China reduziert Ausfuhr Die Preise für Seltene Erden explodieren

Der Firmensitz von China Minmetals Rare Earth: Die chinesischen Lieferanten proifiteren von dem kräftigen Preisanstieg.
Der Firmensitz von China Minmetals Rare Earth: Die chinesischen Lieferanten proifiteren von dem kräftigen Preisanstieg.

Die Preise für Seltene Erden klettern weiter nach oben: Erstens steigt die Nachfrage, zweitens schließt China illegale Minen.

So schoss der Preis pro Tonne für Neodym von Anfang des Jahres bis Anfang August um 61 Prozent auf 76.800 Dollar pro Tonne nach oben. Der Preis für Praseodym kletterte von 68.000 auf 82.000 Dollar pro Tonne. Europium stieg von 58 auf 92 Dollar pro Kilogramm.

Der Anstieg ist auf einen plötzlichen Rückgang der Versorgung zurückzuführen. Derzeit beherrscht China mit einem Anteil von 80 Prozent den Weltmarkt für Seltene Erden. Kürzlich hatte die chinesische Regierung illegale Minen aus Umweltschutzgründen geschlossen. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem der Bedarf nach den Seltenen Erdmetallen getrieben von Elektrofahrzeugen, Batterien und Displays nach oben schießt.

Laut »Business Korea« leiden die südkoreanischen Unternehmen unter dem Preisanstieg dieser Rohstoffe, weil er nicht in die Preise ihrer Produkte eingehen könne. Denn dann seien sie nicht mehr wettbewerbsfähig. Die koreanische Regierung soll sich nach weiteren Bezugsquellen umsehen.

Die Analysten von Argus Metals gehen davon aus, dass die Preise der leichten Seltenen Erden noch langfristig Aufwärtspotenzial hätten. Es sei eine Verknappung auf der Angebotsseite zu erkennen, weil in China illegale Minen geschlossen würden, der Staat die eigenen Lager fülle und striktere Umweltschutzanforderungen umgesetzt würden. Laut wallstreet-online.de profitieren die großen, staatlich kontrollierten Seltene Erden-Produzenten. China Northern Rare Earth Group High-Tech, der Branchenprimus konnte, konnte 2017 um 53 Prozent zulegen, China Minmetals Rare Earths um 27 Prozent.