Mikro-LED-Displays Erster Prototyp von Samsung Anfang 2018?

Überraschung: Neben Sony und Apple arbeitet auch Samsung an µLED-Displays. Einen entsprechenden Fernseher will das Unternehmen im Januar auf der CES 2018 in Las Vegas vorstellen.

Der Prototyp des µLED-Fernsehers der Südkoreaner soll eine Diagonale von 150 Zoll haben. Das berichtet der koreanische Ableger des IT-Informationsportals ZDNet. Die Serienfertigung soll später im Jahr erfolgen. Der µLED-Fernseher basiert auf derselben Technik, die Samsung auch in seinen 4K-LED-Kinoleinwänden einsetzt, allerdings in verkleinerter Form.

Die üblichen Assoziationen mit dem Wort »Serienfertigung« gelten für einen Fernseher mit fast 4 Metern Diagonale sicherlich nicht. Die Fertigung in Großserie, entsprechend moderate Preise und ein ausentwickelter Produktionsprozess können von der neuen Display-Technik noch nicht erwartet werden.

LED-Herstellungsverfahren auf Displays übertragen

Damit LEDs als Pixel in einem Fernseher genutzt werden können, müssen sie kleiner als 100 Mikrometer gefertigt und mit einer hohen Präzision bestückt werden. Die Miniaturisierung ist nicht trivial (weshalb Samsung vermutlich auch mit größeren Pixeln arbeitet), kann aber auf die sehr günstigen LED-Produktionsverfahren zurückgreifen. Die Eigenschaften Helligkeit, Stromaufnahme, Robustheit und Lebensdauer eines µLED-Displays machen die Technik zum immer häufiger genannten Konkurrenten der OLEDs und LCDs.

Bisher traten vor allem Sony und Apple mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Erscheinung. Der erste Prototyp eines 55-Zoll-Fernsehers mit der Mikro-LED-Technik stellte Sony bereits im Jahr 2012 vor, konnte bisher aber noch nicht den finalen Schritt zur Serienfertigung gehen. Apple übernahm im Mai 2014 das amerikanische Unternehmen Luxvue, das zahlreiche Patente für µLEDs hält.