kombination aus mechanischer Robustheit und Empfindlichkeit für kapazitive Erfassung bieten. Dielektrische Eigenschaften wie die Permittivität des Glases beeinflussen die Signalstärke direkt. Eine homogene Materialstruktur ohne Einschlüsse oder Inhomogenitäten ist Voraussetzung für eine stabile Touch-Erkennung.

Kapazitive Eingabesysteme auf Glas lassen sich flexibel gestalten. Neben klassischen Touchfeldern können Tastenfelder, Schieberegler, Drehringe oder Kombinationen mehrerer Eingabemethoden umgesetzt werden. Die Bedruckung auf der Rückseite des Glases ermöglicht die Gestaltung klar definierter Tastenfelder, Icons oder Funktionsflächen. Auch die Integration von LED-Hinterleuchtung für einzelne Tasten oder Symbole ist möglich, sodass Statusanzeigen oder aktivierte Funktionen sofort optisch rückgemeldet werden können.

Ein zentrales Thema in der medizinischen Anwendung ist die Bedienbarkeit mit Schutzhandschuhen. Um die kapazitive Erkennung auch bei reduzierter Signaländerung, etwa durch Latex- oder Nitrilhandschuhe, sicherzustellen, werden die Sensorelektronik und die Glasparameter sorgfältig aufeinander abgestimmt. Durch entsprechende Controller-Settings und Glasdickenoptimierung ist eine zuverlässige Bedienung auch mit Schutzhandschuhen möglich.

Praxisanforderungen bei individuellen Projekten

In Entwicklungsprojekten für medizinische Gerätefronten zeigt sich häufig, dass Standardgläser den spezifischen Anforderungen nicht gerecht werden – etwa in Bezug auf Maßtoleranzen, optische Zonen, Bohrungen oder Dichtflächen. Bereits in frühen Projektphasen müssen Geometrie, Glasauswahl und Bearbeitungsfolge exakt abgestimmt werden, um eine spätere Serienintegration ohne Nacharbeit zu gewährleisten.

Typische Aufgabenstellungen betreffen beispielsweise die Integration transparenter Fenster für LED-Anzeigen, die exakte Positionierung hinterleuchtbarer Symbole oder die Abstimmung mit umlaufenden Dichtungskonzepten. Je nach Anwendung werden Gläser im Format von wenigen Zentimetern bis hin zu großflächigen, konturgefrästen Fronten realisiert – auch bei kleinen Stückzahlen. Die frühe Einbindung von Glasformteilen in das Gerätekonzept ist damit ein wesentlicher Faktor für eine technisch und wirtschaftlich überzeugende Produktlösung.

Produktseite Glasformteile

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Magnetische Steckverbinder in Kunststoffformteilen

Magnetische Steckverbinder in Kunststoffformteilen – Verbindungslösungen für moderne Gerätekonzepte

In der Entwicklung moderner Geräte für Medizin- und Industrieanwendungen steigt der Bedarf an zuverlässigen, platzsparenden und hygienisch vorteilhaften Verbindungslösungen. Klassische Steckverbinder stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen – insbesondere in Bezug auf Bauraum, Bedienkomfort und Designintegration.

Magnetische Steckverbinder in Kombination mit kundenspezifischen Kunststoffgehäusen bieten eine leistungsfähige Alternative. Sie ermöglichen eine intuitive Handhabung, kompakte Bauweise und eine kontaminationsarme Gerätehülle ohne störende Überstände oder Spalte.

Formteiltechnologie trifft Verbindungstechnik

Durch die direkte Integration magnetischer Stecksysteme in Kunststoffformteile entstehen Schnittstellen mit hoher technischer und gestalterischer Funktionseinbindung. Farbe, Form, Oberflächenstruktur und Haptik lassen sich vollständig auf das Produktdesign abstimmen – die Steckverbindung wird so Teil des Gesamtkonzepts.

Für die medienresistente Abdichtung sensibler Elektronikkomponenten wird das Hotmelt-Vergussverfahren eingesetzt. Es schützt elektronische Baugruppen dauerhaft vor Feuchtigkeit, Staub, Chemikalien und mechanischen Belastungen und unterstützt gleichzeitig eine wirtschaftliche Serienfertigung.

Technologiekern: Federkontakte als elektrische Schnittstelle

Kernkomponente magnetischer Stecksysteme sind sogenannte Pogo Pins. Diese Federkontaktstifte bieten eine niederohmige, vibrationssichere Verbindung mit hoher mechanischer Lebensdauer – ausgelegt für bis zu 10.000 Steckzyklen. Je nach Ausführung lassen sich Ströme bis 15 A pro Kontakt übertragen, bei einem typischen Übergangswiderstand unter 100 mΩ.

