Philips Lighting Die neue Lichtgestalt des Profifußballs

In der Stadienbeleuchtung liefern sich Osram und Philips ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei der Beleuchtung der Fassade sind beide Hersteller technisch gleichauf, an anderer Stelle scheint es, als ob Philips aktuell etwas weiter wäre.
In der Stadienbeleuchtung liefern sich Osram und Philips ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei der Beleuchtung der Fassade sind beide Hersteller technisch gleichauf, an anderer Stelle scheint es, als ob Philips aktuell etwas weiter wäre.

Nein, um Franz Beckenbauer geht es nicht, sondern um Philips. Der Leuchtenhersteller fällt in letzter Zeit häufig durch Großprojekte in der Fußballstadionbeleuchtung auf. War es letztes Jahr noch die Allianz Arena in München, rüsten die Niederländer nun das Stadion des nächsten namhaften Clubs aus.

Die Niederländer haben, wie schon 2015 mit der FC Bayern München AG, mit dem spanischen Fußball-Erstligisten Atletico Madrid eine offizielle Lichtpartnerschaft geschlossen. Und die kommt auch gleich voll zum Tragen: Der Club aus der spanischen Hauptstadt, der mittlerweile regelmäßig um die Landesmeisterschaft und auch die höchsten internationalen Vereinstitel mitspielt, wird 2017 aus seiner Heimspielstätte, dem Vicente Calderon mit knapp 55.000 Zuschauerplätzen, in ein noch größeres Stadion umziehen. Für die gesamte Beleuchtung (Fassade, Spielfeld, VIP-Bereiche, usw.) wird Philips sorgen.

Mittlerweile sind auch professionelle LED-Flutlichter ausgereift

Anders als beim Deal mit dem FC Bayern, der die Umrüstung der Fassadenbeleuchtung von Leuchtstoffröhren auf LEDs umfasste, bekommen die Madrilenen auch ein LED-Flutlicht. Diese Art der Beleuchtung galt lange Zeit als eine der wenigen Domänen, in denen sich LEDs nur schwer durchsetzen würden. Als technische Hürde wurde die noch zu geringe Effizienz in Form von Lumen pro Watt der LEDs genannt, die bei hochlumigen Leuchtsystemen Probleme beim Thermomanagement verursacht, sowie die bei LEDs auftretende Flicker-Problematik. Letzteres ist für den Profifußball ein sehr empfindliches Thema, da es sich auf die Bildqualität der Fernsehübertragungen negativ auswirkt – und hinter denen steckt ein Milliarden-Markt. Entsprechend hoch werden die Anforderungen an die Spielfeldbeleuchtung von den zuständigen Verbänden gesteckt und tatsächlich installieren andere Leuchtenhersteller, wie zum Beispiel Osram, auch heute noch überwiegend Flutlichter mit Metalldampflampen oder Halogen-Metalldampflampen. Beispiele wären die WM-Stadien von 2014 in den brasilianischen Städten Porto Alegre, Sao Paulo oder Rio de Janeiro. Noch etwas aktueller ist die Installation von knapp 500 Halogen-Metalldampflampen für die EM 2016 im französischen Nationalstadion in Paris.

Bilder: 6

LEDs in der Stadionbeleuchtung: Von der Fassade zum Flutlicht

Stadionbeleuchtungen von Osram und Philips in Brasilien, Deutschland und Frankreich.

Dass Atletico Madrid nun nicht mehr auf diese Technik setzt, darf man als Zeichen werten, dass zumindest Philips die Qualitätsanforderungen an eine professionelle Stadionbeleuchtung mit LEDs mittlerweile erfüllen kann. Der erste große Fußballverein mit LED-Stadionbeleuchtung war der FC Chelsea aus London. Die Montage wurde im August 2014 abgeschlossen. Seitdem erleuchten LEDs das Spielfeld an der Stamford-Bridge. Die Planung und die Umsetzung wurde auch hier von Philips übernommen, das sich mittlerweile zur sprichwörtlichen Lichtgestalt im Profifußball entwickelt.