Akkulösungen für komplexe Anforderungen Die Grenzen der Standardisierung

Erfolgsfaktor Akkumanagement

Auch das Akkumanagement lässt sich bei komplett frei aufgesetzten Projekten individueller gestalten als bei Modifikationen. Dies betrifft ganz verschiedene Themen wie Akkukommunikation, Sensorintegration und generell Intelligenz des Systems.

Seit dem 1. April 2016 haben sich beispielsweise die Bestimmungen der IATA zum Transport von Lithiumbatterien deutlich verschärft. So dürfen die Batterien beim Lufttransport nur noch zu maximal 30 Prozent geladen sein. Das stellt hohe Anforderungen an die Lagerfähigkeit von Akkupacks – denn es gilt zu verhindern, dass es zu Tiefentladungen kommt.

So müssen zum Beispiel bei professionellen LED-Handscheinwerfern für die Polizei, Feuerwehren und Militär oder für Applikationen in der Medizinindustrie die Akkus von der Elektronik bis zum erstmaligen Einsatz im Gerät getrennt werden. Dadurch verringert sich die Kapazität der Zellen nur noch durch ihre Selbstentladung um rund acht Prozent pro Jahr. Weitere Entladung verhindert die Trennung der Elektronik. Das Ergebnis: Bei staatlichen Investitionen können die Akkus ohne allzu große Einbußen dennoch wieder gut eineinhalb Jahre an Lager liegen, bis sie zu ihrem ersten Einsatz kommen.

Ähnliches gilt bei medizintechnischen Produkten, wie Akkus für Defibrillatoren. Auch hier kann der Weg auf der Distributionsschiene mehr als ein Jahr bis zum ersten Einsatz übersteigen. Mit dem aktuellen sensorgesteuerten Sleep-Modus kein Problem, ohne denselben jedoch wäre ein massiver, inakzeptabler Leistungsverlust die Folge.