Additive Fertigungstechniken Was 3D-Druck kann und was nicht!

Miniatur-Getriebezahnräder
Miniatur-Getriebezahnräder

In der sich dynamisch entwickelnden Szene additiver Fertigungstechniken ist es immens schwierig, vorauszusehen, was in zehn Jahren Stand der Technik sein wird und welche Industriezweige diese Herstellmethode für ihre Produkte verwenden werden. Einige Trends indes sind eindeutig absehbar.

In ihrem Buch »Industrialisierung der Additiven Fertigung« [1] gehen Helmut Zeyn und seine Co-Autoren auf gut 220 Seiten sehr detailliiert darauf ein, was in der – populistisch als 3D-Druck umschriebenen – additiven Fertigungsbranche für Herstelltechniken heutzutage verwendet werden und welche Werkstoffe dabei Anwendung finden. Das Autorenteam wagt auch einen Ausblick, welche positiven Veränderungen sich in den kommenden Jahren aus fertigungs- und anwendungstechnischer Sicht abzeichnen werden.

Die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft

Nach Überzeugung der Autoren befindet sich die Technologie der additiven Fertigung noch in der Findungsphase – auch wenn die Maschinenhersteller anderes suggerieren. Es gibt kaum geschultes Personal, keine Standards in der Maschinenansteuerung und nur bedingt Prozess-Sicherheit. Wenn das Pulver außerhalb der Maschine entfernt wird, nennt man es schon Automatisierung bzw. Industrialisierung.
Auf der anderen Seite bieten gerade die Möglichkeiten der Digitalisierung enorme Wachstumspotenziale. Doch was muss geschehen, um diese Potenziale heben zu können?

Fachausbildung „Additive Fertigung“ muss bereits in den Berufsschulen beginnen

Es gibt in Deutschland gute Ansätze für eine Ausbildung in Richtung 3D-Druck. In der Praxis umgesetzt wurden bisher wenige. Die Ausbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten und Instituten – der klassische Ausbildungsweg zum Facharbeiter indes fehlt. An Berufsschulen bzw. Ausbildungsinstituten fehlt additive Fertigung als Ergänzung zur klassischen Bearbeitung wie Drehen, Bohren, Fräsen etc.