Für die industrielle Fertigung

Mehr Flexibilität durch Container

22. März 2021, 09:00 Uhr | Sebastian Schenk
Sebastian Schenk, Softing Industrial
© Softing Industrial

Container-Anwendungen eröffnen für die Automatisierungstechnik eine neue Welt mit vielen Vorteilen. Die Produktfamilie »dataFEED edgeConnector« von Softing beispielsweise nutzt die Container-Technologie für eine leistungsfähige Einbindung von Siemens-Steuerungen in Industrie-4.0-Anwendungen.

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dataFEED edgeConnector Siemens von Softing Industrial
»dataFEED edgeConnector Siemens« ist eine Docker-Container-Anwendung für die Einbindung von Simatic-S7-Steuerungen in ein Gesamtsystem.
© Softing Industrial

Docker-Container-Anwendungen sind sehr schnell einsatzbereit. Nach der Installation von Docker Desktop (in einem Windows-Rechner) bzw. von Docker Engine (in einem Linux-Rechner) genügt dafür in einer PowerShell die Eingabe einer einzigen Befehlszeile:

docker container run -p 443:443 -p 8099:8099 -p 4897:4897 softingindustrial/edgeconnector-siemens

Dabei legt der Befehl docker container run fest, dass eine Docker-Container-Anwendung gestartet werden soll. Mit dem Parameter -p 443:443 -p 8099:8099 -p 4897:4897 erfolgt die Abbildung zwischen den Ports im internen Docker-Netz und dem externen Netz, dabei wird Port 443 für http benötigt, Port 8099 für die lokale Benutzerschnittstelle und Port 4897 für OPC UA. Der Parameter softingindustrial/edgeconnector-siemens gibt schließlich den Namen der Docker-Container-Anwendung an, die gestartet werden soll.

Ist die Docker-Container-Anwendung noch nicht vorhanden, wird sie automatisch von Docker Hub heruntergeladen. Falls keine Versionsnummer angegeben ist, startet immer das neueste Container-Image.

Die Eingabe der URL localhost:8099 in einen Internetbrowser öffnet die Bedienoberfläche. Nach der Anmeldung (in diesem Fall mit dem Benutzernamen admin und dem Passwort admin) steht die Konfigurationsoberfläche von „dataFEED edgeConnector Siemens“ im 72-Stunden-Demomodus zur Verfügung.

Letztlich bietet die Produktfamilie „dataFEED edgeConnector“ den Kunden eine Möglichkeit, entsprechend dem neuesten Stand der Technik auf die Prozessdaten in Simatic-S7- und Sinumerik-840D-Steuerungen zuzugreifen. So können sie nun bei Softing zwischen einem klassischen Hardware-Gateway, einer Middleware oder einer Docker-Container-Anwendung für die Realisierung ihrer Industrie-4.0- und IIoT-Anwendungen wählen.

Sebastian Schenk ist Produktmanager bei der Softing Industrial Automation GmbH.


  1. Mehr Flexibilität durch Container
  2. Container-Anwendungen für die Automatisierung
  3. Und jetzt direkt zum Test


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