Schutzglas von Schott Besonders dünn und ohne Flusssäure

Ultradünn und bruchfest ist das neue Spezialglas von Schott. Es schützt Displays, Fingerprintsensoren und Kameramodule von Smartphones und Wearables vor Kratzern und Brüchen ganz ohne nachgelagerte Verschlankungsschritte unter Einsatz gesundheitsschädlicher Flusssäure.

Hersteller solcher Geräte können das „Schott AS 87 eco“ getaufte Glas beispielsweise als Abdeckung für gebogene Displays, Kameramodule und Fingerprintsensoren nutzen, so dass diese langfristig frei von Kratzern und Sprüngen bleiben.

Immer leistungsfähigere Displays, Kameras und Sensoren sind die wesentlichen Features, mit denen sich Smartphones und Tablets heute voneinander abheben. Daher haben die Hersteller ein besonderes Interesse daran, dass diese sensiblen Elektronikbauteile ein ganzes Geräteleben lang einwandfrei funktionieren. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat Schott ein Schutzglas entwickelt, das biegsam ist wie Kunststoff, gleichzeitig aber robust, alterungsbeständig und ästhetisch wie Glas. Kunden profitieren dadurch von deutlich besseren Endgeräten – schließlich sind moderne Displays, Sensoren und Kameralinsen nur dann zu Höchstleistungen imstande, wenn das Schutzglas ihre Leistungsfähigkeit durch seine Beschaffenheit nicht begrenzt.

»Mit „Schott AS 87 eco“ haben wir das erste umweltfreundliche Glas für diese Einsatzgebiete entwickelt, das sensible elektronische und optische Bauteile in Smartphones zuverlässig schützt und dennoch nicht ins Gewicht fällt – es ist die Antwort auf die Anforderungen unserer Kunden im Consumer-Electronics-Markt«, sagt der Leiter des Produktbereiches Camera Imaging/Display bei Schott, Dr. Jack Ju. »Schon einige der Top10-Smartphonemarken in China haben „AS 87 eco“ als Schutzglas für ihre Fingerabdrucksensoren qualifiziert.« Schott nimmt eine stark gestiegene Nachfrage nach Fingerprintsensoren auf dem asiatischen Markt für Consumer Electronics wahr.

Durch die bequeme und benutzerfreundliche Implementierung eines solchen Sensors im sehr erfolgreichen Apple iPhone nutzen jetzt auch immer mehr Hersteller von Android-Smartphones den Finger zur Zugangskontrolle: »Fingerprintsensoren sorgen dank dem iPhone in immer mehr Geräten für ein hohes Maß an Datensicherheit. Kein Wunder, dass Hersteller von Android-Smartphones großes Interesse daran haben, ähnlich bequeme Lösungen in ihre Geräte zu implementieren. Die Nachfrage nach Sensoren und schützenden Bauteilen steigt merklich, hier kommt unsere hochqualitative Lösung aus Glas gerade recht«, ist sich der Leiter der Schott-Niederlassung in China, Albert Chen, sicher. Schott AS 87 hat eine geringe Dicke und eine geringe Dickentoleranz von weniger als ±10 µm als Schutzglas für Fingerprintsensoren. Mit einer dielektrischen Konstante von 7,7 (bei 1 MHz) und einer homogenen Struktur weist das Glas eine hohe Durchlässigkeit für elektrische Felder auf.

Umweltfreundlich entwickelt und produziert in Deutschland

 Das neue Schutzgals ist gemäß RoHS- und REACH-Richtlinie frei von Gefahrstoffen und wird in einer Dicke von 70 bis 350 µm angeboten. Das Glas erreicht bei einer Dicke von 70 µm einen Biegungsradius von nur 3 mm und bringt daher schon heute die richtigen Voraussetzungen für Gerätedesigns der Zukunft mit: »Interessant ist die hohe Biegsamkeit besonders im Hinblick auf faltbare oder gebogene Smartphones oder Wearables«, ergänzt Chen. Den asiatischen Markt hatte Schott während der Entwicklung des neuen Schutzglases besonders im Auge. Aufbauend auf der tiefgründigen Expertise der Entwicklungszentren in Deutschland, wurden die verschiedenen Anwendungsszenarien für das ultradünne Glas in Asien entwickelt.

Im Gegensatz zu Anbietern ähnlicher Gläser verzichtet der Hersteller in der Fertigung komplett auf stark gesundheitsgefährdende Flusssäure. Durch einen speziellen Herstellungsprozesses kann Schott als einziges Unter- nehmen weltweit ein solches ultradünnes Glas direkt aus der Schmelze ziehen. Normalerweise werden solche Gläser bei nachgelagerten Glas-Prozessoren in Säurebädern dünn geätzt. Schott dagegen schafft es mit dem so genannten Down-Draw-Verfahren für direktes Heißformen, das Glas direkt in der gewünschten Stärke durch eine Düse aus der Schmelze zu ziehen. Diese bewährte und etablierte Methode garantiert eine solide und zuverlässige Lieferkette (supply chain), die insbesondere der Massenproduktion zugute kommt. Zusätzlich bietet Schott einen technischen Support für Hersteller von Unterhaltungselektronik, die Interesse daran haben, das innovative Material einzusetzen. Die aktive Unterstützung durch die Experten von Schott senkt auf Kundenseite die Anlaufkosten bei parallel steilen Lernkurven.