Mixed-Signal-Oszilloskope von Tektronix Bis zu acht flexible Kanäle mit 12 bit

Die MSO-Serie 5 von Tektronix verfügt erstmals über rekonfigurierbare Kanäle.
Die MSO-Serie 5 von Tektronix verfügt erstmals über rekonfigurierbare Kanäle.

Mit den neuen Mixed-Signal-Oszilloskopen der Serie 5 führt Tektronix einige neue Funktionen ein, die bisher bei Oszilloskopen im mittleren Preisbereich nicht zu finden waren. Einer der spannenden Aspekte: Jeder analoge Kanal kann zu acht digitalen Kanälen werden.

Da Systeme immer komplexer und die Debugging-Probleme immer schwieriger werden, benötigen Ingenieure heute mehr als vier Analogkanäle, wie es bei den meisten Mid-Range-Oszilloskopen heute üblich ist. Die Anzahl der digitalen Kanäle ist ebenfalls von vorneherein festgelegt. In vielen Instrumenten erfolgt die Abtastung der analogen und digitalen Kanäle mit verschiedenen Raten und auch die Trigger nutzen getrennte Hardware. Zudem werden die Ergebnisse in unterschiedlich großen Speicher abgelegt, was genaue Vergleiche sehr schwer macht.

Die MSOs der Serie 5 von Tektronix bietet dagegen nun vier, sechs oder acht rekonfigurierbare Oszilloskop-Eingänge an. Die sogenannten FlexChannels verfügen einerseits über einen TekVPI+Stecker, der für die analogen Tastköpfe von Tektronix passt. Alternativ kann aber auch der neue TLP058 Logiktastkopf angeschlossen werden. Dann verwandelt sich der analoge Eingang in acht Digitalkanäle. Der Anwender kann so viele Logiktastköpfe hinzufügen, wie er benötigt, so dass acht bis 64 Digitalkanäle möglich sind. Digitale Signale werden genau wie analoge Signale abgetastet, getriggert und gespeichert, so dass Vergleiche sehr einfach werden.

12-bit-Auflösung und neuer High-Res-Modus

Die Signalverarbeitung des Oszilloskops wurde komplett überarbeitet. Ein neuer ASIC vereint A/D-Wandler, Trigger und weitere Datenerfassungskomponenten in einem einzelnen Chip. Dadurch bleibt im Oszilloskop Platz, um mehr Kanäle unterzubringen. Gleichzeitig konnte aber auch das Rauschen um etwa 4,5 dB gegenüber der Vorgängergeneration reduziert werden. Ein neuer A/D-Wandler ermöglicht 12-bit-Auflösung bei einer Abtastrate von 6,25 GSa/s. Durch die Limitierung der Bandbreite kann ein neuer High-Res-Modus die Auflösung auf bis zu 16 bit erhöhen.