Pilotprojekt am Bodensee

Smarte Boje für den Gewässerschutz

16. September 2022, 08:06 Uhr | Corinna Puhlmann-Hespen
Boje
© Vodafone

Im Bodensee – genauer: bei Langenargen – testet Vodafone aktuell eine smarte IoT-Boje, welche die Wasserqualität des Sees überwachen soll.

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Im Unterschied zu existierenden Lösungen überträgt die »IoT HydroSense« ihre Daten nicht über das herkömmliche Mobilfunk-Netz, sondern über das spezielle Maschinen-Netz »Narrowband IoT«, das besonders energieeffizient ist. Neben zahlreichen Sensoren verfügt die Boje über ein Solarmodul und damit über eine autarke Energieversorgung. Eine weitere Besonderheit: Gehäuse und Schwimmkörper lassen sich kostengünstig mittels 3D-Druck herstellen. 

Entstanden ist die Boje im Rahmen einer Bachelorarbeit von Fabian Boccacci (22), der als Dualer Student bei Vodafone im Netz-Engineering arbeitet.

Boje
Boje "IoT HydroSense"
© Vodafone

»Das Ökosystem Bodensee hat als Trinkwasserspeicher und Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten eine herausragende Bedeutung«, betont Boccacci. »Die Boje ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die Parameter wie Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit, Redoxpotential, gelöster Sauerstoff und Trübung messen. Durch diese stündlichen Messungen lassen sich plötzliche Zustandsveränderung eines Gewässers frühzeitig erkennen, sodass man im Katastrophenfall rechtzeitig Präventiv-Maßnahmen ergreifen kann.« 


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