Elektronikgehäuse für Gebäudeautomation

Mass Customization – zum individuellen Gehäuse in drei Schritten

20. September 2022, 08:30 Uhr | Von Hermann Langlitz, Produktmanager in der Business Unit Device Connectors Solutions von Phoenix Contact
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Ein Trend in der Gebäudeautomation geht zum individuellen Elektronikgehäuse. Gehäuse sowie das dazugehöriges Anschlusssystem passen sich den Anforderungen an – und nicht mehr umgekehrt.

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Visualisierte Gebäudefunktionen

Die dezentrale Steuerung ist neben der Push-in-Anschlusstechnik ein weiteres zentrales Element in der Gebäudeautomation. Insbesondere die Raumautomation ist inzwischen für Planer und Betreiber von Bürogebäuden, Hotels, Schulen und Kliniken zu einem dominierenden Thema geworden. Nicht nur der Komfort der Nutzer steht im Vordergrund, wenn Temperatur, Beleuchtung, Beschattung und viele weitere Funktionen individuell gesteuert und geregelt werden sollen. Auch Themen wie Energieeffizienz und Kostenoptimierung gewinnen für Betreiber und Nutzer zunehmend an Bedeutung. Nutzer kennen aus ihrem Alltag mit Smartphones eine einfache, durchdachte und ansprechende Interaktion. Diese Erwartung übertragen sie auf das HMI von Geräten aller Art. Usability und User Experience sind daher ein wichtiger Faktor für die Kunden.

Vormontierte Touchdisplays und Folientastaturen der Serie BC modular ermöglichen die Visualisierung und Bedienung direkt vor Ort. Über einen 8- oder 16-poligen Tragschienenbus können Geräte effizient lokal vernetzt werden. Für den Bediener vor Ort bedeutet das weniger Verdrahtungsaufwand, um Geräte miteinander zu verbinden. Der vorgesehene KNX-Anschluss stellt darüber hinaus die Anbindung an eine übergeordnete Hierarchie sicher.

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Online-Konfiguration von Gehäusen für die Gebäudeautomation
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Die Stückzahlen

Durch die Umrüstvorgänge und die Komplexität des Spritzgießwerkzeuges besteht eine Mindestbestellmenge von 500abgespritzten individuellen Oberteilen der Serie BC modular. Aber auch Serienproduktionen von mehreren 10.000 Stück im Jahr können problemlos mit dem gleichen Werkzeug hergestellt werden – ein Paradebeispiel für die Mass Customization.

Falls Prototypen für Tests oder zur Anschauung benötigt werden, kann das Tochterunternehmen Protiq diese herstellen – und das ab Stückzahl1. Die zu Phoenix Contact gehörende Firma ist auf die additive Fertigung spezialisiert. 

Individuelles Design

In drei Schritten zum Gehäuse

Für eine individuelle Gehäusekonfiguration sind bei der Gehäuse-Reihe »BC modular« nur drei Schritte erforderlich.

1. Gehäusebreite für BC modular auswählen: BC 71,6/107,6/161,6 modular

2. Jede einzelne Kammer des Gehäuseoberteils nach individuellen Wünschen konfigurieren.

3. Weiteres Zubehör wie Touchdisplays, Folientastaturen und Tragschienenbusverbinder konfigurieren.

Unmittelbar nach der Konfiguration auf der Website von Phoenix Contact stehen dann 3D-Daten in allen üblichen Formaten wie ».step« zur Verfügung. 

Über 1 Mio. Möglichkeiten

Die Elektronikgehäuse der Serie »BC modular« lassen sich in vier Segmenten (zutreffend bei den Baubreiten 71,6mm und 107,6mm) oder sechs Segmenten (bei Baubreite 161,6mm) frei konfigurieren. Der Clou: Jeder konfigurierbare Einsatz lässt sich bei allen Segmenten realisieren. Das ergibt über eine Million mögliche Konfigurationen!

Zwei Beispiele verdeutlichen das Konzept der Gehäuse-Serie:Wenn viele Ein- und Ausgänge gefragt sind, lassen sich bei der Wahl eines BC modular 107,6 mit der Konfiguration von »viermal Push-in 1,5mm2 zweireihig« beachtliche 96Anschlusspunkte auf einer Baubreite von 107,6mm umsetzen. Sind weniger Anschlüsse, größere Querschnitte und mehr Platz für die Elektronik gefordert, können Einsätze mit Push-in 2,5mm2 und geschlossene Einsätze in einem Gehäuse kombiniert werden. 


  1. Mass Customization – zum individuellen Gehäuse in drei Schritten
  2. Visualisierte Gebäudefunktionen


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