Micron Zwischenfall in der DRAM-Produktion in Taiwan

Die ehemalige Fab von Inotera in Taiwan, heute Micron Technology Taiwan.
Die ehemalige Fab von Inotera in Taoyuan, heute Micron Technology Taiwan.

Micron musste die DRAM-Produktion nach einem Zwischenfall in der Fab in Taoyuan in Taiwan unterbrechen. Und das zu einem Zeitpunkt der Verknappung.

Die Analysten der DRAMeXchange schätzen, dass die Kapazität des Werkes bei rund 60.000 Wafer-Starts pro Monat liegt. Nach Informationen der EETimes könnten im Juli 5,5 Prozent der weltweiten DRAM-Kapazität betroffen sein. Geht man davon aus, dass die DRAM-Kapazität weltweit großzügig geschätzt bei 1,2 Mio. Wafer-Stars pro Monat liegt, dürfte sich der Schaden relativieren. Laut Micron handelt es sich um einen kleineren Zwischenfall, der keine großen Auswirkungen habe. Die Reparaturarbeiten schritten zügig voran, größere Schäden habe es nicht gegeben.

Allerdings steht fest, dass DRAMs gerade recht knapp sind, die Preise liegen hoch und wie zu hören ist, haben Hersteller wie Micron und deren Distributoren Schwierigkeiten, kleinere Kunden zu beliefern.

Micron hatte ursprünglich mit Nanya Technology ein Joint-Venture namens Inotera in Taoyuan betrieben und den Anteil von Nanya Ende 2016 für rund 4 Mrd. Dollar übernommen,

Inotera wurde ursprünglich im Jahr 2003 als Joint-Venture zwischen Nanya Technology und Infineon gegründet. Infineon gliederte später das Speichergeschäft unter dem Namen Qimonda aus, Qimonda verkaufte 2008 Inotera an Micron. Micron führte das Joint-Venture fort und übernahm den Anteil von Nanya Ende 2016 für rund 4 Mrd. Dollar. Inotera repräsentierte im Februar 2016 rund 35 Prozent der Gesamtproduktion von Micron. Seit März dieses Jahres firmiert das Unternehmen unter Micron Technology Taiwan.