IoT Innovation World Cup 2017 EBV macht Start-ups zu IoT Heros

Die Hintergründe der Partnerschaft erläutern Christian Stammel, CEO, WT Wearables Technologies und Navispace, und Thomas Staudinger, VP Marketing, EBV, im Gespräch mit Karin Zühlke, Leitende Redakteurin, Markt&Technik.

EBV ist als bislang erster und einziger Distributor Partner des IoT Innovation World Cups. Der etablierte IoT-Wettbewerb zieht jedes Jahr viele hundert Teilnehmer an. Details erläutern Christian Stammel, CEO, WT Wearables Technologies und Navispace, und Thomas Staudinger, VP Marketing, EBV.

Unter dem Motto „EBV IoT Hero“ können Start-ups und Entwickler vom 1. März bis 18. November ihre Produkte rund um das IoT in den Kategorien “Home”, “City”, “Lifestyle”, “Industrial”, “Transportation”, “Healthcare” und “Retail” einreichen.

Markt&Technik: Herr Staudinger, wie kam es zur Partnerschaft von EBV und dem Innovation World Cup?

Thomas Staudinger: Neben dem IoT ist der Aufbau neuer Kundengruppen wie Start-ups für uns ein wichtiges Thema. Wie Sie wissen, haben wir innerhalb der EBV in Zentraleuropa bereits ein Team gegründet, das sich mit der Initiaitive “StartmeUp” gezielt um Start-ups kümmert. Parallel dazu forcieren wir auch Aktivitiäten in Frankreich und und Osteuropa. Um EBV nun international insgesamt noch stärker im Start-up-Segment positionieren zu können, wollen wir europäische Techpreneure bei der erfolgreichen Einführung ihrer Lösungen auf dem Markt unterstützen. Unser Ziel ist es, innovativen Entwicklern und Start-ups eine Plattform zu bieten, auf der sie interagieren, neue Lösungen entwickeln und erfolgreich realisieren können – mit dedizierten Ressourcen von unserer Seite. Die Innovation World Cup Serie von Navispace ist hierfür perfekt geeignet. Denn viele innovative junge Technologie-Firmen kennen Distribution gar nicht, weil sie im Software-Bereich tätig sind oder vorher bei einem großen OEM gearbeitet haben, die meist direkt beim Hersteller kaufen.

Herr Stammel, was genau ist die Idee hinter dem Innovation World Cup?

Christian Stammel: Der Innovation World Cup wurde von meinem Unternehmen, der Navispace AG, bereits 2009 ins Leben gerufen. Wir betreiben sehr erfolgreiche Innovationsprogramme, die Techpreneure „abholen“. Unter „Techpreneuren“ verstehen wir Unternehmer und Unternehmensgründer, die sich mit Technologie beschäftigen. Der Innovation World Cup selbst erreicht etwa 700.000 Techpreneure weltweit. Dabei möchte ich unterstreichen: Wir sind kein reiner Online-Wettbewerb, sondern haben auch Bodenhaftung in den Regionen.

700.000 ist eine stattliche Anzahl. Wer verbirgt sich dahinter?

Christian Stammel: Das sind alles Tech-Unternehmer, die wir über unsere Regionen erreichen. Wir adressieren Menschen, die wirklich “Hands on” arbeiten und ein vernetztes Produkt realisieren. Mit dieser Philosophie können sich Tech-Gründer sehr gut identifizieren, und daher resultiert auch der große Zuspruch.

Wie hoch schätzen Sie das Potenzial aus den 700.000 für Europa ein?

Christian Stammel: Etwa 40 Prozent.

Und diese Firmen werden in Zukunft alle Halbleiterbedarf haben?

Christian Stammel: Ja, wir gehen davon aus. Denn viele kommen aus der softwarebasierten Internet-Welt und werden im Zuge ihrer Entwicklungen rund um das IoT nun mit Themen wie der Sensorik konfrontiert.

Worin liegt für EBV der Mehrwert in der Beteiligung am Innovation World Cup im Vergleich zu beispielsweise Universitäten und anderen Start-up-Programmen?

Thomas Staudinger: Durch das mehrstufige Konzept des Innovation World Cups durchlaufen die teilnehmenden Firmen einen umfangreichen Qualifizierungsprozess. Die Firmen, auf die wir hier treffen, sind in ihrer Solidität also schon weiter als zum Beispiel ein ambitionierter Maker.

Wie haben wir uns den klassischen Teilnehmer am Innovation World Cup vorzustellen, bzw. wie werden die potenziellen Teilnehmer adressiert?

Christian Stammel: Wir adressieren potenzielle Innovation-World-Cup-Teilnehmer über regionale Kooperationspartner in führenden ICT Clustern weltweit. Darüber hinaus haben wir auch globale Partner wie Kickstarter, die unseren Innovation World Cup seit Jahren unterstützen. Der klassische Teilnehmer hat bereits ein Unternehmen mit zwei bis drei Angestellten und entwickelt ein Produkt, das schon kurz vor der Serienreife ist und in einigen Monaten an den Markt gehen kann. Dass reine Ideen ins Finale kommen, die nur auf dem Papier existieren, hatten wir in den letzten Jahren sehr selten.

Aus welchen Personengruppen rekrutiert sich die Jury?

Christian Stammel: Aus den Sponsoren, den Partnerregionen sowie angesehenen Analysten und Experten – auch aus der Wissenschaft. Wir versuchen, dabei klar den untenehmerischen Fokus im Auge zu haben.