Cosima-Studentenwettbewerb Smarte Erfindungen prämiert

Das SmartFaraday-Team konnte sich beim Studentenwettbewerb Cosima durchsetzten und den ersten Platz ergattern.
Das SmartFaraday-Team konnte sich beim Studentenwettbewerb Cosima durchsetzten und den ersten Platz ergattern.

Der Wettbewerb Cosima soll Studenten ermuntern, neue Einsatzmöglichkeiten für Mikrosysteme zu entwickeln. Gesucht werden insbesondere Anwendungen, die die Interaktion zwischen Mensch und Technik im täglichen Leben erleichtern.

Der Studentenwettbewerb Cosima (Competition of Students in Microsystems Applications) wurde 2009 ins Leben gerufen. Veranstaltet wird der Wettbewerb, bei dem Studenten von Fachhochschulen und Hochschulen im deutschsprachigen Raum Ideen für neue Einsatzmöglichkeiten von Mikrosystemen entwickeln, vom VDE mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). In diesem Jahr präsentierten am 25. Oktober vier studentische Teams ihre Projekte im Rahmen des Mikrosystemtechnik-Kongresses 2017 in München.

Smarte Pedale

In diesem Jahr hat das Team der Albert-Ludwig-Universität Freiburg die Jury des Studentenwettbewerbs überzeugt und den ersten Platz und ein Preisgeld von 1.000 Euro gewonnen. Freiburg ist neben Münster eine der Fahrrad-Städte Deutschlands. Um noch mehr Fahrradfahrer auf Freiburgs Straßen zu bringen, möchten Ann-Kathrin Leiting, David Stork, Konstantin Hoffmann und Dominik Ledere die Fahrräder künftig smart machen. Darum haben sie den Prototypen »SmartFaraday« entwickelt – ein intelligentes und energieautarkes Fahrradpedal, das sich problemlos an jegliche Fahrradmodelle anbringen lässt und auch Fahrräder der alten Generation intelligent macht.

Mit »Heat it« gegen Mückenstiche

Über einen weiteren mit 1.000 Euro dotierten ersten Platz, den Sonderpreis von Pepperl + Fuchs, freuten sich Lukas Liedke, Armin Meyer, Christof Reuter und Stefan Hotz vom Karlsruher Institut für Technologie. Ihr Projekt »Heat it«, ein intelligenter Stichheiler, kommt bei Mücken- oder anderen Insektenstichen zum Einsatz. Er lindert durch den Einsatz von Wärme, lässt sich am Schlüsselbund tragen und wird durch die Verbindung mit dem Smartphone intelligent. Eine App warnt vor besonders großem Mückenaufkommen.

Schutz für Kleinkinder

Platz Zwei mit 750 Euro Preisgeld belegten Yannick Bendel, Nils Demuth, Ida Blum, Patrick Weifenbach, Hendrik Kaiser, Tobias Niewalda und Marcus Brabender von der TU Darmstadt. Mit ihrem Sicherungsgerät »EMKindersicherung« für Flaschen möchten sie verhindern, dass Kleinkinder Kontakt zu Reinigungsmitteln oder anderen giftigen Substanzen bekommen. Denn gerade im Privathaushalt kommt es häufig zu Vergiftungen oder Verätzungen von Kindern. Das Sicherungsgerät wird mittels elektrothermischen Aktoren am Flaschenkopf angebracht und ermöglicht über ein zusätzliches Gerät mit einer NFC-Schnittstelle eine zugriffsbeschränkte Nutzung.

Ein Balanceakt für Fahrräder

Platz Drei und ein Preisgeld von 500 Euro erhielten Sarah Eisenkolb, Maike Akermann und Felix Heller von der Hochschule Karlsruhe, Technik und Wirtschaft, für ihre Idee eines selbstständig balancierenden Fahrrads. Mit ihrem Self-Balancing Bike möchten sie dem Fahrer kurze Zwischenstopps wie etwa beim Bäcker ermöglichen, ohne das Fahrrad extra parken zu müssen. Mit ihrem Mikrosystem möchten sie speziell E-Bikes aufrüsten.

Die vier Gewinnerteams haben sich auch für den internationalen Wettbewerb iCan 2017 qualifiziert. Vom 24. bis 26. November 2018 treffen sie in Peking mit ihren Projekten auf Teams aus der ganzen Welt.

 

Die GMM 
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