Bewerbung Was im Anschreiben stehen sollte

59 Prozent der Personalentscheider bemängeln einer Studie zufolge Qualität und Aussagekraft von Bewerbungsanschreiben. Bewerber können sich also mit einem optimalen Anschreiben aus der Masse abheben. mut-job.de gibt Tipps.

Wie aussagekräftig ist das Anschreiben zu einer Bewerbung?

Der Personaldienstleister Robert Half hat 244 Manager in Deutschland nach der Bedeutung von Bewerbungsanschreiben befragt. 59 % halten Anschreiben demnach für unwichtig, aus folgenden Gründen: mangelnde Aussagekraft, zu subjektiv, Zweifel am Inhalt sowie Zeitmangel. 

In der Tat ist der Lebenslauf das erste, worauf Personaler achten und Hauptentscheidungsquelle, um die fachliche Eignung eines Bewerbers zu prüfen. Die Persönlichkeit und das Potenzial – beides genauso wichtig wie die Fachkompetenz – wird in der Regel im persönlichen Gespräch geprüft. 

Befürworter nennen in der Studie Gründe, warum sie am Anschreiben festhalten: Die Hälfte (49 %) meint, daran die Qualität eines Bewerbers einschätzen zu können. 41 % glauben, Anschreiben vermitteln ein umfassenderes Bild der Bewerber und ein Drittel schätzt an ihnen, dass sie vertiefende Details zur Berufserfahrung enthalten.

Wer also auf Nummer sicher gehen und die Wahrscheinlichkeit auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhöhen will, achtet auf ein präzise formuliertes und mit Referenzen unterfüttertes Anschreiben.

Tipps:  

  1. Ein Anschreiben sollte den Lebenslauf ergänzen und einen vertiefenden Einblick in die Berufserfahrung geben
  2. Berufliche Stationen sollte man nicht einfach aufzählen - das steht bereits im Lebenslauf. Stattdessen sollte auf das Anforderungsprofil des Jobs eingegangen werden und man sollte deutlich machen, warum man geeignet ist. Am besten nennt man konkrete Kompetenzen, die bislang erworben wurden und die dabei helfen, die anstehenden Aufgaben zu meistern.
  3. Testimonials: Referenzen von früheren Vorgesetzten oder auch ehemaligen Kollegen (die optimalerweise inzwischen selbst Führungskräfte sind) untermauern die Glaubwürdigkeit und objektivieren das Anschreiben.
    Man darf die Kontaktdaten schon im Anschreiben nennen, Beispiel: ‘Mein ehemaliger Vorgesetzter Max Mustermann gibt Ihnen gerne Auskunft über meine strukturierte Arbeitsweise.’ Alternativ kann man die Informationen auch auf einer gesonderten Seite nach dem Lebenslauf anfügen – mit Name, Position und Kontaktmöglichkeiten sowie einer kurzen Erklärung, in welcher Beziehung man zum Fürsprecher steht. Empfehlungsschreiben in Briefform platziert man idealerweise als erstes im Anhang. Ein bis zwei Referenzschreiben genügen.
  4. Umfang des Anschreibens: Eine Seite - auf keinen Fall mehr. Ein individueller Einstieg weckt Interesse. Tipp: mit dem zuständigen Personalmanager vorab telefonieren und sich nach den Job-Anforderungen erkundigen. Das zeigt Engagement und kann als Aufhänger im Anschreiben genutzt werden.

Mehr Tipps für Elektroingenieure rund um die Bewerbung gibt es auf unserem Karriereportal mut-job.de.