Dank vielfältiger Varianten hinsichtlich Federkraft (25–900 g), Bauform und Oberfläche lassen sich Federkontakte exakt auf Stromtragfähigkeit, Gehäuseintegration und mechanische Anforderungen hin anpassen. Spezielle Beschichtungen – z. B. Super-AP mit hoher Korrosionsresistenz – erhöhen die Zuverlässigkeit in kritischen Umgebungen (z. B. Medizintechnik, Outdoor-Anwendungen).

Direkt ins Gehäuse integriert – kontaktlos, sicher, intuitiv

Bei Neuentwicklungen empfiehlt sich die frühzeitige Integration der Steckverbindung in das Kunststoffformteil – sowohl aus technischer als auch wirtschaftlicher Sicht. Durch den hohen Grad an Funktionseinbindung lassen sich Schnittstellen gezielt gestalten und platzsparend im Gerät unterbringen. Das reduziert den Zeit- und Kostenaufwand erheblich und ermöglicht eine besonders effiziente Umsetzung.

Dank unserer optimierten Prozesse und abgestimmten Fertigungsstrukturen können wir solche kundenspezifischen Lösungen bereits ab mittleren Stückzahlen wirtschaftlich realisieren – präzise, robust und montagefreundlich.

Wir entwickeln hierfür komplette Stecksysteme inklusive passender Gehäuseeinheit, integrierter Elektronik und konfektionierter Anschlussleitung – individuell abgestimmt auf Ihre Anwendung und Serienanforderungen.

Rundum-Service – von der Idee bis zur Serienreife

Mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich magnetischer Steckverbindungen begleiten wir Sie von der ersten Idee bis zur Serienfertigung – technisch kompetent, schnell und effizient. Ihr Aufwand bleibt dabei minimal: Bereits grundlegende Angaben zur geplanten Einbausituation sowie zu Anforderungen wie Stromstärke, Pinanzahl oder Schutzart reichen aus, um den Entwicklungsprozess anzustoßen.

Auf dieser Basis übernehmen wir für Sie:

  • die Konzeption und Konstruktion des Stecksystems,

  • die 3D-Modellierung und Visualisierung zur Designabstimmung,

  • die Auslegung von Magnetkraft und Federkontakten,

  • die Kabelkonfektionierung und Integration in Ihre Baugruppe,

  • die Prototypenerstellung per 3D-Druck sowie

  • die Planung der Serienfertigung inklusive Prüf- und Logistikkonzept.

So erhalten Sie eine maßgeschneiderte Lösung aus einer Hand – abgestimmt auf Ihre Anwendung, montagefreundlich konzipiert und serienreif umgesetzt.

Mehr Informationen auch im Katalog: Magnetische Stecker >>

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N&H Technology präsentiert neue Tools für die Entwicklung von Kunststoffteilen

N&H Technology präsentiert neue Tools für die Entwicklung von Kunststoffteilen

Kostenlose Musterkarte und Konstruktionsguide erleichtern die Auswahl von Oberflächenstrukturen und die Konstruktion hochwertiger Kunststofflösungen

N&H Technology erweitert sein Angebot um zwei praktische Tools, die Fachleute aus Entwicklung, Konstruktion und Fertigung bei der Auswahl und Entwicklung von Kunststoffteilen unterstützen. Die kostenlose Musterkarte für Oberflächenstrukturen und der Kunststoff-Konstruktionsguide bieten eine praxisorientierte Hilfe für die tägliche Arbeit. Beide Tools sind ab sofort verfügbar.

Die Musterkarte ermöglicht den direkten Vergleich von Oberflächenstrukturen auf ABS-Kunststoff und umfasst zwölf SPI-Oberflächenbehandlungen – von poliert bis rau – sowie zwölf VDI 3400-Oberflächentexturen. Damit können Anwender die gängigsten Oberflächenoptionen und Strukturen in einer praktischen Übersicht betrachten und vergleichen. Diese visuelle Unterstützung erleichtert die Entscheidungsfindung und fördert eine effizientere Kommunikation zwischen Produktentwicklern, Konstrukteuren und Fertigungspartnern.

Der Kunststoff-Konstruktionsguide ergänzt die Musterkarte mit technischen Hinweisen und Best Practices für die Entwicklung und Fertigung von Kunststoffteilen. Der Leitfaden enthält detaillierte Informationen zu Konstruktionsanforderungen, Tipps für die Optimierung von Designs und eine Anleitung für die Auswahl der besten Materialien und Verfahren. Der Guide ist auch als PDF-Download verfügbar und bietet eine fundierte Grundlage für die Planung und Umsetzung von Kunststoffprojekten.

