Bis zu 12 Kanäle und 10 GSamples/s

Mehrkanal-Arbiträrgeneratoren für die GHz-Signalerzeugung

15. April 2026, 17:07 Uhr | Nicole Wörner
Dank schneller 16-Bit-DACs erlauben die neuen AWGs eine GHz-Signalerzeugung mit herausragender Präzision.
Dank schneller 16-Bit-DACs erlauben die neuen AWGs eine GHz-Signalerzeugung mit herausragender Präzision.
© Spectrum Instrumentation

Spectrum Instrumentation erweitert seine Netbox-Familie um die Arbiträrgeneratoren der Serie DN6.63x. Die zehn neuen Modelle sind auf Anwendungen ausgelegt, die mehrere phasensynchronisierte Signale mit hoher Abtastrate und großem Speicherbedarf erfordern.

Diesen Artikel anhören

Damit wächst das generatorNETBOX-Portfolio von Spectrum Instrumentation auf insgesamt 47 Modelle, die beliebige Signale von 40 MSamples/s bis zu ultraschnellen 10 GSamples/s erzeugen können. Die AWGs sind als eigenständige Ethernet-Instrumente konzipiert und lassen sich über ein Netzwerk von einem PC aus steuern.

Kanaldichte und Signalqualität

Je nach Modell arbeiten die Geräte der neuen Serie DN6.63x mit bis zu sechs Kanälen bei 10 GSamples/s oder mit bis zu zwölf Kanälen bei 5 GSamples/s und erzeugen Signale von DC bis 2,5 GHz. Pro Kanal kommt ein eigener 16-Bit-DAC zum Einsatz, synchronisiert über ein PLL-System. Die Ausgänge lassen sich wahlweise im Single-Ended- oder Differenzialmodus betreiben. Die maximale Ausgangsamplitude beträgt bis zu 1 Vpp beziehungsweise 4 dBm an 50 Ω oder 2 Vpp an High Impedance. Die spektrale Rauschleistungsdichte (NSD) liegt bei –150 dBm/Hz, das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) erreicht bis zu 64 dB, und der störungsfreie Dynamikbereich (SFDR) beträgt –90 dB.

Alle Ausgänge der neuen Arbiträrgeneratoren können im Single-Ended- oder Differenzialmodus betrieben werden.
Alle Ausgänge der neuen Arbiträrgeneratoren können im Single-Ended- oder Differenzialmodus betrieben werden.
© Spectrum Instrumentation

Speicher und Wiedergabemodi

Der integrierte Speicher umfasst bis zu 48 Gigasamples. Für die Signalerzeugung stehen Modi wie Single Shot, Loop, FIFO, Single Restart und Multiple Replay zur Verfügung. Damit lassen sich sowohl kurze Impulse als auch lange oder periodisch wiederholte Sequenzen erzeugen.

Optional ist eine Direct-Digital-Synthesis-Funktion erhältlich. Sie erlaubt bis zu 64 Sinuswellen pro Kanal mit individuell einstellbarer Frequenz, Amplitude und Phase bei einer zeitlichen Auflösung von 3,2 ns. In der Maximalkonfiguration sind bis zu 384 Sinuswellen parallel möglich.

Schnittstellen und Integration

An der Frontseite befinden sich Anschlüsse für digitale Markerausgänge, Trigger- und Statusleitungen, einen PLL-Referenztakt sowie asynchrone Ein- und Ausgänge. Mit der optionalen Digital-Pulse-Generator-Funktion lassen sich die Mehrzweckanschlüsse als eigenständige Pulsgeneratoren mit programmierbaren Parametern wie Frequenz, Tastverhältnis, Loop und Delay nutzen.

Die Geräte unterstützen Windows und Linux. Programmierbeispiele stehen unter anderem für Python, MATLAB, C++ und LabVIEW bereit. Zum Lieferumfang gehört die Software SBench 6 mit grafischer Benutzeroberfläche zur Signalerzeugung, inklusive EasyGenerator sowie Importfunktionen für Formate wie ASCII, Binär oder WAV.


Lesen Sie mehr zum Thema