Über alle Facetten des Obsoleszenzmanagements können sich Besucher der vom Non-Profit-Industrieverband COGD (Component Obsolescence Group Deutschland) e.V. veranstalteten COGD expo 2026 am 01. Juli 2026 im CongressForum Frankenthal informieren.
Dort präsentieren dieses Jahr 22 COGD-Mitgliedfirmen und Kooperationspartner hocheffiziente pro- und reaktive Strategien, Produkte und Services für den professionellen Umgang mit Obsoleszenzproblemen. Das Angebot reicht dabei von datenbasierten Analyse- und Monitoring-Tools über unterschiedlichste Beschaffungsstrategien und resiliente Supply-Chain-Ansätze bis hin zu Lifecycle-Services, Testing und praxiserprobten Umsetzungskonzepten für Entwicklung und Produktion.
Abgerundet wird die Hausmesse durch drei Expertenvorträge. Mike Pepping, Head of In-Service Support & Digitalization der Rheinmetall Air Defence beschreibt den Weg hin zu einem professionellen Obsoleszenz Management, Lars Kiera, Geschäftsführer RTS Electronic zeigt den Zuhörern auf, wie das Sourcing eines unabhängigen Lieferanten funktioniert, und Dieter Paatsch, Spezialist für Bauteilmanagement und Produktkonformität bei Festo, referiert über neue Herausforderungen an das Obsoleszenzmanagement in Zeiten immer volatilerer Märkte. Aktueller Anlass dafür ist ein mit KI-Unterstützung erstelltes sozioökonomisches Langzeitprognosemodell, dass künftige Entwicklungen wie z.B. eine zunehmende Destabilisierung der Lieferketten bis hin zu massiven dauerhaften Störungen prognostizieren kann.
Für den Besuch der am 01. Juli 2026 von 9 bis 17 Uhr geöffneten COGD expo 2026 ist aus Kapazitätsgründen bis spätestens zum 15.06.2026 eine vorherige Anmeldung über die COGD-Website erforderlich.
Plötzlich abgekündigte oder aus anderen Gründen nicht mehr lieferbare elektronischen Bauteilen und Komponenten, eingeschränkter Zugang zu wichtigen Rohstoffen und Substanzen, durch Krieg oder Umwelteinflüsse unterbrochene Lieferketten, Know-how-Verlust durch Personalfluktation bzw. altersbedingte Abgänge, nicht mehr updatefähige Softwareprogramme, verschärfte gesetzliche Umweltauflagen, immer aggressivere Cyberattacken auf interne Daten und Prozesse – wer sein Unternehmen bestmöglich vor diesen und weiteren Obsoleszenzrisiken schützen möchte, sieht sich heutzutage mit einer Vielzahl unterschiedlichster Herausforderungen konfrontiert, die zunehmend ein koordiniertes strategisches Vorgehen erfordern.
Erklärtes Ziel der COGD expo 2026 sei es laut COGD-Vorstandsvorsitzendem Axel Wagner, dass über die Chefetagen der Unternehmen noch mehr Manager, Einkäufer und Entwickler dazu bewegt werden, sich künftig noch intensiver, präventiv und strategisch mit möglichen Obsoleszenzrisiken in ihrem Unternehmen auseinanderzusetzen.
Die Vielzahl unvorhergesehener negativer Entwicklungen in den vergangenen sechs Jahre habe zwar dazu geführt, dass inzwischen schon deutlich weniger Firmen blauäugig auf das ewig währende Funktionieren etablierter Lieferketten vertrauen würden. Trotzdem regiere in der Alltagspraxis am Ende erfahrungsgemäß immer noch viel zu oft das Prinzip Hoffnung. »Wenn man bedenkt, dass bei besonders langlebigen Geräten und Anlagen schon heute mitunter über 50 Prozent der über den gesamten Produktlebenszyklus anfallenden Gesamtkosten direkt oder indirekt auf Obsoleszenzen unterschiedlichster Art zurückzuführen sind, gleicht so ein Vorgehen fast schon russischem Roulette«, sagt Axel Wagner. »Noch immer scheint manchen Marktteilnehmern nicht bewusst zu sein, dass im schlimmsten Fall schon ein einziges fehlendes Bauteil existenzbedrohende Auswirkungen haben kann. Dem wollen wir als COGD entgegenwirken, indem sich bei uns Besucher im direkten Dialog mit Dutzenden hochkarätigen Experten innerhalb eines einzigen Tages umfassend über alle Facetten der Obsoleszenz-Thematik informieren können.«
In diesem Jahr präsentieren 22 COGD-Mitgliedfirmen und Kooperationspartner hocheffiziente pro- und reaktive Strategien, Produkte und Services für den professionellen Umgang mit Obsoleszenzproblemen. Das Angebot reicht dabei von datenbasierten Analyse- und Monitoring-Tools über unterschiedlichste Beschaffungsstrategien und resiliente Supply-Chain-Ansätze bis hin zu Lifecycle-Services, Testing und praxiserprobten Umsetzungskonzepten für Entwicklung und Produktion.
Accuris (Obsoleszenz- & Bauteiledatenbank)
Amsys - a Z2Data company (Software & Consulting für Obsoleszenz- und Life-Cycle-Management)
Asteelflash Germany (EMS-Dienstleistungen)
btv technologies (Langzeitlagerung, Obsoleszenzmanagement & auditierbare Komponentenlogistik)
Converge (unabhängiger Distributor elektronischer Bauteile), DMB Technics (kundenspezifische Display- und HMI-Lösungen)
factronix (Wiederaufbereitung obsoleter Komponenten &Testservices)
Fixchips Germany (unabhängiger Distributor elektronischer Bauteile)
HTV Alter Technology (Test & Langzeitlagerung von elektronische Bauteilen)
Intercept Technology (Korrosionsschutz- und Verpackungskonzepte)
Kamaka Electronic Bauelemente (Distributor für Hi-Rel-Bauteile & Obsoleszenzlösungen)
PCN Global (PCN-Management)
Pegasus Components (unabhängiger Distributor elektronischer Bauteile)
Rochester Electronics (autorisierte EOL- und Lifecycle-Distribution von Halbleitern)
RoodMicrotec (Test & Qualifikation von Bauteilen) RTS Electronic (Beschaffung und Logistik elektronischer Bauteile)
SI Electronics (globales Sourcing elektronischer Bauteile)
SiliconExpert (Obsoleszenz- & Bauteildatenbank)
Sourceability (Elektronik-Distribution)
TQ-Systems (EMS-Dienstleistungen)
Würth Elektronik eiSos (Herstellung und Vertrieb von Elektronik-Komponenten) und Z2Data LLC (Obsoleszenz- & Bauteiledatenbank)
Ausführliche Informationen zur Verbandsarbeit der COGD und weiteren Aktivitäten der Component Obsolescence Group Deutschland e.V. finden Interessenten auf der COGD-Homepage.