Elektroniknet Logo

Strommessungen in Kraftfahrzeugsystemen

Strom als Schlüsselgröße


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

MOSFETs statt Relais

Seit der Einführung von Power-MOSFETs haben Konstrukteure diese als möglichen Ersatz für Relais angesehen. Ihre Struktur ist zwar für diese Aufgabe geeignet, doch aufgrund von Materialermüdung an Leitungsanschlüssen, Kosten (aufgrund der großen Chipfläche), Stromkreistopologien und Problemen beim thermischen Management wurde dieses Ziel bislang nicht umgesetzt. Insbesondere Glühlampen weisen hohe Einschaltströme auf, was die ansonsten sehr zuverlässigen MOSFET-Lösungen bisher weit gehend unbrauchbar gemacht hat.

Überlasten erkennen

Fortschritte in der MOSFETHerstellung und der Steuerkreisentwicklung haben diese Probleme weitgehend gelöst. Heutige N-Kanal-MOSFETs bieten Einschaltwiderstände im einstelligen Milliohmbereich, sodass die kosteneffiziente und weit verbreitete Oberflächenmontage zum Einsatz kommen kann. Um mehr Komfort und die geringe Leitungsanzahl der High-Side-Konfiguration bereitzustellen, haben Halbleiterhersteller preiswerte Lösungen entwickelt, die unabhängige Ansteuerungsfunktionen für die Spannungsverstärkung bieten. Die gleichen Schaltkreise nutzen auch schnelle Fehlerschutzmechanismen, sodass der MOSFET nie bis zu dem Punkt belastet wird, an dem ein Ausfallrisiko besteht.


  1. Strom als Schlüsselgröße
  2. Strom als Schlüsselgröße
  3. MOSFETs statt Relais
  4. Widerstände richtig Implementieren