Beide Tools sind für den Einsatz in unterschiedlichen Branchen konzipiert, darunter Elektronik, Maschinenbau, Medizintechnik und Automobilindustrie. Ergänzend zu den neuen Hilfsmitteln bietet N&H Technology ein breites Leistungsspektrum für die Entwicklung und Fertigung hochwertiger Kunststoffteile. Dieses reicht von der Konzeptentwicklung und Konstruktion über die Prototypenfertigung mit modernen Verfahren wie 3D-Druck und Silikonguss bis hin zur Serienfertigung.

Die Musterkarte und der Kunststoff-Konstruktionsguide sind ab sofort kostenlos erhältlich und sollen Produktentwicklern und Ingenieuren helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Entwicklungsprozesse zu optimieren.

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Von Willich in die Welt: N&H Technology feiert 25-jähriges Bestehen

Die N&H Technology GmbH feiert 2025 ihr 25-jähriges Bestehen. Seit der Gründung am 12. Dezember 2000 durch Geschäftsführer Yine Zhang hat sich das Unternehmen zu einem führenden Anbieter von elektromechanischen Baugruppen und Komponenten entwickelt. Mit einer Erfolgsgeschichte, die am ersten Firmenstandort in Krefeld im April 2001 mit vier Mitarbeitern begann, ist N&H Technology heute ein global agierendes Unternehmen mit Sitz im Stahlwerk Becker in Willich.

Die IHK Mittlerer Niederrhein gratulierte herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und überreichte Yine Zhang und Heiko Zhang eine Ehrenurkunde als Anerkennung für die langjährige Unternehmensleistung.

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Einschraub Magnetstecker für den Frontplatteneinbau

Einschraub Magnetstecker für den Frontplatteneinbau -

Kompakte Bauweise, hohe Zuverlässigkeit und schnelle Gehäuseintegration

N&H Technology hat eine neue Konstruktionslösung für magnetische Steckverbinder entwickelt, die eine direkte Integration in Frontplatten ermöglicht. Der neue Einschraub-Magnetstecker erlaubt eine schnelle und sichere Montage in Kunststoff- und Metallgehäusen, ähnlich wie ein Drucktaster. Dank dieser Bauweise lässt sich der Steckverbinder nicht nur einfach in individuelle Designs einfügen, sondern ermöglicht auch die schnelle Integration in Standard-Gehäuse, wodurch Entwicklungsaufwand und Kosten reduziert werden.

Platzsparende Bauweise ohne tiefe Einsteckbuchsen

Ein zentraler Vorteil des Einschraub-Magnetsteckers ist seine flache Bauweise, da keine tiefen Einsteckbuchsen wie bei herkömmlichen Steckverbindern erforderlich sind. Dies ermöglicht kompakte und ergonomische Designs, ohne die mechanische Stabilität oder elektrische Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Dank der implementierten Magnettechnologie sorgt der Stecker für eine selbstführende, schock- und vibrationsbeständige Verbindung zwischen Stecker und Gerät. Dadurch bleibt die Kontaktstabilität auch unter schwierigen Einbaubedingungen gewährleistet, was insbesondere in mobilen oder industriellen Anwendungen von Vorteil ist.

Hohe Leistungsfähigkeit durch Federkontakte

Für die sichere und effiziente Übertragung von Signalen und Strömen kombiniert N&H Technology das magnetische Stecksystem mit hochwertigen Federkontakten. Mit einer Auswahl von über 300 verschiedenen Federkontakten lassen sich die Steckverbinder optimal an spezifische Anforderungen anpassen. Diese Technologie ermöglicht eine Stromtragfähigkeit von bis zu 15 A pro Pin und unterstützt hohe Frequenzen sowie schnelle Datenübertragungsraten. Dank ihres kompakten Rastermaßes und hohen Toleranzausgleichs bieten Federkontakte eine hohe Integrationsdichte und eine lange Lebensdauer. Selbst unter intensiver mechanischer Beanspruchung durch Vibrationen oder Erschütterungen bleibt die Verbindung zuverlässig erhalten, wodurch der Einschraub-Magnetstecker auch für besonders anspruchsvolle Einsatzbereiche geeignet ist.

Zuverlässiger Korrosionsschutz für langlebige Verbindungen

Zur weiteren Leistungssteigerung setzt N&H Technology auf hochwertige Kontaktbeschichtungen. Standardmäßig werden die Federkontakte mit Gold beschichtet, um eine exzellente elektrische Leitfähigkeit sowie einen zuverlässigen Schutz gegen Korrosion und Oxidation zu gewährleisten. Für Anwendungen in herausfordernden Umgebungen steht zudem die Super AP Beschichtung zur Verfügung, die im Vergleich zu herkömmlichen Goldbeschichtungen eine deutlich erhöhte Beständigkeit aufweist. Diese Beschichtung ist doppelt so widerstandsfähig gegenüber Salzwasser, fünfmal resistenter gegen Transpiration und bietet eine dreißigfach erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen elektrolytische Korrosion. Dies minimiert die Kontaktkorrosion durch Schweiß oder Feuchtigkeit und trägt zu einer erheblich verlängerten Lebensdauer des Stecksystems bei.

