Bosch bleibt auf Wachstumskurs Mit Investitionen erfolgreich in die Zukunft

Der Heimroboter Kuri - die Fähigkeit, mit Menschen zu interagieren, spielt in der Robotik eine zunehmende Rolle.
Der Heimroboter Kuri - die Fähigkeit, mit Menschen zu interagieren, spielt in der Robotik eine zunehmende Rolle.

Trotz negativer Wechselkurseffekte auf Wachstumskurs – Bosch hat seine aktuellen Geschäftszahlen vorgelegt und kann sowohl bei Umsatz als auch bei Mitarbeiterzahlen auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken.

Die Bosch-Gruppe kann auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. So hat das Unternehmen seinen Umsatz im vergangenen Jahr um nominal 3,5 % auf rund 73,1 Mrd. Euro gesteigert. Das wechselkursbereinigte Umsatzwachstum liegt sogar bei 5,4 %.

Die Mitarbeiterzahl der Bosch-Gruppe betrug zum 31. Dezember 2016 weltweit rund 390.000 Mitarbeiter. Damit vergrößerte sich die Belegschaft 2016 um rund 15.000 Mitarbeiter. In den Regionen Asien-Pazifik sowie Mittel- und Osteuropa ist der Personalaufbau besonders deutlich; in Deutschland erhöhte sich die Mitarbeiterzahl immerhin um 2100 Mitarbeiter.

Bosch sieht sich selbst derzeit inmitten des größten Transformationsprozesses der Unternehmensgeschichte. Branchen, Märkte und Technologien verändern sich insbesondere durch die zunehmende Vernetzung und den Umstieg auf die Elektromobilität. Bosch will den Wandel aktiv mitgestalten und erhöhte deshalb die Unternehmensinvestitionen in Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr auf etwa 6,6 Mrd. Euro.

Wachstumsmarkt Künstliche Intelligenz

Enormes Wachstumspotenzial sieht Bosch im Geschäft mit „digitalen Assistenten“. Ziel ist es, mit künstlicher Intelligenz die Vernetzung zu individualisieren – das Internet soll persönlich werden. Deshalb investiert das Unternehmen bis 2021 etwa 300 Mio. Euro in den Ausbau eines neuen Zentrums für Künstliche Intelligenz. Das neue Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) nahm bereits zum Jahresbeginn seine Arbeit auf. Bereits in fünf Jahren will Bosch rund 10 % seines Umsatzes mit Künstlicher Intelligenz erwirtschaften.

Außerdem wird nach Unternehmensprognosen in zehn Jahren kaum noch ein Bosch-Produkt ohne künstliche Intelligenz denkbar sein – entweder es wird selbst über KI verfügen oder sie wird bei der Entwicklung oder Herstellung des Produkts eine Rolle spielen. Das Center for Artificial Intelligence startet zunächst mit 100 Mitarbeitern an den Standorten Bengaluru (Indien), Palo Alto (USA) und Renningen (Deutschland), doch bis 2021 soll sich die Mitarbeiterzahl vervielfacht haben. 

Bosch geht davon aus, dass in der Personalisierung des Internets der Dinge die nächste Entwicklungsstufe der Vernetzung liegt, und setzt deshalb verstärkt auf die Entwicklung digitaler Assistenten. So hat das Unternehmen auf der CES unter anderem den Heimroboter Kuri vorgestellt. Bei der Entwicklung von Kuri lag der Fokus auf der Personalisierung, das heißt der Fähigkeit, mit Menschen zu interagieren. Mit Mykie hat Bosch darüber hinaus einen Assistenten entwickelt, der auf die Anforderungen der Smart Kitchen zugeschnitten ist – er kennt den Kühlschrankinhalt, schreibt selbstständig Einkaufszettel und hilft beim Kochen.

Unfall- und Emissionsfreie Mobilität

Für die Mobilität der Zukunft hat sich Bosch hohe Ziele gesteckt: Stressfrei, unfallfrei und emissionsfrei soll der Verkehr zukünftig sein. Um dies zu erreichen, beschäftigt sich Bosch sowohl mit Batterietechnologien für die Elektromobilität als auch mit der Weiterentwicklung des klassischen Verbrennungsmotors. In die Elektromobilität investiert das Unternehmen momentan rund 400 Mio. Euro pro Jahr.