Marktstudie Flexible Displays bleiben vorerst eine Nische

Solche flexiblen Displays, wie hier von Plastic Logic, werden auf absehbare Zeit noch ein Nischendasein fristen. Das meinen zumindest die Marktforscher von IHS. Im Gegensatz zu OLED-Displays basiert dieses allerdings auf elektronischer Tinte (E-Ink).
Solche flexiblen Displays, wie hier von Plastic Logic, werden auf absehbare Zeit noch ein Nischendasein fristen. Das meinen zumindest die Marktforscher von IHS. Im Gegensatz zu Samsungs OLED-Displays basiert dieses allerdings auf elektronischer Tinte (E-Ink).

Noch in diesem Jahr will Samsung das erste flexible OLED-Display einführen. Der Markt dafür wird aber noch recht klein bleiben. Wirklich flexible Displays wird es außerdem erst in ein paar Jahren geben. Fraglich bleibt, wie es mit der Lebensdauer solcher Displays aussieht.

Einer neuen Studie des Marktforschungsunternehmens IHS zufolge, soll schon im nächsten Jahr der weltweite Markt für flexible Displays auf ein Umsatz-Volumen von knapp 100 Millionen Dollar anwachsen. Den größten Anteil daran haben die flexiblen OLED-Displays mit einem Umfang von 94,8 Millionen Dollar, was immerhin dreimal mehr als in diesem Jahr ist. Der Rest geht an LCDs oder E-Ink-Displays.

Für Konsumelektronik-Verhältnisse ist die Zahl natürlich fast vernachlässigbar. Zum Vergleich: im Jahr 2013 soll allein der weltweite Umsatz von Handy- und Smartphone-Displays bei 33 Milliarden Dollar liegen.

Die Analysten von IHS erwarten, dass Samsung noch in diesem Jahr mit der Auslieferung eines flexiblen 5-Zoll-Displays beginnen wird. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Display ähnlich dem »Youm«, das Samsung in diesem Jahr auf der CES vorgestellt hat. Dieses OLED-Display kann bis zu einem gewissen Grad gebogen, allerdings nicht eingerollt oder zusammengefaltet werden. Solche Displays wird es IHS zufolge erst nach 2016 geben.

Trotzdem hat das Youm-Display einige Vorteile, da es nicht mehr in ein Glassubstrat integriert sondern von Plastik umschlossen ist. Das macht das Display besonders dünn und es kann nicht so einfach zerbrechen wie ein Glas-Display. Als Smartphone-Display könnte es zum Beispiel um die Kanten des Geräts gebogen werden, so dass dort auch Anzeigen möglich sind (siehe Video). Ob leuchtende Smartphone-Kanten allerdings ausreichen um viele Kunden anzusprechen, ist fraglich.

Ganz ausgereift ist Fertigungstechnik für solche flexiblen Displays jedenfalls auch noch nicht. Eines der größten Probleme stellte bisher die ungenügende Verkapselung der luft- und feuchtigkeitsempfindlichen OLED-Schichten auf Plastik-Substraten dar. Das verkürzt deren Lebensdauer deutlich. Ob Samsung diesen kritischen Punkt bereits gelöst hat ist nicht bekannt, über die Lebensdauer schweigt sich der Konzern aus.