Bildung Die Schul-Cloud kommt

Die Schul-Cloud soll digitales Lernen erleichtern und für mehr Akzeptanz sorgen.
Die Schul-Cloud soll digitales Lernen erleichtern und für mehr Akzeptanz sorgen.

Wissenschaftler am Hasso-Plattner-Institut (HPI) bieten eine Schul-Cloud an, die schul- und fächerübergreifend digitale Lehr- und Lernangebote in einer Cloud zur Verfügung stellt. Entscheidender Vorteil: Die Cloud erspart Schulen die zeit- und kostenaufwändige Anschaffung und Wartung von Rechnern.

Auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung im Juni haben die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Johanna Wanka, und HPI-Direktor Professor Christoph Meinel den Startschuss für die Schul-Cloud erteilt. Inzwischen können alle 27 ausgewählten Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC die Schul-Cloud in der Praxis erproben und testen. Einen Einblick in die vielfältigen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten der Schul-Cloud vermittelt ein Testzugang: https://schul-cloud.org/. Dort können sich alle Interessierten als Schüler oder Lehrer einloggen.

Keine Silos

Die Grundidee der Schul-Cloud besteht darin, Bildungsinhalte nicht mehr in abgeschlossenen Silos, in Lehrbüchern oder auf individuellen Rechnern in den Schulen zu platzieren. Stattdessen werden die Lehrinhalte webbasiert allen und von überall aus über verteilte Server in Rechenzentren verfügbar gemacht.

Dadurch werden der Zugriff von jedem Ort und der sinnvolle Einsatz im Unterricht erleichtert. Expert/innen kümmern sich um die Aktualisierung von Hard- und Software, die aus der Cloud bezogen wird, sowie um deren abgesicherte Konfiguration und die regelmäßig notwendigen Updates. Auf den Anzeigegeräten der Nutzer/innen muss dann keine Software mehr installiert werden. 

Keine Netzwerke, aber schnelles Netz

Sämtliche Programme und das Benutzerprofil liegen in einem Rechenzentrum bereit und werden bei Bedarf via Internet zur Verfügung gestellt. Für die Schulen bedeutet dies, dass sie keine eigenen Rechner anschaffen und Netzwerke installieren, konfigurieren und administrieren müssen. Um Zugang zu den digitalen Lehr- und Lernangeboten zu erlangen, braucht es lediglich einen Internetzugang, webfähige Anzeige- und Eingabegeräte sowie entsprechende Berechtigungen.  Und so meint mancher Kritiker: schnelles Internet.