Individuelle Anpassungsmöglichkeiten, IP68-Schutzklasse und vielseitige Kabelkonfektionierung

Der Einschraub-Magnetstecker kann flexibel in Durchmesser und Einbautiefe an spezifische Anforderungen angepasst werden. Eine Abdichtung mit O-Ringen sorgt für eine IP68-Schutzklasse, wodurch das System zuverlässig gegen Staub und Wasser geschützt ist – selbst bei anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Zusätzlich lassen sich Statusleuchten oder weitere elektronische Komponenten integrieren, um den Funktionsumfang zu erweitern. Zum Schutz empfindlicher elektronischer Bauteile, Platinen oder Sensoren kommt das Hotmelt-Verfahren zum Einsatz. Diese Vergusstechnik gewährleistet eine hohe Flexibilität sowie eine ausgezeichnete Stoßdämpfung und schützt zuverlässig vor UV-Strahlung und Chemikalien. Dadurch bleiben die Komponenten auch in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder starken Temperaturschwankungen optimal geschützt.

Zudem lassen sich die magnetischen Steckverbinder mit nahezu jedem Kabeltyp konfektionieren, was eine hohe Flexibilität in der Anwendung ermöglicht.

Wirtschaftliche Fertigung bereits ab 500 Stück

N&H Technology bietet die Konstruktion und Fertigung solcher Stecksysteme bereits ab einer Produktionsmenge von 500 Stück an. Dies ermöglicht auch kleineren Serien eine maßgeschneiderte und wirtschaftlich attraktive Lösung, ohne auf die Vorteile einer kundenspezifischen Anpassung verzichten zu müssen.

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N&H Technology bietet neue Musterkarten in Weiß

Die N&H Technology GmbH erweitert ihr Angebot an praxisnahen Hilfsmitteln für Konstrukteure und Produktentwickler:

Ab sofort ist ein neues Musterkarten-Set erhältlich, das sowohl die bewährte schwarze als auch eine neue weiße Ausführung enthält. Mit dieser Erweiterung reagiert der Spezialist für HMI-Komponenten gezielt auf die wachsenden Anforderungen in Branchen wie Medizintechnik, Labortechnik und Reinraumtechnik, in denen weiße Kunststoffgehäuse aus funktionalen und hygienischen Gründen bevorzugt werden.

Kombiniertes Set – doppelte Aussagekraft

Beide Musterkarten bestehen aus robustem ABS-Kunststoff und zeigen je 12 Oberflächenbehandlungen gemäß SPI (A1–D3) sowie 12 strukturierte Texturen nach VDI 3400 (VDI 12–VDI 45). Die Kombination aus weißer und schwarzer Karte ermöglicht eine differenzierte Bewertung von Lichtverhalten, Reflexion, Strukturwirkung und Farbkontrast – ein entscheidender Vorteil bei Designstudien und Musterfreigaben.

Zielgruppe: Entwickler, Konstrukteure, technische Einkäufer

Das Set bietet eine wertvolle Unterstützung bei der werkstoffgerechten Auswahl von Oberflächen und Strukturierungen im Kunststoffspritzguss. Es richtet sich an Fachleute, die bereits in frühen Projektphasen fundierte Entscheidungen zur technischen Machbarkeit, Designästhetik und haptischen Wirkung treffen müssen.

Inklusive Konstruktionsleitfaden für Kunststoffformteile

Zusätzlich zu den beiden Musterkarten enthält das Set den umfassenden „Design Guide Kunststoffformteile“. Dieser liefert praxisbewährte Hinweise zu Wandstärken, Entformungsschrägen, Verzug, Oberflächenveredelungen und Werkzeugkonzeption – eine wertvolle Orientierungshilfe für die serienreife Produktentwicklung.

Kostenfrei anfordern – direkt über die Website

Das vollständige Set – bestehend aus weißer und schwarzer Musterkarte sowie dem Konstruktionsleitfaden – kann ab sofort kostenlos über die Website von N&H Technology angefordert werden. Unternehmen, Start-ups und Projektverantwortliche profitieren damit von einem kompakten Werkzeug für eine sichere und effiziente Material- und Designauswahl.

Über N&H Technology

Die N&H Technology GmbH mit Sitz in Willich ist seit 2001 spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer HMI-Bedieneinheiten, Kunststoffformteile und elektromechanischer Baugruppen. Mit eigener Konstruktionsabteilung, eigenem Testlabor und einem qualifizierten Fertigungsnetzwerk in Asien bietet das Unternehmen Full-Service-Lösungen von der Idee bis zur Serie – zuverlässig, qualitätsgesichert und auf Wunsch auch in kleinen bis mittleren Stückzahlen

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N&H Technology erweitert Portfolio um High-Speed-Kabel

Die N&H Technology GmbH stellt eine neue Produktreihe an High-Speed-Kabeln vor, die für Anwendungen mit höchsten Anforderungen an Bandbreite und Signalqualität ausgelegt sind. Die Kabel erfüllen internationale Standards wie SAS 3.0/4.0, PCIe 4.0/5.0, IEEE 802.3ba und IEEE 802.3bs und decken Datenraten von 10 Gbps bis 400 Gbps ab.

