Der Weg zur Qi-Zertifizierung Wireless charging – aber sicher

Kabelloses Laden wird bald jeder Smartphone-Nutzer verwenden
Kabelloses Laden wird bald jeder Smartphone-Nutzer nicht mehr missen wollen

Samsung macht es schon, Apple auch: laden ohne Kabel. Wie bei allen Wegen der Energieübertragung kann es auch dabei gefährlich werden, wenn Komponenten schlecht verarbeitet oder die falschen Bauteile verwendet wurden. Ein Merkmal sicherer Ladegeräte ist das Qi-Zertifikat.

Der Geruch von heißem Plastik hängt in der Luft, er kommt beunruhigender Weise aus der Richtung meines Mobiltelefons. Der Verursacher ist ein Ladegerät, das induktiv mein Mobiltelefon lädt, gekauft zum Schnäppchenpreis von 14,99 €. Mehr als 80 Millionen kontaktlose Ladegeräte werden inzwischen genutzt, und ihre Zahl nimmt schnell zu. Die Übetragung elektrischer Leistung kann aber schnell gefährlich werden.

Billige Ladegeräte werden zur Senkung der Kosten gelegentlich mit Bauteilen minderer Qualität hergestellt. Sie können Verletzungen, elektrische Schläge oder sogar Brände verursachen. Deshalb ist es erforderlich, dass kontaktlose Energieüberträger bestimmte Sicherheitsrichtlinen erfüllen und es eine Möglichkeit gibt nachzuweisen, dass diese korrekt umgesetzt wurden. Genau darum geht es bei der Qi-Zertifizierung des Wireless Power Consortiums (WPC).

Gefahren nicht zertifizierter Geräte

Das WPC hat einige Gefahren des induktiven Ladens identifiziert und verlangt von Qi-zertifizierten Produkten die Implementierung von passenden Sicherheits-Features. Dazu gehört das Verletzungsrisiko durch Gegenstände, die in der Nähe solcher Ladegeräte oder zwischen Ladegerät und Telefon abgelegt werden. Sie dürfen sich nicht erhitzen, damit es nicht zu Verletzungen wie etwa Hautverbrennungen dritten Grades kommt. Qi-Logo-Träger müssen Maßnahmen zur Detektierung von Fremdobjekten implementieren, die derartige Vorkommnisse ausschließen.

Gerade Besitzer eines teuren Mobiltelefons sollten nicht beim Ladegerät sparen. Temperaturen von über 100 °C können das Telefongehäuse schmelzen und verursachen Schäden an Flächen, die mit einem nicht zertifizierten Ladegerät oder einer nicht zertifizierten Mobiltelefon-Hülle in Berührung kommen. Darum müssen Qi-zertifizierte Produkte eine Temperaturprüfung bestehen und eine effektive Abschirmung der Batterie besitzen.

Auch andere elektronische Geräte können von unsicheren Geräten betroffen sein. Ein schlecht entwickeltes Ladegerät kann in allen elektronischen Produkten, die in der Nähe abgelegt werden, hohe Spannungen induzieren, die Schäden in der Elektronik verursachen. Die Qi-Spezifikation verlangt deshalb die Begrenzung der magnetischen Feldstärke, um die in anderen Geräten induzierten Spannungen zu minimieren.