Akquise Key Safety Systems kauft insolventen Airbaghersteller Takata

Shigehisa Takada (l), der Geschäftsführer von Takata, verbeugt sich am 26.06.2017 auf der Pressekonferenz in Tokio, auf der er die Insolvenz von Takata bekannt gibt.
Shigehisa Takada (l), der Geschäftsführer von Takata, verbeugt sich am 26.06.2017 auf der Pressekonferenz in Tokio, auf der er die Insolvenz von Takata bekannt gibt.

Takata muss nach Millionen Rückrufen aufgrund defekter Airbags Insolvenz in Japan und den USA anmelden. Der Airbaghersteller hat mit Key Safety Systems nun eine Grundsatzvereinbarung zur Finanzierung eines Restrukturierungsplanes getroffen, der den Verkauf sämtlicher Geschäftsaktivitäten umfasst.

Gemäß der Vereinbarung wird Key Safety Systems nahezu alle Vermögenswerte von Takata übernehmen. Davon ausgenommen sind lediglich bestimmte Vermögensgegenstände und Geschäftsaktivitäten, die die Herstellung und den Verkauf von phasenstabilisierten Ammoniumnitrat-Gasgeneratoren (PSAN) für Airbags betreffen. Es wird erwartet, dass die mit PSAN im Zusammenhang stehenden Geschäftsaktivitäten nach Abschluss der Transaktion von dem umstrukturierten japanischen Unternehmen betrieben und letztendlich auslaufen werden. Takata geht aber davon aus, die Lieferungen von Ersatz-Gasgeneratoren für die laufenden Airbag-Rückrufe weiterhin ohne Unterbrechungen fortzusetzen.

Durch den Zusammenschluss von nahezu allem von Takata und KSS würde mit der Transaktion ein weltweit führender Anbieter von Sicherheitssystemen für Automobile mit etwa 60.000 Mitarbeitern in 23 Ländern geschaffen. Beide Unternehmen arbeiten in den kommenden Wochen zusammen an einer Finalisierung der endgültigen Vereinbarung. Die Transaktion wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 abgeschlossen.

Der aggregierte Kaufpreis beläuft sich auf etwa 1,4044 Milliarden Euro und gilt vorbehaltlich möglicher Anpassungen im Zuge des Vertragsabschlusses.