Infineon kooperiert mit eluminocity Smart Lighting Straßenleuchte mit Ladesäule und Sensorhub

Infineon und das Start-up eluminocity haben eine intelligente Straßenbeleuchtung entwickelt, die das Rückgrat der intelligenten Stadt der Zukunft bilden soll. Neben LED-Leuchten beinhaltet sie Sensorik zum Verkehrsmanagement, HF-komponenten für 5G Mobilfunk und eine Ladestation für E-Fahrzeuge.

Die Straßenbeleuchtung in Städten ist ein logischer Ausgangspunkt, um neue Netzwerke aufzubauen. Die Laternenmasten stehen schon, die Abdeckung ist zumindest in den Städten sehr hoch und die Stromversorgung ist ohnehin gegeben. Und Bedarf für neue Netzwerke gibt es, etwa mit Blick auf den 5G-Standard oder die flächendeckende Verbreitung von Elektrofahrzeugen, für die eine ausreichend dichte Infrastruktur an Ladestationen notwendig ist.

Infineon und das 2014 gegründete, in München beheimatete Start-up eluminocity (eluminocity.com) stellen aktuell auf dem Mobile World Congress (27.02. bis 02.03. in Barcelona) einige Smart-City-Anwendungen vor, u.a. eine offen konzipierte LED-Straßenbeleuchtung mit integrierter Sensorik, Konnektivität und E-Ladestation. Sie enthält den 24 GHz-Radar-Chip BGT24 von Infineon zur Objekt- und Bewegungserkennung, mit denen die Leuchte beispielsweise  freie Parkplätze identifiziert und deren Position an die Cloud übermittelt. Dazu werden die Daten anonymisiert und per End-zu-End-Verschlüsselung übertragen. Eine auf die jeweilige Situation angepasste Beleuchtungssteuerung ist über die Radarsensorik ebenfalls möglich: Ist niemand in der Nähe, wird abgedimmt, nähern sich Fußgänger oder Autos, erhöht sich die Intensität der Beleuchtung – abhängig von der aktuellen Wetterlage. Die Auswertung der Bewegungsdaten erfolgt durch einen XMC-Mikrocontroller, den LED-Strom steuert ein Lichtcontroller von Infineon (XDPL8220).

Für die Datenübermittlung hat eluminocity ein UMTS-Stick entwickelt. Laut Sebastian Jagsch, Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens, kann die Leuchte problemlos mit weiteren Sensortypen erweitert werden, zum Beispiel Gassensoren zur stadtweiten Analyse der Luftqualität oder mit Hochfrequenz-Komponenten, mit denen einige der Straßenlaternen als Basisstation für den 5G-Mobilfunkstandard fungieren könnten.

Eine Ladestation wurde zusammen mit BMW entwickelt. Die einphasige Variante liefert eine Ladeleistung von 3,68 kW (16 A, 230 V), die beiden dreiphasigen Ladesationen 11 kW und 22 kW (400V bei 16 A bzw. 32 A).