Inpotron Schaltnetzteile GmbH Hermann Püthe steht Rede und Antwort

Hermann Püthe, Geschäftsführer der Inpotron Schaltnetzteile GmbH
Hermann Püthe, Geschäftsführer der Inpotron Schaltnetzteile GmbH

Mit dem Inpotron-Geschäftsführer Hermann Püthe unterhielt sich die Elektronik-Redaktion, um zu erfahren, wie sich heutzutage ein Schaltnetzteile-Spezialist vom Wettbewerb positiv abheben kann. Einfach besser sein, reicht nicht.

Wie kam es zu der Entscheidung, eine Firma zu gründen und Spezialist für kundenspezifische Stromversorgungslösungen zu werden?

Hermann Püthe: Vor gut 20 Jahren entwickelte mein damaliger Partner Friedrich Spaun gemeinsam mit mir die Idee. Der Eigenbedarf von Spaun electronic in Singen bot die komfortable Startsituation einer Grundauslastung des neuen Unternehmens mit erträglichen Einkünften. Somit war der Druck, sehr schnell externe Kunden zu finden und zu bedienen, nicht so hoch. Über das vorhandene Netzwerk kamen wir schon sechs Monate nach Gründung zu unseren ersten externen Kunden. Unsere vorherigen Marktanalysen zur Bedarfssituation an spezifischen Netzteilen wurden rundum bestätigt.

Welche Grundsätze und Werte verfolgt inpotron?

Püthe: Im Fokus unseres Handelns stehen unsere Kunden. Ihnen möchten wir das Gefühl des »Fair«-Kaufens vermitteln. Basis hierzu ist unsere Vision und unser Leitbild. Mit dem darin festgelegten und auch gelebten Wertegerüst, den Compliance-Regeln und den Führungsgrundsätzen sind wir recht gut aufgestellt. Die Führungskräfte tragen die Verantwortung für eine Unternehmenskultur des Förderns und des Forderns. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist bei inpotron ein(e) Mini-Unternehmer(in) mit sehr vielen Freiheiten. Die zudem komplett transparente Sicht in alle Unternehmenszusammenhänge und -zahlen gibt Vertrauen, das sich mit einer dankbar erbrachten, guten Leistung für alle – Kunden/Unternehmen und Mitarbeiter/innen – positiv rechnet.

Was unterscheidet inpotron von anderen Unternehmen – speziell im Hinblick auf kundenspezifische Schaltnetzteile?

Püthe: Für uns steht nicht das Verkaufen im Mittelpunkt. Natürlich sind wir ein Wirtschaftsunternehmen, jedoch mit einer eher indirekten Wertschöpfung. Mit unseren Lösungen möchten wir Mehrwerte für unsere Kunden entwickeln und produzieren. Daraus resultiert eine enge Bindung zwischen den Unternehmen, die wiederum in eine nachhaltige Geschäftsbeziehung mit sich bringt. Als Katalogproduktanbieter funktioniert das nicht.

Worauf legen Sie bei Geschäftsbeziehungen besonders Wert?

Püthe: Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Führungsposition in den von uns besetzten Marktnischen zu erhalten. Dabei stehen wir für »Made in Germany«. Unser außergewöhnliches Qualitätsbewusstsein und unsere ausgeprägte Anpassungsfähigkeit ermöglichen es uns, in einem stark wertschöpfenden Unternehmen tätig zu sein. Dabei gehen wir mit allen Gütern und Ressourcen verantwortungsbewusst um.

Was macht Ihr Unternehmen so erfolgreich?

Püthe: Sind wir so erfolgreich? Insgesamt sind wir sehr zufrieden, dass muss ich schon zugeben. Nach der Gründung 1997 als Mini-Unternehmen mit sechs Personen gibt es bis heute eine rasante, nachhaltig positive Entwicklung. Ich denke, der Erfolg ist durch unsere klare Fokussierung begründet. Wir bieten unseren Kunden keine fertigen Produkte an. Als Verkäufer treten wir nicht auf. Uns interessieren die Bedürfnisse, Sorgen und Nöte unserer Kunden; dazu schaffen wir für sie die optimierten, maßgeschneiderten Lösungen.

Auf welche Märkte konzentriert sich Ihr Unternehmen schwerpunktmäßig und wie sehen Sie deren Entwicklung für die Zukunft?

Püthe: Die industriellen Anwendungen sind und bleiben unser bedeutendster Markt. Unsere Bemühungen in der Gebäudesystemtechnik, LED-Beleuchtung und Medizintechnik wurden ebenfalls belohnt. Das klare Ziel ist eine hohe Diversifizierung der belieferten Systeme, damit wir nicht in Abhängigkeit zu spezifischen Märkten kommen.

In welchen Fällen empfehlen Sie einem Anwender eine kundenspezifische Stromversorgung zu verwenden, wann eine Standardlösung?

Püthe: Bei kleinen Stückzahlen sowie häufig wechselnden Anforderungen ist ein Standardprodukt die richtige Wahl. Eine genau auf die Bedürfnisse des Kunden maßgeschneiderte Stromversorgungslösung ist zwingend notwendig bei erweiterten Anforderungsprofilen, die auf Kostenminimierung getrimmte Standardprodukte nicht beinhalten. Die mit Einmalkosten einhergehenden kundenspezifischen Lösungen werden genau für die Anwendung optimiert. Eine TCO-Berechnung während der Projektlaufzeit ermöglicht es dem Kunden, die Wirtschaftlichkeit einer kundenspezifischen gegenüber einer Standard- Stromversorgung zu bewerten.