Zum Sortiment gehören interne Kabeltypen wie SlimSAS, MCIO und Gen-Z sowie externe Varianten wie SFP+, QSFP+, QSFP-DD und MiniSAS HD. Damit bietet N&H Technology eine breite Auswahl an Verbindungslösungen für Server- und Storage-Systeme, Rechenzentren, Industrieelektronik und Telekommunikationsanwendungen.

Ein zentraler Vorteil ist die Möglichkeit, Kabellängen kundenspezifisch anzupassen. Kunden können ihre Kabellösungen exakt auf die jeweilige Systemumgebung abstimmen – von kurzen internen Verbindungen bis hin zu externen Kabeln mit Längen von bis zu fünf Metern. Darüber hinaus lassen sich auch Parameter wie Leiterquerschnitt (AWG) und Impedanz (85 Ω / 100 Ω) projektspezifisch konfigurieren.

Maßgeschneiderte Kabelkonfektion

Neben High-Speed-Kabeln bietet N&H Technology auch die Konfektion sämtlicher anderer Kabeltypen an. Dazu zählen unter anderem Koaxialkabel, Datenkabel, Sonderkabel, Einzelleitungen und Kabelbäume. Kunden profitieren von einer individuellen Anpassung in Bezug auf Steckverbinder, Kabellänge, Abschirmung und technische Spezifikationen, abgestimmt auf die jeweilige Anwendung und Branche.

Mit der neuen Produktreihe baut N&H Technology sein Portfolio im Bereich Kabelkonfektion weiter aus und positioniert sich als zuverlässiger Partner für maßgeschneiderte elektromechanische Lösungen. Alle Kabel werden in enger Abstimmung mit den Kunden entwickelt und projektspezifisch gefertigt.

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Standardgehäuse oder kundenspezifische Gehäuselösung? Eine Fallstudie aus der Medizintechnik

Standardgehäuse oder kundenspezifische Lösung?

In vielen Entwicklungsprojekten ist ein Standardgehäuse zunächst die naheliegende Wahl: Es ist kurzfristig verfügbar, verursacht keine Werkzeugkosten und eignet sich gut für kleine Stückzahlen oder einfache Anwendungen.

Doch was passiert, wenn die Anforderungen steigen – etwa in der Medizintechnik, bei Wearables oder bei mittleren Seriengrößen von mehreren tausend Stück? Genau das haben wir in einer aktuellen Fallstudie untersucht.

Am Beispiel eines Patientenarmbands mit integriertem Notrufknopf vergleichen wir die Verwendung eines Standardgehäuses mit einer kundenspezifischen Lösung im 2K-Spritzguss.
Das Ergebnis: Während das Standardgehäuse kurzfristig Vorteile bringt, führt die maßgeschneiderte Lösung über den gesamten Produktlebenszyklus zu klaren technischen, ergonomischen und wirtschaftlichen Vorteilen.

Die vollständige Case Study gibt es in unseren News auf nh-technology.de

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Folientastatur im industriellen Einsatz – Funktionales Tastendesign als Erfolgsfaktor

Die Folientastatur ist in industriellen Anwendungen weit mehr als eine grafische Bedienoberfläche. Als zentrales Element moderner HMI-Systeme beeinflusst sie unmittelbar Bedienqualität, Fehlersicherheit und Prozessstabilität.

Während in der Produktentwicklung häufig Elektronik, Gehäuseintegration und Schutzarten im Fokus stehen, entscheidet die konstruktive Auslegung der Folientastatur darüber, wie zuverlässig ein Gerät im realen Einsatz bedient werden kann.

Eine leistungsfähige Folientastatur entsteht aus der systematischen Analyse von Anwendung, Bedienlogik und Umgebungsbedingungen. Sie ist damit ein funktionaler Bestandteil des Gesamtsystems – nicht nur eine optische Oberfläche.

Anwendungsgerechte Auslegung der Folientastatur

Industrieanlagen, Laborgeräte, Medizintechnik oder mobile Steuerungen stellen unterschiedliche Anforderungen an eine Folientastatur. In Produktionsumgebungen muss sie auch bei Handschuhbedienung, Vibration, Staub oder eingeschränkter Sicht sicher funktionieren. Hier sind größere Tasterflächen, klar strukturierte Funktionsgruppen und eine eindeutige Trennung sicherheitsrelevanter Bedienelemente erforderlich.

