Tools Das Prisma für Personaler

Welche Plattform ist für den Personaler heute wichtig? Das Prisma gibt einen Überblick
Welche Plattform ist für den Personaler heute wichtig? Das Prisma gibt einen Überblick

Tjalf Nienaber ist Experte für Recruiting und hat einen Recruiting-Prisma entwickelt. Er will Personaler einen schnelle Überblick über Plattformen und Tools liefern. Mit Markt&Technik sprach er über eine neue Rolle des Personaler und das wachsende Prisma.

Markt&Technik: Was ist ein Recruiting-Prisma? (Das Prisma können Sie hier runterladen.)

Tjalf Nienaber: Das Recruiting-Prisma ist ein Hilfe- und Übersichtstool für Recruiter und Personalmarketer in Anlehnung an Brian Solis und JESS3´s Conversation Prism: The Art of Listening, Learning and Sharing. 

Markt&Technik: Sind darin Ihre Erfahrungen eingeflossen und warum fehlen Plattformen? 

Tjalf Nienaber: Das ist ein Mix aus eigener langjähriger Marktwahrnehmung, Recherche der Top—Plattformen und Empfehlungen. Aber ich habe bewusst Lücken gelassen, um das Prisma von Beginn an lebendig zu halten und Feedback durch den Markt zu erhalten. Das scheint auch aufzugehen.

Markt&Technik: Es ist also ein wachsendes System?

Tjalf Nienaber: Ja, es wächst und verändert sich. Es kommen mehr und andere Plattformen dazu. Auch ein Facebook darf sich nicht zurücklehnen – siehe Whatsapp,  oder neue Plattformen wie Snapchat. Nur der Wechsel ist hier beständig. Deswegen werde ich dieses Prisma unterjährig 2-3 mal aktualisieren.

Markt&Technik: Ist das Recruiting so kompliziert geworden?

Tjalf Nienaber: Wenn man damit in den letzten 20 Jahren aufgewachsen ist, nicht wirklich. Aber wer ist das schon? Es ist vergleichbar mit einem Smartpone-Nutzer der ersten Stunde. Man wächst rein. Allerdings für jemanden der neu in die Position reinkommt ist es schon recht unübersichtlich. Vieles sieht gleich aus und doch sind kleinere Unterschiede in der Wirkung erheblich. Und ja, ich muss heute viel mehr drauf haben, als nur eine Anzeige in der Zeitung zu schalten und abzuwarten, was passiert. Die post and pray-Zeiten sind vorbei.

Markt&Technik: Wie müssen sich Personaler auf Grundlage des Prisma verändern?

Tjalf Nienaber: Auch Personaler sollten sich stetig weiterbilden, aber sie müssen nicht alles in der Tiefe beherrschen. Dafür gibt es Mitarbeiter, Kollegen und Agenturen. Personaler müssen aber den Überblick behalten, auf welchen Plattformen sich die Zielgruppen aufhalten und dazu dient auch das Prisma.

Markt&Technik:Trifft das Prisma auf alle Branchen zu? 

Tjalf Nienaber: Ja, es trifft auf alle zu. (lacht) Nein, es ist natürlich nicht vollständig für jede Branche. Vielmehr kann es vielen Branchen eine Idee geben, sich noch mehr mit Nischen-Plattformen auseinander zu setzen. Bestimmte Berufsgruppen halten sich nicht auf den klassischen Business-Netzwerken auf. Aber fast jeder ist online und damit auch grundsätzlich zu erreichen. Ich muss nur wissen wo.