Rosenberger OSI und Avacon

Modulare Verkabelung für skalierbares Colocation-Rechenzentrum

19. August 2026, 13:01 Uhr | Corinna Puhlmann-Hespen
Mischbetrieb von Glasfaser und Kupfer
© Rosenberger OSI

Rosenberger OSI hat für die Avacon-Gruppe und den Telekommunikationsanbieter envia TEL die passive IT-Infrastruktur eines Colocation-Rechenzentrums in Sehnde bei Hannover realisiert. Das Besondere: Das flexible Verkabelungskonzept lässt sich an die schwer planbaren Kundenanforderungen anpassen.

Diesen Artikel anhören

Avacon hat ein flexibles Colocation-Rechenzentrum mit Infrastruktur von Rosenberger OSI realisiert. Das Rechenzentrum wurde „auf der grünen Wiese“ errichtet und soll im Endausbau eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern umfassen. Insgesamt können bis zu 28.000 Server betrieben werden. Rund 40 Millionen Euro investieren die Partner in den Standort, der insbesondere Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datensicherheit und Verfügbarkeit adressiert – darunter auch Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Warum die Infrastruktur möglichst flexibel ausgelegt sein muss

»Im Colocation-Umfeld ist Flexibilität entscheidend. Die Infrastruktur muss unterschiedlichste Anforderungen abbilden und gleichzeitig zukunftssicher sein«, erklärt Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Rosenberger OSI. »Mit unserem modularen Ansatz schaffen wir dafür die Grundlage«.

Eine zentrale Herausforderung bestand darin, die interne Infrastruktur auf die unterschiedlichen Nutzungsszenarien auszulegen. Weil sich die Anforderungen der späteren Colocation-Kunden – etwa hinsichtlich Bandbreite und Portdichte – im Vorfeld nur schwer prognostizieren lassen, setzte Rosenberger OSI auf ein skalierbares Konzept auf Basis des „PreCONNECT SMAP-G2“-Systems.

Mischbetrieb von Glasfaser und Kupfer

Dieses Konzept ermöglicht den flexiblen Mischbetrieb von Glasfaser- und Kupferverkabelung, lässt sich modular erweitern und ohne größere Umbauten an neue Technologien anpassen. Das eingesetzte 19-Zoll-Verkabelungssystem unterstützt sowohl einzelne Racklösungen als auch abgeschlossene Server-Cages und bietet damit eine hohe Anpassungsfähigkeit. Bestehende Verkabelungsstrecken können weiter genutzt und bei steigenden Anforderungen gezielt erweitert werden.

Eine redundante Glasfaseranbindung, moderne Klimatechnik, Brandschutzsysteme sowie eine 24/7-Überwachung durch eine eigene Leitstelle sorgen für hohe Betriebssicherheit. Zusätzlich strebt der Betreiber mehrere Sicherheitszertifizierungen an.

Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Das Rechenzentrum wird vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben und verfügt über eine eigene Photovoltaikanlage. Eine begrünte Fassade unterstützt die natürliche Klimatisierung, zudem ist eine spätere Nutzung der entstehenden Abwärme vorgesehen.

passend zum Thema


Lesen Sie mehr zum Thema