Meinung Fünf Thesen für Jobs in der Zukunft

Emotionale Intelligenz gewinnt in einer Ökonomie der Automatisierung an Bedeutung.
Emotionale Intelligenz gewinnt in einer Ökonomie der Automatisierung an Bedeutung.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat fünf Thesen für die Zukunft der Arbeit definiert und wie Gesellschaften mit künstlicher Intelligenz und Automatisierung umgehen sollten. Arbeitnehmer sind gefordert, aber auch die Entwickler müssen sich ihrer Verantwortung stellen.

​​​​​1. Massive Veränderungen kommen auf die Gesellschaft zu. 

Neue Technologien schaffen neue Chancen, aber sie werden auch Arbeitsplätze vernichten. Darauf müssen Gesellschaften vorbereitet sein. Es fällt vielen Arbeitnehmer nicht leicht, umzuschulen, aber die Bitte des Weltwirtschaftsforums: Lernen Sie so viel wie möglich. Weiterbildung und Ausbildung muss vom Staat neu definiert werden, um soziale Unruhen zu vermeiden. 

2. Wiederkehrende Tätigkeiten werden ersetzt.

Automatisierung wird vor allem wiederkehrende Tätigkeiten übernehmen. Das bedeutet, die Mitarbeiter bekommen neue Aufgabe – kreative Problemlösung ist gefragt, deshalb ist emotionale Intelligenz, um in Teams zusammenzuarbeiten und Ideen zu entwickeln eine wichtige Qualifikation für die Zukunft. Menschliche Beziehungen gewinnen im Arbeitsalltag an Bedeutung. 

3. Mittelqualifizierte Arbeitnehmer sind besonders betroffen. 

Wenn die Menschen, die durch künstliche Intelligenz und Roboter ersetzt werden, nicht gut umgeschult werden, werden sie gezwungen sein, sich für gering qualifizierte Jobs zu bewerben, was zu einem Überangebot an Arbeitskräften auf diesem Niveau führt und diese Löhne noch weiter sinken.

Gleichzeitig wird es weniger qualifizierte Arbeitskräfte für hochqualifizierte Arbeitsplätze geben, was die Löhne in diesem Segment ansteigen lässt. Diese Dynamik, wenn sie nicht kontrolliert wird, wird die Mitte des Arbeitsmarktes aushöhlen und zu einer noch stärkeren Polarisierung führen.

Um die Auswirkungen abzumildern, muss die Gesellschaft den am stärksten von der Automatisierung betroffenen Menschen Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.

4. Jobs kommen zurück 

Für jeden neuen Roboter, der in einer bestimmten Region eingeführt wurde, gingen schätzungsweise 6,2 Arbeitsplätze in demselben geografischen Gebiet verloren. Bei der Betrachtung des Landes als Ganzes stellten Forscher jedoch fest, dass die Auswirkungen etwa die Hälfte oder gleich drei Arbeitnehmern, die für jeden weiteren Roboter ihren Arbeitsplatz verlieren, zuzuschreiben sind.

Eine mögliche Erklärung ist, dass die Automatisierung von Industriearbeitsplätzen im Mittleren Westen und im Süden der USA teilweise durch neue Arten von Arbeitsplätzen in Küstenstädten ausgeglichen wird.

5. Verantwortung der Entwickler

Konstrukteure, Informatiker und CTOs müssen alle die ethischen Implikationen verstehen, wie wir Roboter und künstliche Intelligenz erschaffen und einsetzen. Dies muss ein Diskussionsthema unter den Führungskräften der Wirtschaft auf nationaler und globaler Ebene sein. Allein die Forderung nach einem universellen Grundeinkommen reicht nich aus.