Kooperation zwischen BMW und Allianz Wer übernimmt die Haftung beim autonomen Fahren?

BMW will mit dem BMW iNext ab 2021 ein autonomes Elektroauto vorstellen. Doch was passiert, wenn das Fahrzeug einen Unfall selbst verursacht?
BMW will mit dem BMW iNext ab 2021 ein autonomes Elektroauto vorstellen. Doch was passiert, wenn das Fahrzeug einen Unfall selbst verursacht?

Zum autonomen Fahren haben sich Allianz und BMW in einem gemeinsamen Positionspapier dafür ausgesprochen, dass sich der Halter in Zukunft gegen Fehler des Fahrers und mögliche technische Defekte des Autos versichern müsse. Erst dann wird geprüft, ob der Autobauer für eine Fehlfunktion zahlen muss.

2021 will die BMW Group ihr erstes autonom fahrendes Fahrzeug auf den Markt bringen, den iNext. Bis dahin sollte auch die Haftungsfrage geklärt sein. Zwar wird davon ausgegangen, dass es weniger Unfälle geben wird, da der Mensch als Hauptverursacher wegfällt. Doch wer haftet, wenn die automatische Fahrzeugsteuerung versagt? Der Hersteller? Oder doch der Halter? Dieser ist zwar nicht  »gefahren«, dennoch sind die deutschen Versicherer und auch die Bundesregierung dafür, dass die Haftung beim Fahrzeughalter bleibt.

Dafür sprachen sich auch die Allianz und BMW aus. Nach Ansicht der Versicherungsgesellschaft sprechen vor allem praktische Gründe für eine Beibehaltung der Halterhaftung. Denn, wenn es zu einem Unfall kommt, sollen Unfallverursacher und Unfallgeschädigte zügig Hilfe bekommen, im Gegensatz zu einer langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzung. Wird dann erkannt, dass eine Fehlfunktion des Fahrzeugs vorliegt, prüfen Hersteller und Versicherer, wer verantwortlich ist.