Prism jetzt mit Ground-ISR

KI-gestützte Aufklärung für Bodeneinsätze

7. Juli 2026, 10:11 Uhr | Nicole Wörner
Schwarz-weiß-Bildansicht: Ein Fahrzeug in der Landschaft mit zwei Personen davor und daneben
© Teledyne Flir OEM

Teledyne Flir OEM hat Prism Ground ISR vorgestellt. Der Software-Stack ist für bodengebundene Intelligence-, Surveillance- und Reconnaissance-Anwendungen (ISR) ausgelegt und erweitert die Prism-Plattform um Funktionen zur Erkennung, Klassifizierung und Verfolgung von Bodenzielen.

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Die Software kombiniert Verfahren des Computational Imaging mit KI-gestützten Auswertealgorithmen. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich damit auch militärische Fahrzeugtypen detailliert klassifizieren.

Bildverbesserung und Zielverfolgung

Prism Ground ISR nutzt unter anderem Turbulenzkompensation, Entnebelung und Super-Resolution, um die Bildqualität von Infrarotaufnahmen zu verbessern. Separate Verarbeitungspfade für Zielerkennung und Zielverfolgung sollen die Erfassung auch kleiner oder schnell bewegter Objekte erleichtern und gleichzeitig die Zahl der Fehlalarme reduzieren.

Für das Training der KI-Modelle kamen reale und synthetische elektrooptische sowie Infrarot-Datensätze von Teledyne FLIR OEM zum Einsatz. Standardmäßig unterstützt die Software bis zu 15 Objektklassen. Weitere Zielklassen lassen sich nach Unternehmensangaben mithilfe von Prism AIMMGen auf Basis synthetischer Daten ergänzen.

Für Multisensor-Systeme ausgelegt

Prism Ground ISR läuft auf NVIDIA-Orin-NX- und Orin-AGX-Plattformen. Unterstützt werden die Wärmebildkameras der Serien Boson+ und Neutrino von Teledyne FLIR OEM, einschließlich Varianten mit kontinuierlichem Zoom. Darüber hinaus ist die Software mit ausgewählten elektrooptischen und Infrarotsensoren anderer Hersteller kompatibel.

Für die Integration stellt Teledyne FLIR OEM ein Software Development Kit (SDK) bereit, das den Einbau in bestehende taktische Bodenplattformen erleichtern soll.

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