In Labor- oder medizinischen Anwendungen steht hingegen die reproduzierbare Bedienabfolge im Vordergrund. Das Layout der Folientastatur sollte sich am Prozessfluss orientieren, um Fehlinterpretationen zu vermeiden und eine konsistente Eingabestruktur zu gewährleisten.

Struktur und ergonomische Hierarchisierung

Eine klar gegliederte Folientastatur reduziert den kognitiven Aufwand für den Bediener. Hauptfunktionen werden ergonomisch bevorzugt positioniert, während Nebenfunktionen optisch zurückgenommen werden. Gerade bei hoher Betätigungsfrequenz summieren sich kleine Orientierungsfehler zu messbaren Prozessabweichungen.

Zusätzlich beeinflusst die Bewegungsökonomie die Bedienqualität. Häufig genutzte Taster sollten im natürlichen Greifbereich liegen, um Ermüdung zu minimieren und eine gleichbleibende Eingabepräzision sicherzustellen. Struktur und Hierarchie tragen somit direkt zur Prozessstabilität bei.

Dimensionierung und Betätigungssicherheit

Die Tastergröße ist ein wesentlicher Faktor für die sichere Bedienung einer Folientastatur. Ohne Handschuhe gelten 10 bis 12 Millimeter als praktikabel. In industriellen Umgebungen mit Schutz- oder Chemikalienschutzhandschuhen sind 14 bis 16 Millimeter empfehlenswert.

Dicke Handschuhe dämpfen die taktile Rückmeldung deutlich, weshalb größere Tasterflächen und höhere Betätigungskräfte von typischerweise 250 bis 400 Gramm sinnvoll sind. Auch der Abstand zwischen benachbarten Tastern beeinflusst die Fehlersicherheit. Mindestabstände von zwei bis drei Millimetern reduzieren unbeabsichtigte Mehrfachbetätigungen. Sicherheitskritische Funktionen sollten zusätzlich räumlich getrennt werden.

Farbgestaltung und etablierte Farbcodes

Die Farbstrategie einer Folientastatur strukturiert das Bedienfeld und unterstützt die intuitive Orientierung. Grün signalisiert Start oder Freigabe, Rot steht für Stop oder Abschaltung, Gelb beziehungsweise Orange kennzeichnen Warnzustände. Diese etablierten Farbcodes basieren auf gelernten Nutzererwartungen und sollten konsistent angewendet werden.

In der Medizintechnik dominieren häufig helle, neutrale Grundfarben. Kontraste entstehen dort durch hinterleuchtete Symbole oder Statusanzeigen. Entscheidend ist eine funktional begründete Farbgestaltung, die Fehlinterpretationen vermeidet.

Lesbarkeit, Schriftgröße und Kontrast

Für eine sichere Bedienung muss die Beschriftung einer Folientastatur unter realen Bedingungen eindeutig erkennbar sein. Bei einem Betrachtungsabstand von rund 60 Zentimetern sollten Zeichenhöhen mindestens 4 bis 5 Millimeter betragen. Bei größeren Distanzen sind entsprechend größere Schriftgrößen erforderlich.

Das Kontrastverhältnis zwischen Schrift und Hintergrund sollte mindestens 4,5:1 erreichen, bei sicherheitsrelevanten Anzeigen über 7:1 liegen. Neben rechnerischer Auslegung ist eine Validierung unter realen Licht- und Umgebungsbedingungen unerlässlich.

Haptik und taktile Rückmeldung

Die haptische Auslegung trägt wesentlich zur Bedienrobustheit einer Folientastatur bei. Prägungen von 0,3 bis 0,6 Millimetern erzeugen eine klar wahrnehmbare Tastenstruktur, bei Handschuhbedienung können stärkere Ausprägungen sinnvoll sein.

Metallschnappscheiben ermöglichen eine definierte taktile und akustische Rückmeldung. Typische Betätigungskräfte liegen zwischen 160 und 400 Gramm. Eine klar definierte Druckpunktcharakteristik erhöht die Reproduzierbarkeit von Eingaben und reduziert Fehlbetätigungen.

Hinterleuchtete Folientastatur und LED-Integration

Bei wechselnden Lichtverhältnissen ist eine hinterleuchtete Folientastatur integraler Bestandteil des Bedienkonzepts. Flächige Hintergrundbeleuchtungen verbessern die Lesbarkeit, integrierte LEDs signalisieren aktive Zustände eindeutig.

Übliche Leuchtdichten in industriellen Anwendungen liegen zwischen 80 und 300 Candela pro Quadratmeter. Eine homogene Ausleuchtung verhindert visuelle Irritationen und unterstützt eine gleichmäßige Wahrnehmung der Bedienelemente.

