Erstsemester-Zahlen Hoffentlich nur eine Delle

Das Statistische Bundesamt hat neue Studienanfängerzahlen veröffentlicht und neue Rekorde vermeldet. Technik-Fächer profitieren nicht. Ein Lichtblick sind die gestiegenen Zahlen der Studienanfängerinnen in E-Technik.
Das Statistische Bundesamt hat neue Studienanfängerzahlen veröffentlicht und neue Rekorde vermeldet. Technik-Fächer profitieren nicht. Ein Lichtblick sind die gestiegenen Zahlen der Studienanfängerinnen in E-Technik.

Die neuen Rekord-Erstsemesterzahlen bestätigen den Trend zum Studium. Doch die Ingenieurstudiengänge und Informatik haben z.T. stark verloren, auch Frauen. Lichtblick: ein satter Anstieg von Frauen in Elektrotechnik. Wie reagiert die Branche?

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren haben sich 2.847.800 Studentinnen und Studenten im aktuellen Wintersemester an einer deutschen Hochschule immatrikuliert. Im Vergleich zum Wintersemester 2016/2017 ist das ein Plus um 40 800 (+ 1,5 %).

Bisher hat das Statistische Bundesamt erst für vier technisch orientierte Studienbereiche Erstsemester-Zahlen 2017 vorgelegt, doch die haben es in sich angesichts des hohen Bedarfs der Industrie: 37 400 Erstsemester in Informatik, 4,1 % weniger als im Vorjahr. 34 700  Erstsemester in Maschinenbau/Verfahrenstechnik, ein Minus von  4,7 % und 16 800 Anfänger in Elektrotechnik und Informationstechnik – immerhin, diese Bereich stagniert mit 0,0 % nur.

Angesichts des Zuwachses um 40 800 Studierende insgesamt taugt der demographische Wandel als Erklärung für die Rückgänge in den Ingenieurwissenschaften nicht. 

Es scheint eher um Präferenzen zu gehen. Und hier gibt es Erfreuliches: die Kurve bei den Frauen im Erstsemester Elektrotechnik geht steil nach oben: plus 7,2 Prozent, so stark wie noch nie in einem Semester. Umso ratloser macht da der Rückgang bei den Frauen in Informatik: Minus 8,8 Prozent.

Nur eine Delle? Markt&Technik hat Reaktionen aus der Branche gesammelt