Elektronik-Zeitreise Neuer Ingenieur-Tischrechner

Optional war der Tischrechner aus dem Jahr 1971 mit eingebautem Drucker erhältlich. Auch der Anschluss peripherer Geräte war möglich.
Optional war der Tischrechner aus dem Jahr 1971 mit eingebautem Drucker erhältlich. Auch der Anschluss peripherer Geräte war möglich.

Heute gehört ein wissenschaftlicher Taschenrechner in den Schulranzen eines jeden Mittelstufen-Schülers. Im Jahr 1971 sah das noch anders aus: Hewlett Packard bot damals einen nach unseren Maßstäben recht unhandlichen Tischrechner für Ingenieure an - mit Einsteck-Kassetten für diverse Anwendungen.

Außer den üblichen Ziffern- und Funktionstasten wurde der neue hp-Tischrechner Modell 10 (Serie 9800), der vorwiegend für Ingenieure und Wissenschaftler bestimmt ist, mit 15 zusätzlichen Tasten ausgerüstet, deren Funktion der Anwender selbst bestimmen kann.

Dazu stehen verschiedene Festwertspeicher (ROM in Halbleitertechnik) als Einsteck-Kassetten zur Verfügung, z.B. eine für allgemeine mathematische Berechnungen, eine für den Statistiker, eine für das Ausdrucken von insgesamt 55 alphanumerischen Zeichen (unter Hinzuziehung auch der anderen Tasten des Rechners) und eine für den Selbstprogrammierer (unter Hinzuziehung des Arbeitsspeichers, der in MOS/LSI-Technik ausgeführt ist); zu jeder ROM-Kassette gehört ein auf das Tastenfeld zu legendes Schild mit den jeweils zutreffenden Beschriftungen für die 15 Zusatztasten.

Ein zweiter Einschubplatz steht am Stammgerät für einen Funktionsblock zur Verfügung, der den Anschluß peripherer Geräte ermöglicht (z.B. Fernschreibmaschine, XY-Plotter).

Zusätzlich ist die externe Speicherung von Programmen und Daten mit dem schon bewährten Magnetkartenprinzip möglich. Zur Bedienung des Rechners ist das Erlernen einer Programmiersprache unnötig; er kann bis zu 17 simultane Gleichungen lösen.

Auch der auf Wunsch eingebaute Drucker ist eine ungewöhnliche Neuentwicklung. Er verwendet wärmeempfindliches Papier und druckt 16 Zeichen parallel aus (die ganze Zeile auf einmal), jedoch in 7 Schritten mit je 5 Punkten pro Zeichen; die Schritte macht das Papier, über einen Schrittmotor angetrieben. Jedes Zeichen besteht also aus 5 x 7 Punkten. Was für Zeichen ausgedruckt werden, hängt allein von der Programmierung ab, man ist also nicht auf bestimmte Typen angewiesen.

Vertrieb: Hewlett-Packard

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Elektronik-ZeitreiseDie Elektronik wird 65 Jahre – der perfekte Moment, um eine kleine Elektronik-Zeitreise zu beginnen: Wir haben in unserem Archiv geschmökert und bahnbrechende Neuigkeiten der vergangenen 65 Jahre entdeckt. Erleben Sie in unserer Elektronik-Zeitreise revolutionäre Neuigkeiten der vergangenen Jahrzehnte – gerne mit einem Schmunzeln.