Chinas Chipindustrie Tsinghua Unigroup bekommt mehr Geld

China ist kein Land der Industrieroboter - zumindest noch nicht. Bis 2020 will China massiv aufrüsten. Aktuell wird der riesige Markt durch hohe Importquoten gedeckt, aber einheimische Automatisierer holen auf.
China plant, eine starke eigene Chip-Industrie aufzubauen.

Insgesamt rund 22 Mrd. Dollar will der chinesische Staat in die Tsinghua Unigroup stecken.

Schon im Januar hatte die Tsinghua Unigroup bekannt gegeben, eine Fab für die Fertgung von  DRAMs und 3D-NAND-Speichern in Nanjing bauen zu wollen – für nicht weniger als 30 Mrd. Dollar. Insgesamt will das Unternehmen über die nächsten Jahre 54 Mrd. Dollar in den Bau neuer Fabs für Speicher-ICs stecken. Denn neben dem Projekt in Nanjing investiert das Unternehmen rund 24 Mrd. Dollar in eine neue Fab in Wuhan, die ebenfalls ab 2020 Flash-Speicher fertigen soll. Die Kapazität, so ist aus Asien zu hören, soll bei 300.000 Wafern pro Monat liegen.

Wie die eetimes jetzt schreibt, wollten die China Development Bank jetzt 14,5 Mrd. Dollar und der Integrated Circuit Investment Fund von China 7,3 Mrd. Dollar in die Tsinghua Unigroup investieren.

China plant, eine starke eigene Chip-Industrie aufzubauen, auch weil es schwieriger geworden ist, ausländische Firmen einfach zu übernehmen. 2015 war der Plan gescheitert, Micron für 23 Mrd. Dollar zu kaufen, weil  US-Regulatoren die nationale Sicherheit in Gefahr sahen.

2014 hatte China entschieden, 150 Mrd. Dollar in den Aufbau einer eigenen Chip-Industrie zu stecken, um bis 2030 zu den führenden Ländern in Design, Fertigung und Packaging von Chips aller Art aufgeschlossen zu haben.