Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

Cloud-Edge-Computing als Wegbereiter der Smart City

17. September 2021, 12:25 Uhr | David Friend, Wasabi Technologies, Kathrin Veigel
Mit der skalierbaren, sicheren, verwaltbaren und offenen Infrastruktur, die sich vom Edge bis in die Cloud erstreckt, können die Anwender sofort starten und ein Fundament für künftige Workloads und Use Cases legen können.
© Dell

Das Konzept Smart City ist darauf ausgerichtet, urbane Lebensräume mit Hilfe intelligenter Technologie nachhaltiger und effizienter zu machen. Um mit der großen Menge entstehender Daten umzugehen, sollten Unternehmen auf extern verwaltete Infrastrukturen zurückgreifen.

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Computing-Dienste on demand

Infrastruktur-Dienstleister bieten hierzu verwaltete, abrufbare Cloud-Edge-Computing-Dienste an. Diese Lösungen werden in unmittelbarer Nähe zu den Nutzern, in Funktürmen und anderen entfernten Standorten bereitgestellt. Sie tragen dazu bei, die Geschwindigkeit und Skalierbarkeit von bandbreitenintensiven und verzögerungsempfindlichen Anwendungen zu verbessern, indem sie WAN-Latenz (Wide Area Network), Staus und Leistungsengpässe beseitigen. Denn: Je länger der Datentransport durch das Computernetzwerk dauert, desto länger müssen die Anwender auf ihre Bereitstellung warten. Damit trägt Cloud-Edge-Computing dem großen Datenstrom einer Smart City Rechnung.

Anbieter liefern Nutzern dabei verschiedene, netzwerkbasierte Komponenten: Software, Cloud-Speicher, Virtualisierungsumgebungen oder auch Netzwerkstrukturen. Sie unterstützen Unternehmen und Organisationen dabei, Verwaltungsaufgaben zu automatisieren und das Datenmanagement anhand eines realen Bedarfs zu skalieren. Das verbessert die Anwendungsleistung und vermeidet Kosten für Edge-Ausrüstung sowie Probleme beim Betrieb. Organisationen reduzieren so Kosten und Komplexität, die sonst mit der Verwaltung über eigene Server verbunden sind.

Datenschutz – die ewige Herausforderung

Wann immer Daten anfallen, drängt sich die Frage nach Sicherheit und Datenschutz auf. Insbesondere unter der Prämisse, dass alle Daten, die im Zuge der Smart City anfallen, auch zwangsweise über das Internet und viele verschiedene Datenverarbeitungsebenen durch Netzwerke laufen.

Computing-Dienste, wie Edge oder Cloud Computing, verarbeiten nutzerbezogene Daten mit mehr als einer einzelnen Rechentechnik. In den meisten Fällen müssen mobile Geräte und Edge-Computing-Knoten jedoch über das Internet verbunden werden, um Daten auf die entsprechende Plattform hochzuladen. Diese sind nicht per se unsicher, doch eine Verbindung mit nicht autorisiertem WLAN kann Manipulationsrisiken für das System mit sich bringen.

Hinzu kommt, dass ein massives und holistisches Aufkommen an Daten (Big Data) sich gegensätzlich zur geltenden EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) verhält. Hierbei steht der Grundsatz der Zweckbindung und Datenminimierung (Art. 5, Abs. 1b, c) mit der fortwährenden Anhäufung von Daten in Kontrast. Es trifft also eine rechtliche Vorgabe auf einen essenziellen Aspekt der Smart City, deren Verhältnis bislang nicht ausreichend geklärt ist.

In der Zukunft kommt es darauf an, alle Anforderungen unter ein gemeinsames Dach zu stellen, damit sich die Gesetzgebung und der gesellschaftliche Anspruch an Weiterentwicklung nicht länger gegeneinander ausspielen.


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