TU Bamberg untersucht Vorurteile Akzeptanz von Elektroautos durch Schnellladetechnologie erhöhen

Die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge wie den BMW i3 schnell laden zu können, sorgt für eine höhere Akzeptanz der Elektromobiliät.
Die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge wie den BMW i3 schnell laden zu können, sorgt für eine höhere Akzeptanz der Elektromobiliät.

Die Otto Friedrich Universität Bamberg hat zusammen mit BMW untersucht, mit welchen Vorurteilen Elektromobilität zu kämpfen hat und sich vor allem der Problematik gewidmet, wie sich die Akzeptanz der Technik erhöhen lässt.

2015 fuhren laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamt 19.000 Deutsche ein Elektrofahrzeug. Viel zu wenig, wenn man bedenkt, welche Ziele sich die Bundesregierung bis 2020 gesetzt hat. Die hauptsächlichen Bedenken gegenüber Elektrofahrzeugen sind Reichweitenangst und lange Ladezeiten.

In einer Studie hat die Otto Friedrich Universität Bamberg in Zusammenarbeit mit  BMW diese beiden Vorurteile in einem Experiment untersucht und sich gefragt, wie die Akzeptanz der Technik erhöht werden kann. Die Ergebnisse zeigten: Durch das aktive Erleben von E-Mobilität können etwaige Vorbehalte fallen.

Das Experiment sah wie folgt aus. In der BMW Welt baten die Wissenschaftler 62 Besucher, ein Elektrofahrzeug mit einer 28 kWh Batterie und einer Reichweite von 160 km aufzuladen. Die eine Hälfte der Testpersonen lud den an einer DC-Schnellladesäule auf. Bei einer Ladeleistung von bis zu 50 kW liegt die Ladezeit bei rund 30 Minuten. Die anderen Befragten sollten eine AC-Ladestation nutzen; die Ladezeiten liegen hier bei bis zu acht Stunden, um die Batterien voll zu laden.

Die Testpersonen beider Gruppen wurden vor und nach einer Ladung zur Zukunftsfähigkeit von E-Mobilität befragt. Es zeigte sich ein deutlicher Einstellungswandel: Die Befragten, die die Schnellladetechnologie genutzt hatten, waren nach dem aktiven Erleben deutlich zuversichtlicher als zuvor, dass Elektromobilität eine zukunftsfähige Technologie sei.