350 Mio. Euro Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland

Blick in den Reinraum am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden
Blick in den Reinraum am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden.

Ein einzigartiges Angebot für die deutsche und europäische Halbleiter- und Elektronikindustrie zu schaffen: das ist das Ziel der Forschungsfabrik Mikroelektronik.

Heute um 14 Uhr stellt sich die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland ihren Partnern in Sachsen vor. Das Projekt hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) im vergangenen April aus der Taufe gehoben. Die Kooperation von insgesamt 13 Forschungsinstituten mit mehr als 2000 Mitarbeitern bilde bereits beim Projektstart den weltweit größten Pool für Technologien auf dem Gebiet der Smart Systems, hieß es.

Das Ziel des Vorhabens besteht darin, Kunden aus Großindustrie, kleinen und mittleren Unternehmen sowie den Universitäten die gesamte Wertschöpfungskette für die Mikro- und Nanoelektronik unkompliziert aus einer Hand anbieten zu können. Sachsen erhält dafür 100 Millionen Euro Fördermittel und hat so den größten Anteil aller Bundesländer. Insgesamt unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt mit 350 Millionen Euro.

Mit den Investitionen in die »Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland« und dem Rahmenprogramm »Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung« unterstützt das BMBF Forschung und Innovation in der Mikroelektronik mit insgesamt rund 800 Millionen Euro bis 2020. Dies ist Teil eines Maßnahmenpaketes zur Förderung der Mikroelektronik in Deutschland, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat. Die Mikroelektronik ist eine Schlüsseltechnologie für strategisch bedeutsame, starke Industriebranchen wie den Maschinen- und Automobilbau. Innovationen in der Mikroelektronik sind Voraussetzung für Industrie 4.0, intelligente Mobilität und effiziente Technik für die Energiewende.