Wirtschaftlicher Nutzen einer professionellen Folientastatur

Eine professionell ausgelegte Folientastatur wirkt sich direkt auf betriebliche Kennzahlen aus. Klar strukturierte und haptisch eindeutig gestaltete Bedienfelder können die Fehlbedienungsrate signifikant senken und den Schulungsaufwand reduzieren. Angesichts hoher Stillstandskosten industrieller Anlagen ist die Folientastatur somit kein grafisches Detail, sondern ein konstruktiver Schlüsselparameter für Prozesssicherheit, Effizienz und langfristige Wirtschaftlichkeit.

Service

Die N&H Technology bietet mit ihrem Design Guide für Folientastaturen ein umfassendes Nachschlagewerk für die praxisgerechte Auslegung von Bedieneinheiten. Der Design Guide für Folientastaturen kann bei N&H Technology angefordert oder direkt als Download bezogen werden.

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Neue Super-APT Beschichtung erhöht Korrosionsbeständigkeit von Federkontakten

N&H Technology erweitert sein Portfolio für Federkontakte (Pogo Pins) um die neue Super-APT Beschichtung. Die weiterentwickelte Oberflächenbeschichtung erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber elektrolytischen Prozessen und verbessert damit die langfristige Zuverlässigkeit elektrischer Verbindungen – insbesondere in Anwendungen mit Feuchtigkeit, Handschweiß oder salzhaltiger Luft.

Die Beschichtung basiert auf der bewährten Super-AP-Technologie und wurde speziell für Anwendungen entwickelt, in denen Federkontakte dauerhaft stabil arbeiten müssen. In Vergleichstests konnte die Elektrolyse-Widerstandszeit von 60 Minuten auf 90 Minuten gesteigert werden.

Darüber hinaus bietet die Beschichtung weitere technische Eigenschaften:

  • Kontaktimpedanz < 50 mΩ

  • Salzwasserbeständigkeit bis 168 Stunden

  • Transpirationsresistenz bis 168 Stunden

  • Oberflächenhärte von 400 HV

  • nickelfreier Beschichtungsprozess

Damit eignet sich die Super-APT-Beschichtung besonders für Federkontakte in Anwendungen mit offenen Kontaktflächen oder hoher mechanischer Belastung, beispielsweise in Docking- und Ladeverbindungen, magnetischen Steckverbindern, industriellen Handbediengeräten oder Test- und Prüfvorrichtungen.

Galvanische Korrosion als Herausforderung bei Federkontakten

Federkontakte werden häufig in Umgebungen eingesetzt, in denen Feuchtigkeit oder andere leitfähige Medien auf die Kontaktflächen einwirken können. In Kombination mit dem mehrschichtigen metallischen Aufbau der Kontakte können dadurch galvanische Korrosionsprozesse entstehen.

Treffen Metalle mit unterschiedlichen elektrochemischen Eigenschaften unter Einfluss eines Elektrolyten aufeinander, bildet sich eine galvanische Zelle. Dabei wird das unedlere Metall zur Anode und beginnt zu korrodieren, während das edlere Metall als Kathode fungiert. Die Folge können steigende Übergangswiderstände sowie eine reduzierte Funktionssicherheit der elektrischen Verbindung sein.

Auch die Beschichtung der Kontaktoberflächen spielt dabei eine zentrale Rolle. Goldbeschichtungen werden häufig eingesetzt, da Gold eine hohe Leitfähigkeit besitzt und kaum oxidiert. Standardbeschichtungen sind jedoch häufig relativ dünn ausgeführt. Gleichzeitig führen die beim Kontaktieren auftretenden Relativbewegungen der Kontaktflächen zu mechanischer Belastung der Oberfläche. Dadurch können mikroskopische Defekte entstehen, über die Feuchtigkeit an darunterliegende Nickel- oder Kupferschichten gelangen kann.

Sonderbeschichtung für Federkontakte verfügbar

Die Super-APT-Beschichtung ist ab sofort als Sonderbeschichtung für Federkontakte aus dem Sortiment von N&H Technology verfügbar.

Passende Federkontakte können im Online-Katalog unter katalog.nh-technology.de ausgewählt werden. Alternativ kann die Spezifikation des benötigten Federkontakts übermittelt werden. Auf dieser Grundlage wird eine geeignete Lösung aus dem bestehenden Sortiment vorgeschlagen und bei Bedarf mit der Super-APT-Beschichtung ausgestattet.

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Kapazitive Edelstahltaster IP68 für robuste Industrieanwendungen

N&H Technology erweitert sein Portfolio um eine Serie kapazitiver Taster mit Edelstahlgehäuse für industrielle HMI-Anwendungen. Die Komponenten sind für den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ausgelegt und bieten eine langlebige Alternative zu mechanischen Bedienelementen.

