Expertentreffpunkt Nürnberg Electronic Displays Conference 2017

Am 15. und 16. März findet auf dem Messegelände Nürnberg zum 31. Mal die Electronic Displays Conference statt. Mit gleich zwei Themen-Sessions sind Automotive-Displays diesmal am stärksten vertreten. Die Keynotes drehen sich vorwiegend um OLEDs und QLEDs.

Im letzten Jahr lagen die Schwerpunkte der Electronic Displays Conference (EDC) mit jeweils zwei Themenblöcken auf der Display-Messtechnik und den Touch-Bedienungen. Auf die Messtechnik fällt in diesem Jahr ein ähnlich hohes Gewicht; die Session »Haptic Touch« ist allerdings entfallen. Dafür entstand ein zweiter Themenblock zu Automotive-Displays (zum Konferenzprogramm gelangen Sie hier) und auch in einigen anderen der insgesamt elf Themen-Sessions fällt immer wieder der Bezug zum Automobil auf. Die Branche hat in Sachen Displays auch einiges zu berichten, denn neue Display-Techniken wurden und werden maßgeblich von der Automobilseite getrieben. Ein Beispiel ist die Entwicklung von flexiblen Freiform-Displays. Sie zielen in der Hauptsache auf Anwendungen im Automobil ab: Displays mit abgerundeten Kanten, die nicht mehr an eine rechteckige Form gebunden sind und sich krümmen lassen, bieten den Entwicklern von Instrumentenanzeigen ganz neue Möglichkeiten und damit auch den Interieur-Designern.

 

Automotive-Displays

Ausführlich wird Dominik Stindt diesen Aspekt auf der diesjährigen Electronic Displays Conference behandeln. Der Projektentwickler bei Porsche spricht im ersten Vortrag der Automotive-Session (Session 5) darüber, wie der Fortschritt in der Display-Technik bereits früher immer wieder neue Konzepte für Instrumentenanzeigen ermöglichte und welche Auswirkungen sich durch diesen Vorgang aktuell abzeichnen.

Damit der Fahrer eine Instrumententafel auch unter hohem Umgebungslicht ablesen kann, muss das Display entweder sehr lichtstark sein oder einen sehr geringen Reflexionskoeffizient aufweisen. Bei starker Sonneneinstrahlung kann das Streulicht eines Touch-Displays eine Helligkeit von bis zu 800 cd/m² erreichen. Um unter diesen Bedingungen noch ablesbar zu sein, muss die Helligkeit des Displays etwa 2000 cd/m² betragen – eine nicht unerhebliche Forderung, die sich zwangsläufig auf die Lebenszeit der LED-Hinterleuchtung und die Wärmeentwicklung im Display auswirkt, das in thermischer Hinsicht im Automobil ohnehin schon stark belastet wird. Antireflexbeschichtungen und Optical Bonding haben zwar ihren Preis, können hier aber Abhilfe schaffen. Wie das technisch funktioniert...