FCC hat entschieden Das Ende der Netzneutralität!?

Was versteckt sich hinter dem Begriff Netzneutralität und was bedeutet ihre Aufgabe in den USA?

Netzneutralität adé – zumindest in den USA? Hier kurz zusammen gefasst worum es geht – als Appetithappen, um tiefer einzusteigen, was sich lohnen würde.

Was bisher galt: Die Netzbetreiber dürfen nicht in die Inhalte dessen eingreifen, was sie Online stellen, insbesondere dürfen sie bestimmte Inhalte gegenüber anderen nicht bevorzugen: Alle Datenpakete müssen gleich behandelt werden. Dies war der Kern der Bestimmung eine Regulierung, der die Federal Communiction Commission der USA im Jahr 2015 zugestimmt hatte. Wer davon ausgeht, dass alle Datenpakete gleich behandelt werden, meint damit auch, dass darauf aufbauend die Inhalte insgesamt (also alle Datenpakete zusammen) ungeachtet ihres Inhalts, ihrer Herkunft und ihres Ziels gleichberechtigt übertragen werden.

Jetzt hat die FCC mit drei Stimmen der Republikaner, darunter ist der Vorsitzende Ajit Pai, gegen zwei Stimmen diese Regulierungen mit der Open Internet Order wieder außer Kraft gesetzt.

Das Hauptargument für die Abschaffung:

Die Regulierungen der Netzneutralität stellten für die Internetbetreiber eine unnötige Last dar – ohne dass dies den Nutzern helfen würde.

Das Hauptargument gegen die Abschaffung der Netzneutralität:

Die Abschaffung bedeutet das Ende des offenen Internets.

Bewahrung der Netzneutralität

Ob von Nachrichten-Websites, Streaming-Diensten oder Sonstwo – die Firmen, die die Daten nur übertragen (AT&T, Verizon), dürfen die Inhalte nicht bewerten und einigen Vorrang vor anderen einräumen.

Es gibt aber Dienste, die sehr viele Daten übertragen, wie Netflix. Den schnell wachsenden Datenmengen stehen limitierte Übertragungskapazitäten gegenüber. Müssen die Firmen, die nur die Übertragungskapazitäten zur Verfügung stellen und für die reibungslose Übertragung sorgen, nun priorisieren? Wenn ja, nach welchen Kriterien?

Ohne Priorisierung wäre der Verkehr übers Internet schon heute nicht möglich. Schon die Quality-of-Services-Bestimmungen sehen das vor. Nur so kann etwa die Internet-Telefonie (VoIP) in annehmbarer Qualität funktionieren. Über ein Netz, das oft mit Überlastung zu kämpfen hat, können nur Priorisierungsregeln den zuverlässigen Betrieb aufrechterhalten.