Verschleißfreie Bedienung für den Dauerbetrieb

Die Taster arbeiten berührungssensitiv und kommen ohne bewegliche Teile aus. Dadurch wird mechanischer Verschleiß vermieden, was insbesondere bei hoher Betätigungsfrequenz und im Dauerbetrieb zu einer stabilen Funktion und langen Lebensdauer beiträgt. Die mechanische Lebensdauer liegt bei über 10 Millionen Betätigungen.

Robustes Design für industrielle Umgebungen

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und ist für den industriellen Einsatz konzipiert. Mit Schutzart IP68 sowie einer Schlagfestigkeit von IK09 sind die Taster gegen Staub, Feuchtigkeit und mechanische Einflüsse geschützt. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -25 °C bis +70 °C, wodurch sich die Komponenten auch für anspruchsvolle Umgebungen und Außenanwendungen eignen.

Technische Eckdaten und Varianten

Elektrisch sind die Taster für Ströme bis 3 A bei 24 VDC ausgelegt und verfügen über einen Schließerkontakt (1NO) in Momentfunktion. Die Montage erfolgt je nach Ausführung in Einbauöffnungen mit Durchmessern von 16 mm, 19 mm oder 22 mm bei einer Panelstärke von 1 bis 12 mm.

Zur optischen Rückmeldung sind Varianten mit integrierter Ring-LED verfügbar. Diese sind in den Farben Rot und Grün ausgeführt und für verschiedene Versorgungsspannungen von 6 V bis 220 V erhältlich. Die LED-Lebensdauer beträgt über 50.000 Stunden.

Einsatzbereiche und Verfügbarkeit

Die Serie eignet sich für Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automatisierungstechnik sowie in der Gebäudetechnik. Aufgrund der geschlossenen Bauweise sind die Taster unempfindlich gegenüber Verschmutzungen und lassen sich einfach reinigen.

Datenblätter sowie Muster können direkt bei N&H Technology angefordert werden. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen bei der Integration in bestehende Systeme sowie bei kundenspezifischen Anpassungen.

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IP67-Piezo-Buzzer für zuverlässige Signalisierung unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen

N&H Technology erweitert Portfolio um robusten Piezo-Buzzer für industrielle Anwendungen

In industriellen Anwendungen, Fahrzeugen oder Outdoor-Geräten müssen akustische Signalgeber auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen zuverlässig funktionieren. Mit dem Piezo-Buzzer SGBD-254PF3120LA bietet N&H Technology einen robusten Signalgeber, der speziell für den Einsatz in feuchten, staubigen und vibrationsbelasteten Umgebungen entwickelt wurde.

Dank der Schutzart IP67 ist der Buzzer vollständig gegen Staubeintritt geschützt und widersteht zudem zeitweiligem Untertauchen. Damit eignet sich die Komponente für zahlreiche Anwendungen in der Industrieautomation, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in Sicherheits- und Überwachungssystemen.

Hohe Wahrnehmbarkeit durch pulsierende Signalisierung

Der Piezo-Buzzer erzeugt bei einer Nennspannung von 12 VDC einen Schalldruckpegel von mindestens 88 dB und sorgt damit für eine deutlich wahrnehmbare akustische Rückmeldung. Die integrierte Fast-Pulse-Funktion erzeugt einen pulsierenden Signalton mit einer Frequenz von 3,3 kHz und einer Pulsrate von rund 106 Impulsen pro Minute.

Da die Pulsfunktion bereits im Buzzer integriert ist, entfällt die aufwendige externe Signalerzeugung. Entwickler können den Signalgeber direkt in bestehende Steuerungs- und Elektroniksysteme integrieren.

Flexibel einsetzbar

Mit einem Betriebsspannungsbereich von 9 bis 26 VDC lässt sich der SGBD-254PF3120LA in unterschiedlichsten Versorgungskonzepten einsetzen. Die vorkonfektionierten Anschlussleitungen vereinfachen die Montage und ermöglichen eine schnelle Integration in bestehende Geräteplattformen.

Das robuste ABS-Gehäuse sowie der erweiterte Temperaturbereich von -20 °C bis +70 °C gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.

N&H Technology stellt gerne detaillierte Datenblätter, technische Beratung sowie Muster für erste Tests und Entwicklungsprojekte zur Verfügung.

Technische Eckdaten

  • Schutzart IP67

  • Betriebsspannung: 9 bis 26 VDC

  • Nennspannung: 12 VDC

  • Schalldruckpegel: ≥ 88 dB (10 cm)

  • Frequenz: 3.300 ± 500 Hz

  • Fast-Pulse-Funktion mit 106 ± 15 Impulsen/Minute

  • Max. Stromaufnahme: 12 mA

  • Betriebstemperatur: -20 °C bis +70 °C

  • Anschluss über Litzenleitung (UL1007, AWG26)

  • Robustes ABS-Gehäuse

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