National Instruments‘ NIWeek 2017 Neuer Termin, neuer CEO, viele Highlights

Zwischen dem 22. und dem 25. Mai veranstaltete National Instruments in diesem Jahr die NIWeek. Weit über 3000 Besucher kamen nach Austin, Texas, um Workshops und Vorträge zu besuchen und sich auf der Messe und in den Keynotes über Neuigkeiten von NI zu informieren.

Zum ersten Mal fand die Veranstaltung im Mai statt, statt wie bisher im August. Im heißen Texas durchaus ein bedeutender Unterschied: 30 °C lassen sich deutlicher leichter aushalten als 40 °C, auch wenn innen natürlich so oder so die Klimaanlagen für schon fast kalte Temperaturen sorgten.

Wer schon einmal auf der VIP in Fürstenfeldbruck war, kann sich ungefähr vorstellen, wie die NIWeek abläuft: nur noch einmal deutlich größer. Den Kern bildeten vier Keynotes, in denen National Instruments zusammen mit einigen Partner die neuesten Entwicklungen vorstellte. Doch was im ersten Moment nach Verkaufsshow klingt, ist viel mehr. Redner aus anderen großen und kleinen Firmen, aus Universitäten und Forschungsinstituten stellten auf den Keynotes ihre teilweise beeindruckenden Projekte vor, immer wieder mit Live-Demonstrationen auf der Bühne. Der Fokus stand dabei immer auf der Leistung der Anwender und auf dem Nutzen der Lösung. Nur kurz wurde dann auf die entsprechenden NI-Produkte eingegangen, die in der vorgestellten Lösung eingesetzt wurden.

Zu den Highlights gehörte der ALTAIR-Satellit von Millenium Space Systems (Bild 1). Der Satellit dient als Grundlage für beliebige Weltraummissionen. Anwender können ALTAIR nutzen, um eigene Satellitenprojekte innerhalb eines halben Jahres zu verwirklichen, bei Kosten die bei nur einer halben Million Dollar anfangen. Das System basiert auf einem RIO-System on Module und nutzt LabVIEW Echtzeit- und FPGA-Module. Für diese Entwicklung wurde Millenium Space Systems auf der NIWeek mit dem NI Engineering Impact Award ausgezeichnet.

Wechsel an der Spitze

Nicht nur der Termin war neu an der NIWeek: Zum ersten Mal stand statt Dr. Truchard Alex Davern (Bild 2) als CEO von National Instruments auf der Keynote-Bühne. Nachdem »Dr. T« das Unternehmen seit der Gründung vor über 40 Jahre geführt hatte, hatte er zum Jahreswechsel an seinen Nachfolger übergeben.

Auf den ersten Blick mag es überraschen, dass ein Unternehmen wie National Instruments nun nicht mehr von einem leidenschaftlichen Entwickler wie Dr. Truchard geführt wird, sondern von einem Wirtschaftler. Doch wie Alex Davern erklärt: »Um als visionäre Technologie-Firma erfolgreich zu sein, muss man auch wirtschaftlich gut funktionieren.«

So sind keine großen Änderungen in der Führung zu erwarten. Auch Alex Davern ist schon lange im Unternehmen. 20 Jahre arbeitete er direkt mit Dr. Truchard im Führungsteam zusammen. Zusammenarbeiten und delegieren war Truchard immer wichtig, und so war die Führung des Unternehmens schon lange eine Team-Aufgabe. Alle Änderungen der Strategie werden im Team diskutiert. So bedeutet der Wechsel des CEO keinen Wechsel der Strategie. Die Übergabe wurde von langer Hand geplant, und der übergeordnete 100-Jahr-Plan, den Truchard vor einigen Jahren ins Leben rief, behält seine Gültigkeit.

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Impressionen von der NIWeek

NIWeek ist nicht jeden Tag. National Instruments steckte wie jedes Jahr viel Geld und Energie in eine unterhaltsame und informative Show. Vor allem die Keynotes und die Ausstellung hatten einiges zu bieten.