Industrietaugliche Datenbrillen

Hohes Potenzial und Insolvenzen

7. Dezember 2020, 14:45 Uhr | Markus Haller
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Viele der großen Tech-Unternehmen arbeiten an AR- und VR-Brillen für industrielle Anwendungen. Das Kompetenzzentrum VDC Fellbach bescheinigt der Technik ein hohes Potenzial, nennt aber auch 11 konkrete Problemfelder und blickt auf drei Insolvenzen.

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1 - 3: Robustheit, Konnektivität und Akkulaufzeit

(1) Robustheit und Zuverlässigkeit: Datenbrillen sind anfällig für EMV-Störeinstrahlung. Manche Systeme basieren auf Videotechnik und reagieren sensibel auf Störlichtquellen. Gedeckt ist der Bedarf für Staubschutz und Resistenz gegen Wasserstrahlen und Fallschutz.

(2) Konnektivität: Die Datenverbindung über GSM, WLAN und Bluetooth ist in industriellen Umgebungen nicht zuverlässig genug. 5G und Wifi6 bieten prinzipiell einen höheren Datendurchsatz, geringere Latenzzeiten und ein geringeres Ausfallrisiko, sind von einem zügigen Ausbau aber noch weit entfernt.

(3) Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit reicht bei den meisten der heute kommerziell verfügbaren Systemen nicht für eine Arbeitsschicht von 8 Stunden aus. Eine Hot-Swap-Funktion, um den Akku im laufenden Betrieb zu tauschen, ist noch kein Standard in allem Systemen.


  1. Hohes Potenzial und Insolvenzen
  2. Insolvenzen und 11 offene Baustellen
  3. 1 - 3: Robustheit, Konnektivität und Akkulaufzeit
  4. 4 - 7: Ergonomie, Anpassbarkeit, Sichtfeld, Daten.
  5. 8 - 11: Datenschutz, Firmen-IT, Akzeptanz, Standardisierung.
  6. Fazit: Potenzielle Vorteile überwiegen trotz hoher Hürden


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