Broadcom-Qualcomm-Übernahmeangebot 103 Mrd. Dollar sind viel zu billig

Qualcomm Headquarter im kalifornischen San Diego.
Qualcomm Headquarter im kalifornischen San Diego.

Qualcomm weist das Übernahmeangebot von Broadcom zurück. Das Angebot sei nicht im Interesse der Aktionäre, denn es bewerte das Unternehmen dramatisch zu niedrig.

Das Board of Directors von Qualcomm Inc. hat das unaufgeforderte Übernahmeangebot von Broadcom in Höhe von 103 Mrd. Dollar (Schulden bereits abgezogen) bzw. 130 Mrd. Dollar (nominell) einstimmig zurückgewiesen.

»Es ist die einhellige Überzeugung des Boards, dass das Angebot Broadcoms Qualcomm im Hinblick auf die Führungsposition des Unternehmens in der Mobilfunktechnik und den zukünftigen Wachstumsaussichten deutlich unterbewertet«, begründete Paul Jacobs, Executive Chairman und Chairman des Board of Qualcomm Incorporated, seine Abfuhr.

»Kein Unternehmen ist in den Bereichen Mobilfunk, IoT, Automotive, Edge Computing und Networking in der Halbleiterindustrie besser aufgestellt. Wir sind zuversichtlich, dass wir für unsere Aktionäre einen signifikanten Mehrwert schaffen können, wenn wir unser Wachstum in diesen attraktiven Segmenten fortsetzen und den Übergang zu 5G vorantreiben«, erklärte Steve Mollenkopf, CEO von Qualcomm Incorporated.

»Der Vorstand und das Management konzentrieren sich ausschließlich auf die Wertsteigerung für die Qualcomm-Aktionäre. Nach einer umfassenden Überprüfung in Absprache mit unseren Finanz- und Rechtsberatern kam das Board zu dem Schluss, dass der Vorschlag Broadcoms Qualcomm drastisch unterbewertet und mit erheblichen regulatorischen Unsicherheiten behaftet ist. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Strategie, mit der Steve (Mollenkopf) und sein Team arbeiten, den Qualcomm-Aktionären weit mehr an Wert bietet als das vorgeschlagene Angebot«, ergänzte Tom Horton, der geschäftsführende Direktor von Qualcomm Incorporated.